Kantonale Ergebnisse zur PISA-Studie – Wallis und Schaffhausen am schlausten, Zürich und Tessin auf den letzten Plätzen

pisa-statistik-kantone-2011

Leseleistungen nach Sprachregionen und Kanton (Schüler der 9. Klasse)

  1. VS (f) 522
  2. SH 522
  3. FR (f) 520
  4. AR 508
  5. AG 505
  6. SG 505
  7. VS (d) 504
  8. NE 504
  9. JU 504
  10. BE (d) 504
  11. NE 504
  12. JU 504
  13. BE (d) 502
  14. VD 501
  15. GE 501
  16. FL (Fürstentum Lichtenstein) 496
  17. BE (f) 495
  18. ZH 492
  19. TI 485

 

Wichtig für das nationale Bildungsmonitoring

Die PISA-Erhebungen stellen zur Zeit die einzigen nationalen Leistungsmessungen im Bereich der obligatorischen Schule für die Schweiz dar. Diese Daten sind dementsprechend für das nationale Bildungsmonitoring wichtig. Die nationalen und kantonalen PISA-Resultate fliessen ein in den nationalen Bildungsbericht und können bildungsplanerische Prozesse anstossen. PISA leistet einen wichtigen Beitrag zur Transparenz über Stand und Entwicklungen der Schülerleistungen innerhalb der Schweiz. Ab 2014/15 wird man in der Schweiz erstmals über systemeigene Leistungsmessungen verfügen. Ab dann sieht die EDK im Rahmen des Bildungsmonitorings eine Überprüfung der EDK-Grundkompetenzen (Bildungsstandards) vor.

Wirkung von Leseförderungs-Massnahmen für anderssprachige Schüler kann nicht nachgewiesen werden

Seit PISA 2000 haben die Kantone zahlreiche Massnahmen zur Leseförderung unternommen. Mit PISA kann die Wirkung bildungspolitischer Massnahmen nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Dennoch kann gesagt werden, dass die Veränderungen zwischen PISA 2000 und 2009 entsprechend den Zielen der Leseförderungs-Massnahmen ausgefallen sind. Statistisch signifikante Verbesserungen sind bei jenen Schülerinnen und Schülern nachweisbar, auf die sich der Fokus dieser Massnahmen richtete: leseschwache Schülerinnen und Schüler und Schülerinnen und Schüler mit anderssprachigem Hintergrund.

Geschlecht, soziale Herkunft, Migration

Es zeigt sich – wie bereits aus den früheren Erhebungen bekannt –, dass die soziale Herkunft, das Geschlecht, der Migrationshintergrund und die zu Hause gesprochene Sprache der Schülerinnen und Schüler mit den Leistungen in den drei getesteten Bereichen zusammenhängen. Mädchen erreichen beispielsweise tendenziell bessere Leseleistungen, Knaben tendenziell bessere Mathematikleistungen. Diese Effekte zeigen sich für alle Regionen und Kantone, wenn auch teilweise mit verschiedener Stärke. So ist beispielsweise die Bedeutung der sozialen Herkunft und des Migrationshintergrundes für die Leseleistungen in der Deutschschweiz und in der Westschweiz grösser als in der italienischsprachigen Schweiz. In der italienischsprachigen Schweiz sind auch die Geschlechterunterschiede beim Lesen am kleinsten.

Zwischen 2000 und 2009 hat sich für das Lesen die Einflussstärke von Geschlecht und sozialem Hintergrund nicht verändert. Abgenommen hat hingegen die Bedeutung des Migrationshintergrunds (siehe oben «Weniger leseschwache Schülerinnen und Schüler»)

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