Bau-Konzern Implenia baut auf Erfolg – erster Nachhaltigkeits-Bericht veröffentlicht

Implenia-Metertasche

Der im Bau- und Immobiliensektor tätige Generalunternehmer Implenia steigerte den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2012 um 10,1% auf 1195 Mio. Franken (1. Halbjahr 2011: 1085 Mio. Franken). Unter Ausklammerung des Beitrags von Implenia Norge in Höhe von 84,4 Mio. Franken entspricht dies einem organischen Wachstum von 2,4%. Die Erträge erhöhten sich derweil markant: das EBIT der Konzernbereiche nahm um zwei Drittel auf 26,2 Mio. Franken zu, während sich das operative Ergebnis auf 24,2 Mio. Franken fast verdoppelte. Das Konzernergebnis stieg von 4,2 auf 13,1 Mio. Franken. Der Auftragsbestand kletterte um 9,1% auf 3283 Mio. Franken und liegt damit im langjährigen Vergleich auf hohem Niveau. (1. Halbjahr 2011: 3008 Mio. Franken).

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Dank des konsequenten Managements des Netto-Umlaufvermögens konnte Implenia die Netto-Cash-Position auf neu knapp 140 Mio. Franken beinahe verdreifachen. Verglichen mit dem ersten Semester 2011 ging der saisonal bedingte Geldmittelabfluss im ersten Halbjahr um mehr als 70 Mio. Franken von -101,4 Mio. Franken auf -29,4 Mio. Franken zurück. Insbesondere die Generalunternehmung und Bau Infra haben zur Verschlankung der Bilanz gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 und zu einer Reduktion des investierten Kapitals um 12,1% beigetragen.

Erfolgreicher Konzernbereich Real Estate

Real Estate verzeichnete in der Generalunternehmung einen guten Geschäftsgang sowie ein deutliches Plus in der Projektentwicklung. Der EBIT für den Konzernbereich erhöhte sich insgesamt um 10,1% auf 20,1 Mio. Franken (1. Halbjahr 2011: 18,2 Mio. Franken). Der Auftragsbestand lag mit 1617 Mio. Franken auf dem ausgezeichneten Niveau des Vorjahrs (1. Halbjahr 2011: 1603 Mio. Franken). Auslaufende Grossprojekte konnten durch neue Projekte wie den JTI-Hauptsitz in Genf oder den Park Tower in Zug ersetzt werden.

Die Generalunternehmung knüpfte im ersten Halbjahr 2012 mit einem EBIT von 9,5 Mio. Franken (+1,4%) an das Rekordniveau der Vorjahresperiode an. Der Umsatz ist wegen der intensiven Schlussphase beim Grossprojekt auf dem Baufeld A der Europaallee in Zürich gestiegen. Die Kapazitäten wurden allerdings nicht erweitert. Um das Risikoprofil bei der Projektabwicklung in der Generalunternehmung zu optimieren, führt Implenia zurzeit ein neues Steuerungssystem ein, das auch das Management von Risiken umfasst. Der Bestand der technischen Mitarbeiter ist um 5% gestiegen. Damit soll die Qualität in der Arbeitsvorbereitung und in den frühen Bauphasen weiter verbessert werden.

Das Immobiliensegment (Projektentwicklung) war ebenfalls sehr gut unterwegs und steigerte den EBIT deutlich. Implenia sieht darin ihre Strategie bestätigt, die Aktivitäten in der Projektentwicklung zu erhöhen und dadurch auch den Anteil intern generierter Generalunternehmungs- und Bauproduktionsaufträge zu steigern. Derzeit befinden sich mehrere Grossprojekte in Realisation. Mit Investitionen in neue Projekte in Höhe von 30 Mio. Franken konnte gleichzeitig der Wert der Landbank auf dem Niveau per Jahresende 2011 gehalten werden.

Konzernbereich Bau Infra wieder auf Kurs

Der Konzernbereich Bau Infra (Strassen-, Hoch- und Tiefbauprojekte, Ingenieurtiefbau, Spezialtiefbau) weist mit 559,6 Mio. Franken für das erste Halbjahr 2012 eine Produktionsleistung im Bereich des Vorjahrs aus. Das EBIT konnte gegenüber dem ersten Semester 2011 um über 6 Mio. Franken verbessert werden (-6,7 Mio. Franken per 30.6.2012). Gestützt auf die gute Baukonjunktur und eine verbesserte Akquisitionsleistung stieg der Auftragsbestand um mehr als einen Fünftel auf 961,0 Mio. Franken (1. Halbjahr 2011: 790,2 Mio. Franken).

Nachdem das erste Quartal infolge des aussergewöhnlich kalten Februars eher schwach ausfiel, zogen die Aktivitäten im zweiten Quartal merklich an. Grund dafür war der stark verbesserte Geschäftsgang im Spezialtiefbau, der seinerseits auf eine Festigung der Marktsituation zurückzuführen ist. Zudem ist es gelungen, die Fixkosten beim Personal generell und insbesondere im Hochbau stärker zu variabilisieren. Bei Letzterem konnte die Ertragssituation stabilisiert werden. Die Anfang Jahr eingeleiteten Massnahmen sollten sich mittelfristig positiv auswirken. Dank Massnahmen zur Reduktion der Kapitalbindung hat Bau Infra insgesamt einen wesentlichen Beitrag zur verbesserten Cash-Situation innerhalb des Konzerns geleistet.

