Für tiefere Preise: Coop wirft Markenartikel von Konzernen aus dem Sortiment, die Wechselkurs-Vorteile für sich behalten wollen

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Der Euro fällt und fällt, doch der Kunde in der Schweiz konnte davon nur teilweise profitieren. Grund: Viele multinationale Konzerne weigerten sich bis anhin, ihre massiven Wechselkurs-Vorteile weiter zu geben, und kassierten die Differenz in die eigene Tasche. Nur sehr wenige waren zu Konzessionen bereit und haben ihre Preise teilweise gesenkt. Jetzt ist das Mass voll: Coop wirft die ersten internationalen Markenartikel aus dem Sortiment.

Uncle Bens, Mars und L’Oreal wollten Währungsgewinne auf dem Buckel der Kund erzielen

Betroffen sind Uncle Ben’s-Produkte von Mars, Kinder Milchschnitte, Pingui etc. von Ferrero und die Haarpflegelinie Studio Line von L’Oreal.

Coop hat aufgrund der Währungsentwicklung die Preise von über 700 Produkten aus dem Euro-Raum gesenkt. Dies bei Produkten, welche Coop direkt im Euro-Raum bezieht, und somit rasch handeln konnte. «Die Vorteile, die wir dank des billigeren Euros bei der Beschaffung von Produkten im Ausland erzielen, haben wir vollumfänglich an unsere Kunden weitergegeben», erklärt Hansueli Loosli, Vorsitzender der Geschäftsleitung Coop. «Darüber hinaus haben wir auch viele Markenartikel meistens auf eigene Kosten verbilligt. Zudem profitieren unsere Kundinnen und Kunden täglich von tiefen Preisen bei Früchten und Gemüse, die wir selber importieren.» Aktuell liegen die Früchte- und Gemüsepreise rund 15 Prozent unter Vorjahr. Gesamthaft hat Coop im Laufe der letzten 12 Monate Euro- und übrige Preissenkungen in der Höhe von über 200 Millionen Franken durchgeführt.

Generalimporteure halten Preise hoch

Die meisten internationalen Markenartikel muss Coop jedoch in der Schweiz auf dem offiziellen Beschaffungsweg und zu Schweizer Konditionen beziehen. Die Wechselkurs-Gewinne blieben so zu einem grossen Teil in den Taschen der multinationalen Konzerne, und die Kundinnen und Kunden in der Schweiz konnten davon noch nicht voll profitieren. «Coop verhandelt seit Monaten hart mit den Multis und fordert bessere Preise für die Kunden», erklärt Jürg Peritz, Leiter Marketing und Beschaffung bei Coop. «Wir haben bisher einige wenige positive Ergebnisse erzielt, viele Lieferanten weigern sich jedoch nach wie vor, die Währungsgewinne vollumfänglich weiterzugeben.»

Coop streicht Produkte von drei Herstellern

Coop lässt sich diese überhöhten Einstandspreise nicht länger bieten. Peritz: «Wir streichen zum ersten Mal in der Coop-Geschichte beliebte Produkte aus dem Programm, weil deren Hersteller ihre Währungsgewinne nicht weiter geben. Konkret handelt es sich um Uncle Ben’s-Produkte von Mars, Kinder Milchschnitte, Pingui etc. von Ferrero sowie um die gesamte Haarpflegelinie Studio Line von L’Oreal.» Die Auslistungen seien ein hartes, aber notwendiges Mittel, zu dem Coop greife, erklärt Jürg Peritz. «Wir setzen es im Interesse unserer Kunden ein. Coop und die Schweizer Kunden haben genug davon, dass internationale Multis Währungsgewinne in die eigene Tasche stecken. Wir erwarten nun dringend und rasch ein klares Entgegenkommen seitens der Lieferanten.»

Quelle und Bild: Coop

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