Das sind die gesündesten Länder Europas – Schweiz vorne mit dabei

Frau meditiert Gesundheit

Die topfitte Schweiz erreichte in der Rangliste der gesündesten Länder Europas den guten 11. Platz und verfehlte die Top 10 damit nur ganz knapp. Bloss 2,2 Wochen pro Jahr betrug die durchschnittliche Abwesenheit durch Krankheit im Jahr 2024 der prosperen, rotbackigen Helvetier. Das macht wohl die gute Landluft und die gesunde Ernährung im Schokolade– und Käseparadies aus. Und der Umstand, dass die Schweizer alles etwas langsamer und gemächlicher angehen. Deutschland und Österreich rangieren auf den hinteren Plätzen 18 und 19. Das gesündeste Land in ganz Europa ist hingegen Rumänien, in dem sich die Angestellten bloss 0,1 Wochen pro Jahr krankschreiben lassen. Dies sind Ergebnisse einer neuen Auswertung der OECD Daten des ifb Instituts aus Bayern. Wir haben die komplette Rangliste der gesündesten Länder Europas für Sie:

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Rangliste der gesündesten Länder Europas

PlatzLandAbwesenheit pro Jahr durch KrankheitLohnfortzahlung bei Krankheit
1Rumänien0,1 Wochen Abwesend durch Krankheit pro JahrLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
2Griechenland0,2 WochenVariabel, abhängig von der Versicherung
3Bulgarien0,4 WochenLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
4Ungarn0,8 WochenLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
5Italien0,9 WochenUnbezahlte Wartezeit während der ersten Krankheitstage
6Slovakei1,4 WochenLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
7Lithuania1,5 Wochen100 % Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage
8Luxemburg1,6 Wochen100 % Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage
9Polen1,7 WochenLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
10Dänemark2,1 Wochen100 % Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage
11Schweiz2,2 WochenVariabel, abhängig von der Versicherung
12Latvia2,2 WochenUnbezahlte Wartezeit während der ersten Krankheitstage
13Estonia2,2 WochenUnbezahlte Wartezeit während der ersten Krankheitstage
14Kroatien2,4 WochenLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
**DURCHSCHNITT2,62 Wochen**
15Niederlande2,7 WochenLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
16Tschechien3,1 WochenLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
17Schweden3,3 WochenUnbezahlte Wartezeit während der ersten Krankheitstage
18Österreich3,3 Wochen100 % Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage
19Deutschland3,6 Wochen100 % Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage
20Belgien3,6 Wochen100 % Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage
21Frankreich4,1 WochenUnbezahlte Wartezeit während der ersten Krankheitstage
22Portugal4,1 WochenUnbezahlte Wartezeit während der ersten Krankheitstage
23Slowenien4,7 WochenLohnkürzung während der ersten Krankheitstage
24Spanien4,9 WochenUnbezahlte Wartezeit während der ersten Krankheitstage
25Finland5 Wochen100 % Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage
26Norwegen5,9 Wochen100 % Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage

Quelle: ifb Institut – Daten aus 2024, DataPulse research, OECD und IGES

Rumänien ist das gesündeste Land ganz Europas

Rumänien toppt alle Länder Europas mit den wenigsten Krankheitstagen im ausgewerteten Jahr 2024. Nur gerade 0,1 Wochen pro Jahr melden sich die Rumänen von der Arbeit ab und hüten krank das Bett. Die Rumänen sind offenbar hart im nehmen und leben gesund. Gefolgt wird das Land von Griechenland und Bulgarien, sie bilden die Top 3 der gesündesten Länder Europas. Unser Nachbar Italien schafft es auf den guten 5. Rang mit 0,9 Wochen Krankheit pro Jahr.

Schweiz im oberen Mittelfeld

Die Schweiz rangiert im oberen Mittelfeld mit 2,2 Krankheitswochen pro Jahr pro Person. Der Durchschnitt aller Ländern beträgt 2,62 Wochen.

Norwegen mit den meisten Krankheitstagen

Ganz am Ende der Liste finden wir die 4 Länder Norwegen (5,9 Wochen krank), Finland (5 Wochen krank), Spanien mit 4,9 Wochen Krankschreibungen pro Jahr und Slowenien mit 4,7 Wochen.

Die 4 Schlusslichter Norwegen und Finland zahlen den Lohn zu 100% weiter, auch bei Krankheit, Spanien bezahlt überhaupt nichts während der ersten Tage und Slowenien reduziert die Lohnfortzahlung während der ersten Krankheitstage.

Unterschiede im versicherten Lohn bei Krankheitsfall

Vergleicht man in der Liste der gesündesten Länder, wie die Bezahlung im Krankheitsfall aussieht, dann zeigt sich ein durchzogenes Bild. Das Land mit den meisten Krankheitstagen Norwegen bezahlt den vollen Lohn ab dem ersten Tag bei Krankheit, doch das drittletzt platzierte Spanien bezahlt überhaupt keinen Lohn während den ersten Krankheitstagen. Ebenso in Italien, das auf dem hervorragenden Platz 5 rangiert und ebenfalls keine Lohnfortzahlung währen der ersten Krankheitstage bezahlen soll, so die Studie.

Die Schweiz rangiert oberhalb des Durchschnitts auf Platz 11 mit 2,2 Wochen Krankschreibung pro Jahr. In der Schweiz hängt die Lohnfortzahlung vom Versicherungsmodell ab, dem der Arbeiter angehört.

Lohnfortzahlung hat keinen grossen Einfluss auf Krankheitstage

Es scheint keinen sehr grossen Einfluss auf die Krankheitstage zu haben, ob der Lohn im Krankheitsfall zu 100% weiterbezahlt wird, reduziert, oder gar komplett ausgesetzt wird. In den besten 10 Ländern haben wir alle 3 Versicherungsgruppen von 100% Lohnfortzahlung bis zu 0%. Aber ebenso in den schlechtesten 10 Ländern.

Wenn man krank ist, ist man krank und kann nicht arbeiten gehen, ob der Lohn nun weiterbezahlt wird oder nicht, scheinen die Daten zu vermitteln.

Menschen im Süden sind gemäss den Daten gesünder

Wenn man schon ein Muster sucht, dann am ehesten wenn man sich eine Landkarte mit den Krankheitsdaten der Länder erstellt. Dann scheint es so, dass die nördlichen Ländern mehr Krankheitstage aufweisen, als die südlichen und auch einige der östlichen, europäischen Länder.

Quelle: ifb Institut, Bayern: „Europe’s Sick Leave Comparison“

Datenquellen von ifb:
OECD-Gesundheitsstatistik: „Krankheitsbedingter Arbeitsausfall“, OECD Data Explorer, Stand Februar 2026.
IGES-Bericht: Bericht des Gesundheitsforschungs- und Beratungsunternehmens IGES, Januar 2025.
Sick Leave Report (Fehlzeiten-Report) 2025: Published by the Scientific Institute of the AOK (WIdO).

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