Der Osterhase muss sich sputen: Am Ostersonntag wird auf Sommerzeit umgestellt


Da packt einem das „Morgen-Grauen“: Ab Sonntag ist Sommerzeit

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In der Nacht auf Ostersonntag, am 31. März 2013, beginnt die Sommerzeit. Um 2.00 Uhr werden die Uhren auf 3.00 Uhr vorgestellt und wir verlieren eine Stunde Schlaf. Der Osterhase ist in diesem Jahr besonders gefordert: Weil am Ostersonntag die Sommerzeit beginnt, muss er die Eier eine Stunde früher fertig angepinselt und versteckt haben! Wenn das nur kein „Pfusch“ gibt! Die Sommerzeit dauert vom 31. März bis am 27. Oktober.

Schweizer Beitrag zur koordinierten Weltzeit

In der Schweiz ist das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) dafür zuständig, die offizielle Schweizer Zeit zu realisieren und zu verbreiten. Es betreibt in seinen Laboratorien mehrere Atomuhren. In Atomuhren werden Cäsium-Atome in einem schwingenden Magnetfeld in Resonanz gebracht. Wenn man 9 192 631 770 Schwingungen des Felds gemessen hat, ist eine Sekunde vergangen. Die Cäsium-Uhr zählt also alle zwei Sekunden auf 9 Milliarden und zurück. Die kann offenbar ziemlich schnell zählen.

Die fünf Atomuhren des METAS liefern den Schweizer Beitrag zur koordinierten Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC). Diese Zeit wird vom Internationalen Büro für Mass und Gewicht in Paris aus den Daten von rund 350 Atomuhren von 60 Zeitlaboratorien aus der ganzen Welt ermittelt.

Aus der koordinierten Weltzeit leitet das METAS wiederum die offizielle Schweizer Zeit ab und verbreitet sie. Unter anderem steht unter ntp.metas.ch ein Zeitserver zur Verfügung, mit dem Computeruhren auf wenige Millisekunden genau mit der offiziellen Schweizer Zeit abgeglichen werden können.

Früher mass man die Zeit mit dem Lauf der Sonne, die Tage mit der Sichel des Mondes und die Jahre mit den neuen Runzeln auf der Stirne. Aber heute machen wir die Nacht zum Tage und lassen uns die Falten aus dem Gesicht glätten – es ist kein Wunder, dass wir Menschen heute auf Computer angewiesen sind, die uns auf die Tausendstelsekunde genau sagen, dass es höchste Zeit ist, sich wieder Zeit zu nehmen.

 

Quelle: Eidgenössisches Institut für Metrologie METAS

 

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