Vor der Nominationssitzung, am Nachmittag des 1. Dezember, wurde Bruno Zuppiger von Toni Brunner und Christoph Blocher mit den erhobenen Vorwürfen konfrontiert. Er hat versichert, dass die Sache abgeschlossen sei. Niemand sei zu Schaden gekommen. Zwischen den involvierten Parteien wurden ein Vergleich und eine Stillschweigevereinbarung abgeschlossen. Für Toni Brunner, Christoph Blocher und Caspar Baader war wichtig, dass Bruno Zuppiger die Sache in Ordnung gebracht hatte. Deshalb bestand aus ihrer Sicht zu diesem Zeitpunkt kein Grund, den Nominationsprozess zu stoppen.
Nationalratspräsident Hansjörg Walter springt in die Bresche
Nach dem Verzicht von Bruno Zuppiger hat die SVP-Fraktion an ihrer heutigen Sitzung Nationalratspräsident Hansjörg Walter ersucht, der Partei als Bundesratskandidat zur Verfügung zu stehen. Hansjörg Walter ist bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Hansjörg Walter wurde von der Fraktion einstimmig nominiert. Die Fraktion ist überzeugt, mit der Doppelkandidatur von Hansjörg Walter und Jean-François Rime die idealen Voraussetzungen für die Wiederherstellung der Konkordanz zu schaffen.
Obschon er anfangs dieser Woche mit einem Glanzresultat als Nationalratspräsident gewählt wurde und dieses Amt gerne ausführt, ist Hansjörg Walter in dieser ausserordentlichen Situation bereit, diese grosse Herausforderung anzunehmen. Damit präsentiert die SVP eine herausragende und in allen politischen Lagern anerkannte Persönlichkeit für das Regierungsamt.
Hansjörg Walter gilt als Integrationsfigur im Parlament. Er gehört seit 1999 dem Nationalrat an und ist ein anerkannter Wirtschafts- und Finanzpolitiker. Als Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes führt er einen der grössten Wirtschaftsverbände im Land.
Quelle: SVP






