Kolumne von Fritz Dominik Buri, zertifizierter NLP Practioner der AUNLP und lizenzierter Life Coach.
Lieber Leser, liebe Leserin
Du erinnerst dich, dass ich vor einigen Wochen den Artikel geschrieben habe mit dem Titel, das Experiment und der Jakobsweg (Artikel hier nochmals lesen). Vielleicht hast du dir auch die Videos angeschaut, oder du hast dir gesagt, „das hört sich super an, ich starte damit nächste Woche“.
Heute schauen wir an, woran es harzt und warum Menschen Dinge gerne aufschieben.
Und wie schon das letzte Mal, mache ich zum besseren Verständnis wieder ein Beispiel: Nehmen wir Frau Petra für unser Beispiel, abgemacht? Gehen wir davon aus, dass unsere Petra in einer mittelgrossen Firma in der Buchhaltungsabteilung arbeitet und den ganzen Tag über ihren Zahlen und Tabellen brütet. Sie ist vom Wesen her sehr introvertiert, drängt sich nie in den Vordergrund und sie schätzt es, wenn sie ihre Ruhe hat. Ihr Aussehen ist eher bieder. Und wirklich viele Freunde hat unsere Petra auch nicht. Die einzige Liebe – wobei es sich eher um ein Techtelmechtel handelte – war zu ihrer Schulzeit, in der Abschlussklasse. Kurzum, Petra ist die graue Maus, wie man gemeinhin sagt.
Nun ist es Sonntagvormittag und unsere Petra liest auf der Webseite HappyTimes meinen letzten Artikel und darüber, die Person zu sein, die man sein will. Petra liest den Artikel mit Interesse und überlegt sich dabei, dass sie auch gerne einige Dinge in ihrem Leben ändern möchte. Sie überlegt sich, dass sie gerne etwas mutiger wäre. Ihr Aussehen, ihre Kleidung und ihre Haare verändern möchte. Und sie wünscht sich, dass es ihr leichter fallen würde, auf andere Menschen zuzugehen und ein Gespräch anzufangen.
All diese Gedanken macht sich unsere nette Petra. Sie lehnt sich auf ihrem Sofa zurück und stellt sich alles vor. Sie sieht in Gedanken, wie sie ein schönes Sommerkleid trägt, die Haare sind gelockt, sie hat Wangenrouge aufgetragen und sich die Lippen mit einem knallroten Lippenstift geschminkt.
Bei dieser Vorstellung fängt unsere Petra leise an zu kichern. Auch ein Gefühl der Scham überkommt sie, weil sie sich so ungezwungen fühlt in ihrer Vorstellung, eben so ganz anders als ihr jetziges Leben.
.. und dann passiert Folgendes:
„Das kannst du doch nicht machen, was denken denn bloss die Menschen, hat die nun einen Knall oder was?“ All diese Gedanken jagen unserer Petra durch den Kopf, ihr leises Kichern von vorhin ist erstickt und an der Stelle hängen ihre Mundwinkel nun nach unten.
Ihr Verstand hat sich bei unserer schüchternen Petra gemeldet, und er sagt und erklärt ihr, warum das nicht geht und dass es doch keinen Sinn macht, sich verändern oder gar besser zu werden, als sie ist. Nun, unsere Petra kann sich jetzt damit zufrieden geben, Abschied nehmen von den schönen Gedanken, oder sie kann sich auch sagen: „Was soll’s“. Und denkt wieder daran, wie sie attraktiver aussieht, ihren Haaren ein neues stimmigeres Aussehen gibt, sich anders als bisher kleidet. Sie kann anfangen, gedanklich und gefühlsmässig diese Frau zu sein, die sie gerne wäre, und sich klar vorstellen, welche Kleider ihr gefallen, wie sie sich anders kleidet.
Während unsere Petra so in ihren positiven Gedanken schwelgt, kommt eine weitere Erkenntnis in ihr hoch: Eine andere Stelle oder Tätigkeit, das muss nicht zwingend in einem anderen Unternehmen sein! Sondern sie könnte auch eine Tätigkeit in ihrer bestehenden Firma übernehmen. Wo sie mit Menschen zu tun hat, an Projekten mitarbeitet und dabei auch eine Führungsrolle einnimmt. Nach und nach kommen ihr immer mehr Ideen und Erkenntnisse, wie sie im Grunde gerne wäre, und sie findet immer mehr Gefallen daran. Somit fängt sie also an, anders zu denken und zu fühlen. Sie beschliesst gleich heute noch im Internet nach Kleidern und Schuhen Ausschau zu halten, die dem entsprechen, wie sie sich zukünftig kleiden will.
