China treibt den Schweizer Exportmotor an

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Shanghai (26. Juli 2011) – China trägt nach wie vor von allen Märkten am meisten zum Schweizer Exportwachstum bei. Laut aktuellen Zahlen der Eidgenössischen Zollverwartung exportierten Schweizer Firmen im ersten Halbjahr 2011 Waren im Wert von 7,1 Milliarden Schweizer Franken nach China und Hongkong. „Das ist ein beeindruckendes Plus von 32 Prozent oder 1,7 Milliarden Schweizer Franken im Jahresvergleich“, analysiert Nicolas Musy, Managing Director der Nonprofit-Organisation Swiss Center Shanghai (SCS).

Das SCS ist der grösste Schweizer Wirtschafts-Cluster in Asien und unterstützt eidgenössische Firmen beim Markteintritt in Fernost. Exporte nach Deutschland steuerten mit einem Plus von 1,3 Milliarden Schweizer Franken am zweitmeisten zum Exportwachstum bei, während die Ausfuhren in andere Kernmärkte wie Italien (+58 Mio. CHF), Frankreich (-45 Mio. CHF) und Grossbritannien (-477 Mio. CHF) entweder stagnierten oder zurück gingen.

Das Gesamtbild zeigt stagnierende Exporte in die EU (+0,9%) und boomende Exporte nach Fernost. Musy: „China treibt die Schweizer Exportmaschine an. Das Land der Mitte trägt nicht nur am meisten zum Exportwachstum bei. Mit einem Plus von 3,7 Milliarden Schweizer Franken ist auch der Handelsbilanzüberschuss der zweitbeste im Schweizer Aussenhandel, nach den USA (+6 Milliarden CHF). Bei gleichbleibenden Wachstumsraten wird China schon 2020 Deutschland überholen und zum grössten Importeur von Schweizer Waren avancieren“, erklärt Musy.

Enge Wirtschaftsbeziehungen mit China

Auch aus chinesischer Sicht spielt der Handel mit der Schweiz eine besondere Rolle. „1,7 Prozent aller chinesischen Importe kommen aus der Schweiz, verglichen mit 5,4%, die aus Deutschland kommen. Das heisst: Die Schweiz exportiert ein Drittel der Waren von Deutschland, obwohl die Wirtschaft zehnmal kleiner ist. Die Schweizer Handelsbilanz mit China fällt fast gleich positiv wie die deutsche aus“, berichtet der Experte.

Boomende Maschinen-Exporte: +69%

Der Maschinensektor ist traditionell die treibende Kraft hinter den China-Exporten. Im ersten Halbjahr 2011 wurden Maschinen im Wert von 2,1 Milliarden Schweizer Franken exportiert – ein Plus von verblüffenden 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die zweitstärkste Export-Branche sind Uhren und Präzisionsinstrumente: Ein Anstieg von 39% schraubte die Ausfuhren in diesem Bereich auf 1,1 Milliarden Schweizer Franken. Da die chinesische Regierung im Begriff ist, die Wirtschaft von Export-orientiertem auf Konsum-orientiertes Wachstum umzustellen, werden die Handelschancen künftig noch besser stehen – vor allem bei qualitativ hochwertigen Konsumgütern, High-tech Produkten und Maschinen

Juni-Exporte: von West nach Ost

Während die Schweizer Juni-Ausfuhren in die EU um satte 14,6% zurückgingen und Exporte in die Vereinigten Staaten bei +1,3 Prozent stagnierten, wuchsen die Exporte nach China um 16,6 Prozent und nach Hongkong um 20,1 Prozent. Mit exportierten Waren im Wert von 1,2 Milliarden Schweizer Franken im Juni hat China (inkl. Hongkong) Frankreich überholt und wurde hinter Deutschland (3,1 Milliarden CHF), den USA (1,6 Milliarden) und Italien (1,3 Milliarden CHF) zum Importeur Nr. 4.

 

Über das Swiss Center Shanghai (SCS):

Gegründet im Jahr 2000, ist das SCS heute bei weitem der grösste Cluster von Schweizer Firmen in Asien. 50 Mitglieder und Sponsoren, unter ihnen Kantone und multinationale Konzerne, tragen ihren Teil bei. Mit der langjährigen Erfahrung im Markteintritt und im operativen Controlling in China bietet das SCS seinen Mitgliedern nicht nur Geschäfts- und Büroflächen, sondern unterstützt auch durch Government Relations und ein breites Netzwerk an Experten. SCS hat mehr als 100 Betriebe in China unterstützt – sowohl KMU als auch Grossunternehmen. Dabei haben die Experten des SCS unter anderem 20 Produktionsunternehmen und mehr als 30 Büros und Vertriebsfirmen in China aufgebaut. Weitere Informationen unter www.swisscenters.org 

Quelle und Bild: SCS Swiss Center Shanghai

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