Schutz beim grossen Bruder: Liechtenstein darf Mikrofilme zukünftig in der Schweiz einlagern


Tief unter der Erde in der Kaverne Ried lagern die Mikrofilme der Schweiz – und neu auch jene von Liechtenstein. © Zentrum Elektronische Medien ZEM.

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Das Fürstentum Liechtenstein kann künftig Mikrofilme bedeutender Kulturgüter im Schweizer Mikrofilmarchiv einlagern. Bundesrat Guy Parmelin und die liechtensteinische Aussenministerin Aurelia Frick haben heute eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, da im kleinen aber feinen Liechtenstein schlicht die Räumlichkeiten dazu fehlen. Der grosse Bruder Schweiz stellt da gerne sein geschütztes Archiv zur Verfügung.

Sicherheitskopien in Form von Mikrofilmen können bei einer Beschädigung oder Zerstörung eines Kulturgutes massgeblich zu dessen Wiederherstellung beitragen. Das Fürstentum Liechtenstein verfügt aber nicht über die passenden Räumlichkeiten für die Aufbewahrung seiner Mikrofilme und kann auch eine angemessene räumliche Trennung zu den Originalen nicht garantieren. Deshalb hat das Fürstentum die Schweiz ersucht, die Mikrofilm-Sicherheitskopien seines Landesarchivs in den Räumlichkeiten des Schweizer Mikrofilmarchivs in Heimiswil (BE) unterzubringen.

Der Bundesrat hat im März 2016 eine Zusammenarbeit mit dem Fürstentum Liechtenstein gutgeheissen und das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS ermächtigt, eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen. Der Inhalt der Vereinbarung wurde vom Amt für Kultur des Fürstentums Liechtenstein und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS erarbeitet.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, VBS

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