Naja das kann ja jedem Haushalt mal passieren: Der Schweizer Bund hat sich um läppische 1500 Millionen Franken verrechnet. Auch die zweite Hochrechnung per Ende September 2026 rechnet für das laufende Jahr mit einem Plus von 0,7 Milliarden Franken, anstatt den 0,7 Milliarden Verlust, die eigentlich eingeplant waren. Hauptgrund sind nach wie vor die deutlich höheren Einnahmen aus der Schweizer Gewinnsteuer. Wir hatten im Juni schon über die erfreuliche Fehlprognose berichtet.
Zweite Hochrechnung im September bestätigt Prognose vom Juni
Die zweite Hochrechnung bestätigt das im Juni erwartete positive Ergebnis für den Bundeshaushalt. Während die erwarteten Einnahmen und Ausgaben insgesamt nahezu unverändert bleiben, zeigen sich bei den einzelnen Steuereinnahmen grössere Verschiebungen. Insbesondere die Gewinnsteuer entwickelt sich noch besser als erwartet, während bei der Verrechnungssteuer mit tieferen Einnahmen gerechnet wird.
Auf Basis der Zahlen bis Ende September rechnet der Bund für 2026 nach wie vor mit einem Finanzierungsüberschuss von 0,7 Milliarden Franken. Budgetiert war ein Defizit von 0,7 Milliarden Franken. Die Schweiz hat also unter dem Strich 1,5 Milliarden, oder 1500 Millionen fürschi gemacht.
Voriges Geld schon wieder ausgegeben: Hohe Rüstungsausgaben
Doch falls Sie denken, wir Steuerzahler erhalten nun einen dicken Scheck über die zu viel einbezahlten 1500 Millionen, kennt den Schweizer Staat schlecht, denn: Der Bund weiss bereits, wie er die 1,5 Milliarden verchlöpfen kann. Und zwar sprichwörtlich. Denn bereits wurde ein Nachtragskredit eingereicht um neues Feuerwerk in zusätzlichen Rüstungsausgaben zu kaufen, in der Höhe von knapp 1 Milliarde Franken (0,970 Mia.).
Quelle: Der Schweizer Bundesrat „Bundeshaushalt: Zweite Hochrechnung 2026„








