Schweizer BIP Q1 verdoppelte sich gegenüber Vorquartal
Die um Arbeitstageffekte bereinigten Dienstleistungsumsätze sind im März 2026 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 2,1% gestiegen. Dies zeigen die provisorischen Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Zudem wuchs im 1. Quartal 2026 das Sportevent-bereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz um 0,4 %. Das ist eine Verdoppelung gegenüber den +0,2 % im Vorquartal. Die Industrie stützte das Wachstum massgeblich. Der Dienstleistungssektor wuchs bei heterogenen Branchenergebnissen verhalten. Die inländische Endnachfrage hingegen lässt noch etwas auf sich warten.
Wertschöpfung des Industriesektors wuchs im Q1 2026 kräftig
Die Wertschöpfung des Industriesektors (+1,3 %) wuchs im 1. Quartal kräftig, nach mehreren Quartalen mit einer verhaltenen Entwicklung. Als massgebliche Wachstumsstütze erwies sich das verarbeitende Gewerbe (+1,5 %), insbesondere das übrige verarbeitende Gewerbe (+4,6 %). In mehreren Industriebereichen legten Umsätze und Exporte zu.
Die Wertschöpfung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie (−3,4 %) entwickelte sich hingegen rückläufig; die Ausfuhren chemisch-pharmazeutischer Produkte gingen zu Jahresbeginn zurück. In der Summe gaben die Warenexporte nach (−2,2 %).
Transport- und Finanzbranche legten zu
Im Dienstleistungssektor (+0,2 %) blieb die Dynamik verhalten, die einzelnen Branchen entwickelten sich unterschiedlich. Positive Beiträge kamen insbesondere von der Transportbranche (+1,9 %) und von den Finanzdiensten (+1,3 %) im Zuge einer Zunahme bei den Zins- und Kommissionserträgen. Demgegenüber schloss der Handel (−0,8 %) im Minus. Der Rückgang im Detailhandel (−1,3 %) steht im Einklang mit den nahezu stagnierenden privaten Konsumausgaben (−0,0 %). Verschiedene Detailhandelsrubriken entwickelten sich rückläufig; zudem begrenzte die milde Witterung den Heizbedarf. Aufgrund nachlassender Übernachtungszahlen inländischer und ausländischer Gäste verzeichnete auch das Gastgewerbe (−0,6 %) einen leichten Wertschöpfungsrückgang. Insgesamt wuchsen die Dienstleistungsexporte aber mit +0,5 % leicht.
Inländische Nachfrage steigt ganz leicht an – vor allem dank dem Staat
Die inländische Endnachfrage (+0,1 %) entwickelte sich in der Summe leicht steigend. Der Staatskonsum (+0,9 %) nahm zwar überdurchschnittlich zu. Gleichzeitig gingen aber die Investitionen zurück. Die Ausrüstungsinvestitionen (−0,2 %) wurden durch EDV, Maschinen und EDV-Dienstleistungen gestützt; rückläufige Investitionen in Fahrzeuge sowie in Forschung und Entwicklung überwogen jedoch. Die Bauinvestitionen blieben mit (−0,2 %) fast neutral. Der Wohnbau gab etwas nach, während der Tiefbau stagnierte. Die Importe sanken um −2,4 %.
Quelle: Schweizer Bundesamt für Statistik BFS „Bruttoinlandprodukt im 1. Quartal 2026: Wachstumsbeschleunigung zum Jahresauftakt“
Quelle: Schweizer Bundesamt für Statistik BFS „Detailhandelsumsätze im April 2026“
Bild: Zur Verfügung gestellt von Coop © Coop









