Alles wird noch billiger: Konsumentenpreise gehen im Januar um weitere 0,3 Prozent zurück

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Neuchâtel, 12.02.2013 (BFS) – Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Januar 2013 einen Rückgang um 0,3 Prozent. Er erreichte den Stand von 98,6 Punkten (Dezember 2010=100). Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die Teuerung -0,3 Prozent, verglichen mit Jahresraten von -0,4 Prozent im Dezember 2012 und von -0,8 Prozent im Januar 2012.

Ausverkauf im Bekleidungssektor

Der Rückgang des Landesindexes im Januar 2013 um 0,3 Prozent ist vorwiegend auf den Ausverkauf im Bekleidungssektor zurückzuführen. Teurer wurden hingegen insbesondere Hotelübernachtungen und Nahrungsmittel.

Rückläufig waren die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (-10,3%), Hausrat und laufende Haushaltsführung (-1,0%), Freizeit und Kultur (-0,3%), Gesundheitspflege (-0,2%) sowie Wohnen und Energie (-0,1%).

Höher notierten hingegen die Indizes der Hauptgruppen Alkoholische Getränke und Tabak (+1,4%), Restaurants und Hotels (+1,1%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,8%), Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,2%) sowie Verkehr (+0,2%).

Der Index der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung blieb im Januar unverändert, während im Bereich Erziehung und Unterricht keine Erhebung stattfand.

Preisentwicklung für Inland- und Importgüter

Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, stiegen die Preise der Inlandgüter im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, während diejenigen der Importgüter um 1,5 Prozent zurückgingen. Innert Jahresfrist stiegen die Preise der Inlandgüter ebenfalls um 0,2 Prozent, während diejenigen der Importgüter einen Rückgang um 1,7 Prozent verzeichneten.

Details zur Preisentwicklung im Januar 2013

Der Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe (-10,3%) ist eine Folge des Winterausverkaufs.

In der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung (-1,0%) waren Aktionen der wichtigste Grund für die beobachteten Preisrückgänge. Weniger bezahlt wurde für kleine elektrische Haushaltsgeräte, Einrichtungszubehör sowie Möbel.

Insbesondere tiefere Preise für Bücher und Broschüren, Wintersportartikel sowie Pauschalreisen liessen den Index der Hauptgruppe Freizeit und Kultur (-0,3%) sinken.

Der rückläufige Index der Hauptgruppe Gesundheitspflege (-0,2%) ist eine Folge von günstigeren Preisen für Medikamente und ärztliche Leistungen sowie Aktionen im Bereich medizinische Apparate und Geräte.

In der Hauptgruppe Wohnen und Energie (-0,1%) führten vor allem tiefere Preise für Elektrizität und Gas zu einem Indexrückgang. Leicht gestiegen sind hingegen die Heizölpreise (+0,4%; Stichtage: 3. und 15. Januar).

Nach Aktionen für Schaumwein im Vormonat legte der Index für Alkoholische Getränke und Tabak (+1,4%) wieder zu.

Insbesondere Preiserhöhungen für Hotelübernachtungen bewirkten einen Anstieg des Indexes der Hauptgruppe Restaurants und Hotels (+1,1%).

Der Anstieg des Indexes der Hauptgruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,8%) ist grösstenteils auf saisonale Preisschwankungen sowie das Ende von Aktionen in der Vorperiode zurückzuführen. Teurer wurden insbesondere Fruchtgemüse, Kaffee, Süssgetränke, Geflügel, Frucht- und Gemüsesäfte, Schweinefleisch, Kohlgemüse, Salatgemüse, Zitrusfrüchte und Schaffleisch. Weniger bezahlt wurde hingegen für Wurst- und Fleischwaren.

Zugelegt hat im Berichtsmonat auch der Index für Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,2%). Während vor allem private Krankenversicherungen, Motorfahrzeugversicherungen und Geräte für die Körperpflege teurer wurden, gingen die Preise für Uhren leicht zurück.

Die Zunahme des Indexes der Hauptgruppe Verkehr (+0,2%) ist das Resultat gegensätzlicher Preisentwicklungen. Auf der einen Seite wurden höhere Preise für Occasions- und neue Automobile registriert. Auf der anderen Seite sanken die Preise für Luftverkehr, Diesel (-0,9%) und Benzin (-0,2%; Stichtage: jeweils 3. und 15. Januar).

 

Quelle: BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Bild: © cc_Yuri-Arcurs-Fotolia

 

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