Titelseite » News » Gute Nachrichten » Bundesrat Pfister: Topfitte Schweizer – Helvetier sind auch 2026 sportlich aktiv – am liebsten in der Schweizer Natur

Bundesrat Pfister: Topfitte Schweizer – Helvetier sind auch 2026 sportlich aktiv – am liebsten in der Schweizer Natur

Schweizer ein Volk von Sportlern

Das ist ja eine erfreuliche Nachricht, des Bundesamtes für Sport, die Bundesrat Martin Pfister heute am 18.06.2026 vorgestellt hat: Die Schweizer Bevölkerung bleibt sportlich aktiv und bewegt sich am liebsten in der freien Natur, rennen über satten Wiesen, wedeln von verschneiten Bergen und schwimmen im kristallklaren Wasser der Schweizer Seen. Die beliebtesten Bewegungsarten von Herr und Frau Schweizer sind Wandern, Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Joggen. Bundesrat Pfister bezeichnete das heute als „Helvetischen Fünfkampf“ 🙂 . Langsam werden die traditionellen Sportarten aber von den moderneren Varianten Krafttraining im Fitnessstudio und vom beliebten und gesunden Yoga eingeholt. Dies alles sind Ergebnisse aus der Studie «Sport Schweiz 2026» die das Bundesamt für Sport BASPO heute an einer Pressekonferenz mitgeteilt hat. Wir haben alle Details dazu:

Werbung

52% der Schweizer sind sehr aktiv – nur 17% sind Couch Potatoes

Die Sportaktivität der Schweizer Bevölkerung bleibt auf hohem Niveau stabil. Bis jetzt steigerte sich der langjährige Trend stets ein wenig nach oben, nun bleibt die Entwicklung stabil: Der Anteil an sehr Aktiven Schweizern beträgt sportliche 52%. Im Gegensatz dazu zählen sich nur gerade 17% zu ausgemachten Faultieren, die es mit Winston Churchills Gesundheits-Motto „No Sports“ bequem gemacht haben.

Vorübergehender „Marschhalt“ oder Sättigung des Booms?

Das zeigt eine neue, repräsentative Studie des Bundesamts für Sport BASPO, an der rund 15’000 Personen mitgemacht haben. Ob der Sportboom der letzten Jahre damit seinen Zenit erreicht hat und nicht mehr Schweizer sich sportlich betätigen werden, lässt sich aus heutiger Sicht nicht abschätzen. Armee Oberst Pfister vermutete, es könnte sich auch nur um einen „Marschhalt“ handeln, bevor die Zahlen der sportlich aktiven sich weiter steigern wird.

Ein Land von Sportlern: Schweiz an europäischer Spitze

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern erweist sich die Schweiz nach wie vor als überaus sportlich und liegt zusammen mit den skandinavischen Ländern an der Spitze. Auch in der Schweizer Bevölkerung geniesst der Sport ein sehr gutes Image sowie eine hohe Akzeptanz und wird mit vielen positiven Assoziationen verbunden. Die wichtigsten Motive, um Sport zu treiben, sind Gesundheit, Fitness, Freude an der Bewegung.

66% der Schweizer nutzen die schöne Natur als ihr Fitnesscenter

Wichtig sind den Schweizer offenbar auch das Naturerlebnis. Die freie Natur wird denn auch von zwei Dritteln der Bevölkerung als Sportarena genutzt: Outdoorsport steht bei der Nutzung von Sporträumen deutlich an erster Stelle aller möglichen Optionen.

So geht der «Helvetische Fünfkampf»

Bundesrat und Oberst Martin Pfister war an der heutigen Präsentation guter Laune und präsentierte den „Schweizer Fünfkampf“ 🙂 . Und der geht so:

  • Wandern (49% der Bevölkerung)
  • Radfahren (34%)
  • Schwimmen (25%)
  • Skifahren (23%)
  • Joggen (23%)

Krafttraining und Yoga legen zu – erstmals mehr Menschen in Fitnesscentern als in Vereinen

Doch auch Krafttraining (20%) und Yoga (16%) haben im Untersuchungszeitraum stark an Beliebtheit zugenommen. Das spiegelt sich auch in den Mitgliedschaften von Sporttreibenden wider: Erstmals sind mehr Personen im Alter ab 15 Jahren Mitglied in einem Fitnesscenter (22%) als in einem Sportverein (19%).

Massgeblich beeinflusst wird die Sportaktivität von sozialen Unterschieden. Insbesondere bezüglich Einkommen und Bildung ist ein deutlicher sozialer Gradient vorhanden: Je höher das Einkommen und die Bildung, desto mehr Sport wird getrieben.

Coronamassnahmen hatten Einfluss auf Sportaktivitäten – Tessiner kehren nicht in Vereine und Fitnesscenter zurück

In der Deutschschweiz und der französischen Schweiz verharrt die Sportaktivität mehr oder weniger auf dem Niveau von 2020, im Tessin ist der Rückgang dagegen beträchtlich. Dieser könnte eine Spätfolge der Coronamassnahmen des Bundesrates sein: Das Tessin war punkto sportlicher Aktivitäten von „rigoroseren Einschränkungen“ betroffen als der Rest der Schweiz. Das gab der Bundesrat heute selber zu. Die Ausgrenzungen nehmen die Tessiner den Sportcentern und Vereinen vielleicht noch mehr übel als die Deutschschweizer, oder sie haben Alternativen gefunden, die sie nun nicht mehr zurück ändern möchten.

Sport zu Hause hat durch Coronamassnahmen stark zugenommen

Ebenso kann eine Zunahme von sportlichen Aktivitäten zuhause als längerfristige Auswirkung der Coronamassnahmen interpretiert werden. Bereits die Studie «Sport Schweiz light 2022» hatte festgestellt, dass die Bundesrätlichen Verfügungen zu spürbaren Veränderungen im Sportverhalten führte.

Die eigenen vier Wände sind als Sport-Location in den letzten sechs Jahren gewachsen. Das ist für Fitnesscenter und Vereine ein bisschen traurig, aber wichtiger ist, dass die Schweizer überhaupt Sport treiben und fit bleiben.

Infobox: Studie Sport Schweiz 2026

Die Studie «Sport Schweiz 2026» untersuchte die Sportaktivität und die Sportinteressen der Schweizer Wohnbevölkerung ab 15 Jahren. Sie wurde von Lamprecht & Stamm Sozialforschung und Beratung im Auftrag des Bundesamts für Sport BASPO durchgeführt und erscheint alle sechs Jahre. Teilgenommen haben gemäss BASPO rund 15’000 Personen.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS: Studie «Sport Schweiz» Medienkonferenz vom 18. August 2026

Werbung
Nach oben scrollen