„Ein Vielfaches schärfer als Hubble“ – neues russisches Weltraumteleskop „RadioAstron“ blickt ins Universum

Am 18. Juli wurde ein neues Weltraumteleskop namens „RadioAstron“ aus russischer Fertigung an Bord einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Baikonur aus erfolgreich ins Weltall geschossen. Das 3,3 Tonnen schwere Superauge wurde nun erfolgreich in seine elliptische Umlaufbahn um die Erde gebracht.

Zukünftig äugt es konzentriert in die Tiefen des Alls und übermittelt die Bilder an die Erde. Gebaut hat das Hightech-Monster die russische Weltraumbehörde Roskomos in einem internationalen Projekt unter Federführung des Astro Space Center am Lebedew-Institut für Physik der russischen Akademie der Wissenschaften. Mehr als 20 Länder sind am Projekt RadioAstron beteiligt.

Es wird 350’000 Kilometer über der Erdoberfläche alle 9,5 Tage einmal unseren Planeten umrunden.

Bilder ein Vielfaches schärfer als die von „Hubble“

Seine Entwickler sagten, noch bevor die ersten Bilder von „RadioAstron“ auf der Erde angekommen sind, in russischer Bescheidenheit, die Bilder des russischen Weltraumteleskops seien „ein Vielfaches schärfer“, als die Bilder des amerikanischen Pendants „Hubble“.

Bleibt zu hoffen, dass „RadioAstron“ nicht die gleichen Startschwierigkeiten hat wie das amerikanische Weltraumteleskop „Hubble“, das durch einen Berechnungsfehler zuerst monatelang kurzsichtig etwas gelangweilt in die Sterne schielte und dem dann in einer aufwändigen und unglaublich kostspieligen Aktion von Astronauten des SpaceShuttles eine millionenteure „Brille“ aufgesetzt werden musste, bis endlich scharfe Bilder aus dem All geschossen werden konnten.

Quelle: Euronews, Wikipedia – Bild: Wikipedia

Nach oben scrollen