Die negative Stimme des Verstandes in ihrem Kopf ist etwas leiser geworden. Auch deshalb, weil unsere gute Dame so in ihrer neuen Rolle und Sein vertieft ist, dass der Verstand eingesehen hat, dass er es wohl nicht schafft, seinem Menschen etwas anderes einflüstern zu können.
In der kommenden Woche besucht unsere Petra einen Coiffeursalon und lässt sich beraten. Sie informiert die Coiffeuse, was ihr vorschwebt. Als sie später den Salon wieder verlässt, hat sie eine neue Frisur und schaut sich bei jeder Gelegenheit in einem Spiegel an, um sich daran zu erfreuen. In derselben Woche kauft sie sich die ersten neuen Kleider, die ihrer Meinung nach genau die sind, die sie schon immer gerne tragen wollte und nun beginnt sie, nachdem sie den ersten Schritt mit der neuen Frisur gemacht hat, auch ihr Outfit nach und nach zu verändern. Sie lebt und fühlt immer mehr und mehr, wie sie die Person ist, die sie sein will.
Schliesslich wird unsere Petra auch in ihrer Firma mehr wahrgenommen. Arbeitskollegen die sie vorher kaum beachtet haben, fangen an, sie am Morgen zu grüssen.
Zwei Punkte waren für die Veränderung unserer guten Dame wichtig:
- Wollen
- Zulassen
Um sich verändern zu wollen, muss man als Person selbst erstmal die gewünschte Veränderung für sich und sein Leben wollen. Und dann auch zulassen, zulassen, dass die Veränderung mit einem geschieht, zulassen anders zu denken und zu fühlen als bisher. Es soll dir auch egal sein, was andere Menschen denken und wie viel Geld du verdienst. Zulassen, alte Gewohnheiten loszulassen und neue förderliche Gewohnheiten zur Gewohnheit zu machen.
Unsere Petra musste die gewünschten Veränderungen in ihren Leben wollen. Sie musste die vorgestellten Wünsche und Visionen wollen, in ihnen schwelgen, sich so fühlen, als wäre sie bereits die Frau, die sie sein wollte.
Es muss sich stimmig und richtig anfühlen. Dann musst du diese Energie, diese Schwingung, aufrecht erhalten. Und wenn ein negativer Gedanke kommt – die kommen leider von selbst – diesen zur Kenntnis nehmen, dich aber unbeirrt wieder dem zuwenden, was du willst.
Seine Aufmerksamkeit auf die schönen und wünschenswerten Dinge richten, dann beginnen die Veränderungen nach und nach. Du weisst ja, „verändere dein Denken und dein Fühlen, und du veränderst dein Leben“. Es ist kein Hexenwerk, doch diese Arbeit musst du schon selbst tun, die kann dir kein anderer Mensch abnehmen. Denn schliesslich hat jeder von uns andere Vorstellungen vom eigenen Leben, wenn ich was will, heisst das noch lange nicht, das mein Nachbar oder ein guter Freund dasselbe will.
Also nochmals: WOLLEN – ZULASSEN – GLAUBEN.
Mit Glauben meine ich, dass du daran glaubst, davon überzeugt bist, die Person zu sein, die du sein willst, weil es sich für dich richtig und stimmig anfühlt. Am besten siehst du es als völlige Selbstverständlichkeit an, dass sich die Dinge und Umstände zu deinen Gunsten verändern, anpassen und verbessern – Punkt.
Und wie ich im Titel schrieb: „UND, schon angefangen oder noch am Zuwarten?“ Fange an, warte nicht länger ab. Du denkst ja sowieso den ganzen Tag lang irgendetwas und bist in einer bestimmten Stimmung (Energie oder Schwingung). Dann kannst du doch auch gleich etwas Positives, Aufbauendes über Dich denken, und damit beginnen, die Person zu sein, die du sein willst.
Ich wünsche dir wie immer nur das Beste und tolle Ergebnisse. Halte mich doch über Deine Fortschritte auf dem Laufenden:
kontakt@bewusstsein-entfaltung.ch
Dein Fritz Dominik Buri
Zertifizierter NLP Practioner der AUNLP und lizenzierter Life Coach