Im Juni 2012 hat Implenia die Übernahme der Locher Bauunternehmer AG bekannt gegeben. Vor diesem Hintergrund sowie mit Blick auf die Modernisierungsstrategie von Implenia (siehe unten) wird innerhalb der Bau Infra ein neuer, eigenständiger Geschäftsbereich „Infra Modernisierung“ geschaffen, der die bestehenden Aktivitäten im Bereich Erhaltung (z.B. Betoninstandsetzung) und die Infrastruktursanierungsaktivitäten der Locher Bauunternehmer AG zusammenfasst.

Industrial Construction in der Schweiz und in Norwegen gut unterwegs

Industrial Construction (Tunnelling, Prime Buildings) steigerte die Produktionsleistung im ersten Halbjahr 2012 um 9,5% über das Vorjahresniveau auf 217,0 Mio. Franken (1. Halbjahr 2011: 198,2 Mio. Franken). Das EBIT erhöhte sich um fast einen Viertel auf 12,8 Mio. Franken (1. Halbjahr 2011: 10,3 Mio. Franken). Dank des Beitrags von Implenia Norge konnte der Auftragsbestand trotz des rückläufigen Volumens im Schweizer Tunnelbaumarkt mit 704,8 Mio. Franken auf dem Niveau des Vorjahrs gehalten werden (1. Halbjahr 2011: 698,6 Mio. Franken).

Mit einer EBIT-Steigerung um fast einen Drittel auf 15,2 Mio. Franken erzielte der Bereich Tunnelling trotz eines leicht tieferen Volumens im Zuge der auslaufenden Arbeiten an der NEAT ein hervorragendes Ergebnis. Belastet wurde das Resultat durch Start-up-Probleme bei den ersten Projekten im Mittleren Osten. Implenia Norge präsentiert ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. Das Resultat der Geschäftseinheit fällt insgesamt jedoch saisonal bedingt und unter Berücksichtigung von Integrationskosten sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten im ersten Halbjahr mit -0,9 Mio. Franken vorerst noch negativ aus. Implenia ist in Norwegen gut aufgestellt, so dass per Ende Jahr erstmals mit einem positiven Beitrag zum Konzernergebnis gerechnet werden kann. Dank erfreulicher Akquisitionstätigkeit befindet sich Implenia Norge auf Erfolgspfad und hat ihren Auftragsbestand seit der Übernahme mit fast 200 Mio. Franken mehr als verdoppelt.

Der Geschäftsbereich Prime Buildings, der Beratung auf internationaler Ebene für anspruchsvolle Real-Estate-Projekte anbietet, entwickelte sich enttäuschend. Ein „Break-even“ per Ende Jahr rückt ausser Reichweite. Prime Buildings dürfte deshalb per 1. Januar 2013 neu positioniert werden.

Potenzial im Modernisierungsmarkt nutzen

Der Modernisierungsmarkt in der Schweiz verfügt über grosses Potenzial und bietet interessante Marktchancen. An dieses Wachstumsfeld der Zukunft knüpft Implenia mit einer gezielten und auf ihre Kunden ausgerichteten Modernisierungsstrategie an. Im Berichtszeitraum hat Implenia in den Aufbau einer neuen stark marktorientierten organisatorischen Einheit investiert. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um künftig den Modernisierungsmarkt gezielt zu bearbeiten und die Wachstums- und Ertragsmöglichkeiten im Heimmarkt Schweiz optimal zu nutzen.

Erster Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht

Nachhaltigkeit ist für die Zukunftsfähigkeit von Implenia entscheidend und deshalb in der Strategie des Unternehmens verankert. Implenia will in allen Bereichen den wirtschaftlichen Erfolg und die soziale sowie ökologische Verantwortung in Einklang bringen. Mit dem Erscheinen des Halbjahresberichts 2012 veröffentlicht Implenia nun ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht. Das Unternehmen schafft darin Transparenz und legt erstmals systematisch Rechenschaft darüber ab, wo man heute in den verschiedensten Bereichen steht. Darüber hinaus präsentiert Implenia ihre künftigen Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und zeigt auf, wie sie diese erreichen wird.

Zuversichtlicher Ausblick

Gestützt auf das gute konjunkturelle Umfeld und einen Auftragsbestand auf sehr hohem Niveau, der weit über das laufende Jahr hinausreicht, blickt Implenia positiv in die Zukunft. Alle drei Konzernbereiche sind strategisch, operativ und personell gut aufgestellt, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Für das Gesamtjahresergebnis ist Implenia zuversichtlich und befindet sich auf dem Weg zu ihrem mittelfristigen operativen Ergebnisziel von 100 Mio. Franken.

 

Quelle: Implenia
Bild: © Implenia

  

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