Mit 5,3 Millionen Eintritten verzeichneten die Schweizer Kinos im ersten Halbjahr 2026 grossartige Zahlen – und das trotz Netflix und Co. Im Vergleich zum Jahr 2023 stiegen die Besucherzahlen um 17%. Sie liegen damit zwar immer noch weit unter dem Niveau vor den Coronamassnahmen des Bundesrates von 6 Millionen Kinobesuchern im Jahr 2019.
Tessiner und Romands gehen wieder deutlich mehr ins Kino
Der Aufschwung in den Kinosälen zeigte sich in allen Regionen. Doch besonders deutlich fiel er im Tessin aus mit einem satten Plus von +33%, gefolgt von der Romandie mit +29% mehr Kinobesuchen. Auch die Deutschschweizer zog es 2026 wieder mehr ins Kino: Die Säle verzeichneten ein Plus von +16%.
Grosse Kinocenter legten mehr zu
Von diesem Anstieg profitieren alle Kinotypen. Besonders stark legten Multiplexe mit acht oder mehr Sälen zu. Sie registrierten ein Plus von 22%.
US-Filme legten um 39% zu – aber auch ein Schweizer Film in den Top 5
Filme aus den USA steigerten ihre Besucherzahlen um 39% und dominierten die Top 5 des ersten Halbjahres. Doch in der ersten Jahreshälfte 2025 war in den Top 5 ein Schweizer Film («Heldin») vertreten.
Europäische Filme verzeichneten hingegen einen Rückgang um -5%. Auch das Schweizer Kino hatte im ersten Halbjahr 2026 einen schweren Stand: Sein Marktanteil sank im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um -27%. Filme aus anderen Ländern legten hingegen um +49% zu.
Open-Air-Kinos fehlen in der Liste
Dies sind provisorischen Zahlen des BFS zur Jahresmitte. Die Statistik deckt alle Kinos in der Schweiz ab, die beim Bundesamt für Kultur (BAK) registriert sind, mit Ausnahme von Open-Air-Kinos, mobilen Kinos, Erotik-Kinos, virtuellen Kinos und Festivals.
Quelle: Schweizer Bundesamt für Statistik „Film- und Kinostatistik: Neue Zahlen zum Kinojahr 2026“
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