Zukünftige Preise der Bahn wie beim Fliegen: Beliebte Destinationen zu Stosszeiten teurer, zu Randzeiten billiger

Kommentar von Pascal Gentinetta, Direktor von economiesuisse: Weil sie im­mer stärker genutzt wird, muss die Bahninfra­struktur in den kommen­den Jah­ren gezielt erneuert und aus­ge­baut wer­den. Das kostet Geld. Allerdings ist be­reits der Un­terhalt des be­stehen­den Net­zes nicht aus­rei­chend fi­nanziert. Zurzeit läuft die Vernehmlassung zur Vorla­ge „Fi­nanzierung und Aus­bau der Bahninfra­struktur“. Für die Wirt­schaft ist klar: Ei­ne weite­re Fi­nanzierung des Bahn­ausbaus über neue Steuern und über die Quersubventionierung durch den Strassenverkehr ist abzulehnen.

Werbung

Überfüllte Züge morgens und abends beweisen, dass Nachfrage besteht

Die Fi­nanzierungs­lösung ist der Bahnnutzer. Die überfüll­ten Züge beweisen täglich, dass ei­ne ech­te Nach­fra­ge be­steht. Vor al­lem aber zei­gen sie auf, dass die aktuel­len Tarife auf vie­len dicht befah­renen Stre­cken viel zu niedrig sind. Heu­te ent­fernen sich die Abonnem­ents­preise im Personenverkehr im­mer wei­ter von den tatsächl­i­chen Kos­ten. Die­se ökonomisch un­sinnige ver­steck­te Subventi­ons­politik über den Preis setzt auch raumpla­ne­risch fal­sche Anreize und darf nicht wei­ter verfolgt wer­den.

Wie beim Fliegen: Montagmorgen Winterthur-Zürich teurer, Dienstagnachmittag Winterthur-Säntis zum Schnäppchenpreis

Es ist stattdes­sen, das Verursa­cher­prinzip wieder deutlich zu stärken: Wer die Bahn benutzt, soll mehr als bisher dafür bezah­len. Insbesonde­re, wer zu Stoss­zei­ten häufi­ger fährt, muss ent­spre­chend stärker zur Kasse gebe­ten wer­den. Was im Flugverkehr schon lange gang und gäbe ist, könnte auch für den Bahnverkehr zum Erfolgsmodell wer­den.

Pascal Gentinetta, Direktor economiesuisse

Weitere Informationen über die economiesuisse: www.economiesuisse.ch

Werbung