Die Schweiz, ein Land der Bauernhöfe und grasenden Kühe: Im Jahr 2025 gab es in der Schweiz 46’270 Landwirtschaftsbetriebe, die über 145’000 Personen Beruf und Einkommen sicherte. Die Bio-Anbaufläche der Schweizer Betriebe nahm weiter zu, die Bauern pflanzten mehr Bioprodukte an. Die Zahl der Kühe blieb praktisch stabil, die Anzahl an Geflügel, wie Truthähne und Hühner, legte weiter zu. Dies geht aus der neusten landwirtschaftlichen Strukturerhebung des Schweizer Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Wir haben weitere interessante Zahlen der HappySwiss Farmer für Sie:
Brot und Lohn: 145’600 Personen arbeiten in der Schweizer Landwirtschaft
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 46’270 Landwirtschaftsbetriebe gezählt. Das sind etwas weniger als im Vorjahr (-1,7%). Auch die Anzahl an Beschäftigten in der Landwirtschaft ging leicht zurück. Die Bauernbetriebe beschäftigen aber immer noch stolze 145’600 Personen (–1,5%). Die durchschnittliche Fläche, die jeder Landwirtschaftsbetriebe inne hat, wächst weiter. Die Fläche pro Betrieb erhöhte sich gegenüber 2024 um 0,4 Hektare (ha) auf 22,5 ha. Während die Zahl der Betriebe mit einer Fläche unter 30 ha zurückging (–2,7%), nahm jene der grösseren Betriebe zu (+1,4%). Der Trend in der Landwirtschaft geht zu grösseren Betrieben oder Gemeinschaftsbetrieben von mehreren Bauern.
Mehr Bioanbaufläche in der Schweiz
Bei den Biobetrieben ist mittlerweile die gleiche Entwicklung zu beobachten wie im gesamten Landwirtschaftssektor: Es gibt weniger, dafür grössere Betriebe oder Zusammenschlüsse. Nachdem die Zahl der Bio Betriebe ab 2011 zugenommen und sich 2024 stabilisiert hatte, ging sie 2025 leicht zurück (auf 7819; –0,9%). Im Durchschnitt bewirtschafteten die Biobauern 24,6 ha, also etwas mehr als der gesamte Durchschnitt von 22,5 ha.
Fast ein Fünftel Schweizer Landwirtschaftsflächen sind schon Bio
Parallel dazu nahm die nach biologischen Methoden bebaute landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) weiter zu. 2025 lag sie bei 192 300 ha und machte damit 18,5% der gesamtschweizerischen Landwirtschaftlichen Nutzfläche aus, das ist fast ein Fünftel der Fläche. Einige Bioproduktionen legten besonders stark zu, darunter Bio-Zuckerrüben, die um +23,9% zulegten und offenbar stark gefragt waren. Auch Bio-Raps legte zu (+17,1%), Soja (+5,1%) und der Gemüsebau (+5,0%).
Thurgau und Neuenburg geben Gas beim Bioanbau
Die Entwicklung fiel je nach Region jedoch unterschiedlich aus. Am stärksten vergrösserte sich die Bioanbaufläche in den Kantonen Neuenburg (+6,1%), Thurgau (+3,3%) und Luzern (+2,9%). In den Kantonen Jura und Wallis sowie in der Zentralschweiz gingen sie hingegen leicht zurück.
Schweizer Landwirte bewirtschaften über 1 Million Hektar Land
2025 umfasste die Landwirtschaftliche Nutzfläche der Schweiz über 1 Million Hektar Land (1 040 000 ha). Der grösste Anteil der Fläche bestand aus Naturwiesen und Weiden (58%). Das Ackerland macht 39% der Landwirtschaftsflächen aus. Der Rest entfiel hauptsächlich auf Dauerkulturen wie Rebland und Obstanlagen.
Getreide wichtigste Anbaukultur der Schweiz
Die Anbaufläche für Getreide, der mit 139 000 ha wichtigsten Anbaukultur in der Schweiz, nahm nach einem Rückgang im Jahr 2024 wieder um 2,0% zu. Die Fläche für Weizen blieb trotz leichter Schwankungen insgesamt stabil, jene für Gerste setzte ihren Abwärtstrend fort. Deutlich vergrössert haben sich hingegen die Anbauflächen für Dinkel und Roggen.
Zürich setzt auf Gemüse
Wie in den vergangenen zehn Jahren nahm die Gemüsebaufläche auch 2025 weiter zu (13 400 ha, +5,0%), besonders stark in den Kantonen Bern, Zürich und Aargau. Bei der Zuckerrübenfläche (17 500 ha, +4,5%) bestätigte sich die 2023 eingesetzte Aufwärtsbewegung. Sonnenblumen und Raps, die beiden wichtigsten Ölpflanzen, machten zusammen 30 500 ha aus.
Soja legte um 67% zu – vorwiegend Futter für Tiere, nicht für Menschen
Die Kartoffelfläche belief sich erstmals seit 2018 auf über 11 000 ha. Auch die Anbaufläche für Soja, das hauptsächlich als Futtermittel verwendet wird, legte 2025 weiter zu: Sie ist seit 2020 um 67% auf 3400 ha angewachsen.
Über 1,52 Millionen Kühe auf Schweizer Wiesen und 1,25 Millionen Schweinchen
Der gesamte Rindviehbestand blieb 2025 praktisch stabil (-0,3%). Es grasen mit genau 1’528’177 Tieren über 1,5 Millionen der gutmütigen Wiederkäuer auf den Schweizer Wiesen. Die Zahl der Milchkühe verringerte sich leicht um 0,6% auf 524’400 Milch erzeugende Kühe. In den letzten 10 Jahren ist der Milchkuhbestand um 10% geschrumpft, während dafür der restliche Kuhbestand, darunter die Mutterkühe zur Aufzucht der Kälbchen, im gleichen Zeitraum zulegte (+26%).
Der Bestand der Schweine nahm nach einer Wachstumsphase im Jahr 2022 in den Folgejahren wieder ab. 2025 umfasste er aber immer noch 1,257 Millionen der hübschen, schweinischen Tiere.
| Nutztierart | Anzahl |
|---|---|
| Rindvieh | 1’528’177 |
| – davon Kühe | 672’453 |
| Schweine | 1’257’722 |
| Schafe | 355’639 |
| Ziegen | 85’591 |
| Pferde | 80’554 |
Schweizer Poulets legten zu – 20% bereits Bio-Güggeli
Die Geflügelhaltung befindet sich weiter im Aufwind (+1,7%). Sowohl der Bestand der Legehennen, die Eier legen, nahm zu (+1,9%), als auch jener der Mastpoulets, die für den Verzehr gezüchtet werden (+2,2%). Bereits rund 20% der für den Verzehr gehaltenen Schweizer Poulets wurden unter dem Bio-Label aufgezogen.
Quelle: BFS Schweizer Bundesamt für Statistik „Die Schweizer Landwirtschaft befindet sich 2025 weiter im Umbruch“









