August 2016: Wachstum im Schweizer Aussenhandel hält an! Pharma legte kräftig zu

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Die Schweizer Exporte stiegen im August 2016 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,0 % (real: + 1,2 %) und die Importe um 8,4 % (real: + 5,1 %). Erneut stand die Aussenhandelsentwicklung ganz im Zeichen der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte. Die Exporte nach Europa stiegen um 10%, diejenigen in die USA gar um 22% an! Auch der Fahrzeug-Import legte kräftig zu und steigerte sich um 37%! DIe ganze Welt reisst sich um Schweizer Produkte: Die Handelsbilanz wies im August einen Überschuss von 3'000 Millionen aus!

Gesamtentwicklung des Schweizer Aussenhandels August 2016

Die Exporte wuchsen im August 2016 arbeitstagbereinigt – der Berichtsmonat zählte einen Arbeitstag mehr als der Vorjahresmonat – um 7 % (real: + 1,2 %). Im Vergleich zum Juli 2016 bildeten sich die Exporte saisonbereinigt leicht zurück (- 0,8 %), derweil sie real um 2,1 % sanken. Insgesamt verflacht der seit Mitte 2015 positive Trend. Die Importe legten innert Jahresfrist um 8,4 % zu (real: + 5,1 %). Gegenüber dem Juli 2016 sanken die Einfuhren saisonbereinigt um 4,6 % (real: – 3,5 %). Auch importseitig geht der bisherige Wachstumstrend in eine Abflachung über.

Ausgeglichenes Exportbild – Pharma steigerte sich um 58%

Im August 2016 zeigte sich ein sehr heterogenes Bild zwischen den einzelnen Warengruppen. So reichte die Spannweite von + 25 % (Chemisch-Pharmazeutische Produkte) hin zu – 13 % (Uhren). Bei den Chemisch-Pharmazeutischen Produkten (+ 1,5 Mrd. Fr.; real: + 13 %), der mit Abstand grössten Warengruppe, nahmen die Lieferungen von pharmazeutischen Wirkstoffen um 58 % zu, jene von Medikamenten um 29 % und die von immunologischen Produkten um 21 %. Die Ausfuhren von Präzisionsinstrumenten (medizinische Instrumente und Apparate) stiegen um 3 %. Demgegenüber sanken die Exporte von Maschinen und Elektronik um 6 % (- 135 Mio. Fr.), wobei der Rückgang eine breite Produktpalette traf.

Exporte in die USA steigerten sich um 22%

Die Mehrexporte verteilten sich fast ausschliesslich auf Nordamerika (+ 22 %; USA: + 491 Mio. Fr.) und Europa (+ 10 %, EU: + 13 %). Dabei stach Österreich mit + 59 % bzw. + 173 Mio. Fr. hervor. Aber auch die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich (+ 21 %), nach Frankreich (+ 15 %) und Deutschland (+ 11 %) wuchsen deutlich. Bei allen genannten Ländern spielten die gestiegenen Pharmaverkäufe eine bedeutende Rolle. Negativ entwickelte sich der Umsatz in Asien (- 7 %), vor allem bedingt durch die Verkaufsrückgänge in Saudi-Arabien (- 141 Mio. Fr.) und Hongkong (- 110 Mio. Fr.). Derweil stiegen die Exporte nach Japan (+ 101 Mio. Fr.). Der Versand nach Lateinamerika ging insgesamt um 10 % zurück.

Fahrzeugimporte mit kräftigem Plus von 37%

Zwei Drittel der Warengruppen wiesen eine gestiegene Nachfrage auf. Gleich um 37 % expandierten die Importe von Chemisch-Pharmazeutischen Produkten (+ 923 Mio. Fr.). Das Ende der Skala markierten die Bijouterie und Juwelierwaren mit einem Minus von 21 %.

Schweizer Pharma legte kräftig zu

Im Bereich der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte nahmen die Bezüge von
pharmazeutischen Wirkstoffen um 352 Mio. Fr. zu. In ähnlicher Grössenordnung wuchsen auch die Einfuhren von Medikamenten, während jene von  immunologischen Produkten um 176 Mio. Fr. stiegen. Die Mehrimporte bei den Fahrzeugen (+ 110 Mio. Fr.) entfielen vor allem auf die Personenautos und die Luftfahrzeuge. In der Sparte Textilien, Bekleidung und Schuhe legten die Importe um 8 % zu. Preisbedingt rückläufig waren dagegen die Einfuhren von Energieträgern (- 98 Mio. Fr.; real: + 4 %).

Schwerpunkt der Importe auf USA und Kanada

Die Importe aus Asien nahmen um 7 % ab. Insbesondere die Zufuhren aus China gingen zurück (- 11 % bzw. – 124 Mio. Fr.). Aus Lateinamerika kamen wertmässig 20 % weniger Güter in die Schweiz als im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Importentwicklung lag hingegen in Nordamerika (+ 32 % bzw. + 256 Mio. Fr.) und in Europa (+ 11 % bzw. + 888 Mio. Fr.). Die Bezüge aus den USA nahmen dabei um 28 % zu und jene aus Kanada auf mehr als das Doppelte (1 Verkehrsflugzeug). In Europa entfiel – bedingt durch hohe Pharmaimporte – fast zwei Drittel des Anstiegs auf zwei Länder: Irland (+ 381 Mio. Fr.) und Italien (+ 196 Mio. Fr.).

Quelle: Eidg. Zollverwaltung EZV

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