Bern, 14.05.2013 – Der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) wurden 2012 verdächtige Vermögenswerte in der Höhe von über drei Milliarden Franken gemeldet. Mit total 1‘585 Meldungen blieb die Anzahl der Verdachtsmeldungen auf einem hohen Niveau. Die Weiterleitungsquote der Verdachtsmeldungen an die Strafverfolgungsbehörden betrug rund 86%.
2012 weniger Verdachtsmeldungen als im Vorjahr
Anders als 2011 war das Berichtsjahr 2012 nicht von tiefgreifenden politischen Ereignissen und Veränderung wie beispielsweise dem Arabischen Frühling geprägt. Diese Ereignisse hatten im Vorjahr zu zahlreichen Verdachtsmeldungen geführ.
2012 gab es weniger grosse Fallkomplexe mit zahlreichen zusammenhängenden Verdachtsmeldungen. Die Anzahl Verdachtsmeldungen ging um 40 auf 1’585 Meldungen zurück, ebenso die Weiterleitungsquote (-5%).
Involvierte Vermögenswerte übersteigen drei Milliarden Franken
Die Summe der in den Verdachtsmeldungen bezifferten Vermögenswerte belief sich 2012 auf 3,15 Milliarden Franken. Dies entspricht den Werten des Vorjahres (3,28 Milliarden Franken). Dabei vereinten alleine sechs Meldungen Vermögenswerte über ein Gesamtvolumen von 1,44 Milliarden Franken. Drei dieser sechs Meldungen standen in Zusammenhang mit einem Verdacht auf Veruntreuung von ausländischen Staatsgeldern, zwei mit mutmasslichen Urkundenfälschungs- und Betrugsdelikten. Eine weitere Meldung betraf eine angeblich kriminelle Organisation mit Sitz in Asien.
Gleich geblieben ist der Trend der letzten Jahre: Erneut stammten zwei Drittel der Meldungen von Banken (66%), gefolgt von Zahlungsverkehrsdienstleistern (23%), Treuhändern (4%) und Vermögensverwaltern (3%). Bei den gemeldeten Verdachtsfällen bleibt der Betrug unverändert die am häufigsten vermutete Vortat: Knapp ein Drittel aller Verdachtsmeldungen stand in Zusammenhang mit mutmasslichen Betrugsdelikten.
7,47 Millionen für Terrorismusfinanzierung entdeckt
Die Zahl der Verdachtsmeldungen betreffend die Terrorismusfinanzierung ist mit 15 Meldungen gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen (+5). Darunter waren jedoch nur drei Einzelfallmeldungen. Die anderen zwölf Meldungen betrafen zwei Fallkomplexe von je sechs Meldungen. Die gemeldeten Vermögenswerte beliefen sich auf rund 7,47 Millionen Franken, was deutlich mehr war als im Vorjahr (0,15 Millionen Franken). Für die hohe Summe verantwortlich war ein einziger Fallkomplex mit 7,45 Millionen Franken.
Quelle: Bundesamt für Polizei
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