Im Lauf des Jahres 2024 sind in der Schweiz 9,3% der Bevölkerung umgezogen. Dieser Wert blieb gegenüber 2023 unverändert (9,3%). Junge Erwachsene wechseln weiterhin am häufigsten ihre Wohnung. Bewohner von Einfamilienhäusern zogen seltener um als Personen, die in einem Mehrfamilienhaus leben. Die durchschnittliche Umzugsdistanz lag bei 13,4 km. Das zeigen die neusten Ergebnisse der Umzugsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Knapp 10% der Schweizer ziehen jedes Jahr um
Im Jahr 2024 sind 9,3% der Schweizer Wohnbevölkerung umgezogen. Diese Quote blieb gegenüber 2023 (9,3%) unverändert auf dem tiefsten Wert seit über zehn Jahren. Seit 2020 hat sich die Umzugshäufigkeit um über 10% verringert. Während die internationale Wanderung seit 2020 zunimmt, gehen die Umzüge innerhalb der Schweiz deutlich zurück. 2020 waren rund 769 000 Personen in der Schweiz umgezogen, 2024 waren es noch 697 000, was im Durchschnitt rund 1900 Personen pro Tag entspricht.
75% bleiben im gleichen Kanton
Nahezu drei Viertel der Personen, die 2024 umgezogen sind, blieben im gleichen Kanton. 36% zogen innerhalb der gleichen Gemeinde um und 35% wechselten in eine andere Gemeinde desselben Kantons. 16% zogen in einen anderen Kanton und 13% ins Ausland. Umzüge in eine andere Sprachregion bleiben die Ausnahme: Lediglich 2% der Personen, die innerhalb der Schweiz den Wohnort gewechselt haben, überquerten eine Sprachgrenze. Die grosse Mehrheit (98%) blieb in der gleichen Sprachregion.
Basler am zügelfreudigsten, Obwaldner am sesshaftesten
Am höchsten fiel die Umzugsquote der Bevölkerung in den Kantonen Basel-Stadt (11,3%) und Neuenburg (10,6%) aus. In den Kantonen Nidwalden (7,4%) und Obwalden (7,4%) war sie dagegen am tiefsten. Mit einer Umzugsquote von 9,9% neigte die Bevölkerung von städtischen Gemeinden deutlich stärker zu einem Wohnungswechsel als die Bevölkerung von ländlichen Gemeinden (7,6%, d. h. 30% weniger). Unter den zwanzig grössten Schweizer Städten verzeichneten Freiburg (13,1%) und St. Gallen (12,8%) die höchsten Umszugsquoten, Lancy (7,7%) und Vernier (6,9%) die niedrigsten.
Junge ziehen am häufigsten um
Junge Haushalte wechseln weiterhin am häufigsten die Wohnung. 15,2% der Kinder unter zwei Jahren und nahezu jede fünfte Person zwischen 20 und 35 Jahren zogen im Jahr 2024 um. Der zwischen 2020 und 2024 beobachtete Rückgang der Umzugsquote geht hauptsächlich auf die Bevölkerung unter 60 Jahren zurück, die 10% seltener umgezogen ist.
Ledige zügeln doppelt so häufig wie Verheiratete
Darüber hinaus war die Umzugsquote bei den Ledigen nahezu doppelt so hoch (12,3%) wie bei den Verheirateten (6,5%). Schweizerinnen und Schweizer zogen deutlich seltener um als ausländische Staatsangehörige (7,6% gegenüber 13,8%) und alleinlebende Männer wechselten mit 11% etwas häufiger die Wohnung als alleinlebende Frauen (8,7%).
Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Mehrfamilienhäusern belief sich die Umzugsquote im Jahr 2024 auf 10,5%, bei den in Einfamilienhäusern wohnhaften Personen war sie mit 5,1% lediglich halb so hoch. Je kleiner die Wohnung, desto höher ist zudem die Umzugswahrscheinlichkeit. Personen in einer 1- bis 2-Zimmerwohnung zogen im Jahr 2024 doppelt so häufig um (15,3%) wie Personen in einer Wohnung mit vier oder mehr Zimmern (7,4%).
Bei 75% der Umzüge ändert sich die Wohnungsgrösse
Die meisten Umzüge erfolgen in eine grössere oder in eine kleinere Wohnung. Bei nahezu drei Vierteln der Personen, die 2024 innerhalb der Schweiz umgezogen sind, änderte sich die Wohnungsgrösse. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre sowie Erwachsene zwischen 30 und 45 Jahren wechselten bei einem Umzug innerhalb der Schweiz mehrheitlich in eine Wohnung mit einer höheren Zimmerzahl.
Demgegenüber entschieden sich die jungen Erwachsenen sowie die Personen über 50 Jahren in der Regel für eine kleinere Wohnung und verzichteten damit auf ein oder mehrere Zimmer.
Grössere Wohnung auf dem Land
Bei Umzügen von einer städtischen in eine ländliche Gemeinde erhöhte sich die Wohnungsfläche im Schnitt um 17 m². Umgekehrt war ein Umzug vom Land in die Stadt mit einem durchschnittlichen Verlust von 24 m² verbunden.
13 Kilometer Radius: Ein Grossteil zieht nicht weit weg
Im Durchschnitt betrug die Umzugsdistanz im Jahr 2024 bei einem Wohnungswechsel innerhalb der Schweiz 13,4 km. In knapp 40% der Fälle erfolgte der Umzug innerhalb eines Radius von weniger als 2 km. Lediglich 12% der umgezogenen Personen wechselten in eine Wohnung, die mehr als 30 km von ihrem bisherigen Wohnort entfernt liegt.
Quelle: BFS „Die Zahl der Umzüge bleibt auf historisch tiefem Niveau“





