BFS: Schweizer Löhne stiegen 2025 um 1,6% – Frauen profitierten von stärkerer Lohnerhöhung 2025

Lohnerhöhung Schweiz 2025

Juhu, die Schweizer erhielten 2025 eine saftige Lohnerhöhung: 2025 erhöhte sich der Nominallohnindex der Schweiz gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 1,8% auf 106,1 Punkte. Zieht man die durchschnittliche Schweizer Teuerung von +0,2% ab, ergibt sich eine Erhöhung der Schweizer Löhne von satten 1,6%. Über alle Wirtschaftszweige hinweg erhöhten sich die Nominallöhne der Frauen im Jahr 2025 durchschnittlich um 2,3%, jene der Männer bloss um 1,5%. Dies sind zumindest die Berechnungen des Bundesamtes für Statistik BFS. Wir haben weitere Details dazu:

Werbung
Webdesigner Winterthur InternetGrafik

Nominallöhne 2025 stiegen in der Industrie um 1,5%, im Baugewerbe um 1,3%

Im Industriesektor erhöhten sich die Nominal-Löhne 2025 um 1,5% (2024: +1,5%; 2023: +2,1%). Das ist etwas weniger stark als in der Schweizer Gesamtwirtschaft (+1,8%). Die Nominallöhne stiegen im verarbeitenden Gewerbe insgesamt um 1,7%, im Baugewerbe um 1,3%.

Von Branche zu Branche ist der Lohnanstieg unterschiedlich. Am stärksten war die Zunahme in der Branche der Mineralölverarbeitung und Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen mit einem Lohn-Plus von +3,1%. Auch in der «Herstellung von Metallerzeugnissen» (+2,4%) und in der «Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, Uhren und elektrischen Ausrüstungen» (+2,3%) lag der nominale Anstieg über dem Durchschnitt des Sektors. Im «Maschinenbau, Fahrzeugbau» fiel die Lohnentwicklung hingegen kleiner aus (+0,7%).

Stärkerer Anstieg der Löhne im Dienstleistungssektor

Im Dienstleistungssektor erhöhten sich die Nominallöhne 2025 mit durchschnittlich 1,9% sogar noch etwas stärker als im Industriesektor. Sie entwickelten sich allerdings nicht allen Wirtschaftszweigen gleich, die Zunahmen bewegten sich zwischen 0,4% und 3,3%.

In den Branchen «Beherbergung und Gastronomie», «Verkehr und Lagerei» sowie «Post-, Kurier- und Expressdienste» lag der Anstieg nahe am Durchschnitt des Sektors (1,7%). Die stärksten Zunahmen wurden in der «Öffentlichen Verwaltung» (+3,3%) sowie den «Freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Tätigkeiten» (+2,6%) verbucht. Der «Handel» (+1,5%) hinkte leicht hinter dem Durchschnitt des Sektors zurück.

Demgegenüber stiegen die Nominallöhne in den Branchen «Gesundheitsweisen; Heime und Sozialwesen» (+0,4%) sowie «Sonstige wirtschaftliche Tätigkeiten» (+0,7%) nur leicht.

Reallohnanstieg um 1,6% – grösstes Plus seit 2009

2025 nahm die Kaufkraft der Löhne im zweiten Jahr in Folge zu (2024: +0,7%). Vor allem der Umstand, dass die Inflation gegenüber den Vorjahren stark abgenommen hat (+0,2 gegenüber +1,1% im Jahr 2024 und +2,1% im Jahr 2023) führte zusammen mit dem Anstieg der Nominallöhne um 1,8% gesamtwirtschaftlich zu einer Erhöhung der Reallöhne um 1,6%.

Es handelt sich um das deutlichste Plus seit über 15 Jahren, als im Jahr 2009 die Löhne um +2,6% stiegen. Eine vergleichbare Zunahme wurde einzig 2015 und 2020 beobachtet (+1,5%).

Frauen profitierten am meisten von Lohnerhöhung 2025

Stärkere Nominallohnerhöhung bei den Frauen: Über alle Wirtschaftszweige hinweg erhöhten sich die Nominallöhne der Frauen im Jahr 2025 durchschnittlich um 2,3%. Frauenpower! Die Lohnerhöhung für die Männer stieg um 1,5%. Das ist auch nicht schlecht, aber die Frauen übertrafen die Männer doch deutlich.

Quelle: Schweizer Bundesamt für Statistik BFS: „Die Reallöhne sind im Jahr 2025 um 1,6% gestiegen

Bild: © Sulzer

Nach oben scrollen