Heute startet die Sommer-Rekrutenschule 2026 – Schweizer Soldaten werden neu an Drohnen ausgebildet – Hier Hilfe für Rekruten bei Problemen

Viel Glück in der RS, liebe Rekruten! – Die Schweiz ist zwar ein neutrales Land, aber deswegen nicht wehrlos, sie setzt auf eine dauerhafte bewaffnete Neutralität. Um sich im Angriffsfall wehren zu können, braucht es eine Armee und Soldaten. Die Ausbildung dazu, die sogenannte Rekrutenschule, kurz „RS“ genannt, beginnt heute Montag, 29. Juni 2026. Genau 8’289 Rekruten sowie 2’468 Kader starten ihre Grundausbildung. Diese ist konsequent auf die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz ausgerichtet. Als Novum werden Rekruten deshalb erstmals an Minidrohnen der Schweizer Armee ausgebildet. Die neuen Drohnen wurden mit dem Rüstungsprogramm 2025 beschafft.

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8084 Männer und 205 Frauen rücken heute in die Sommer-RS 2026 ein

Es rücken 8’084 Rekruten und 205 Rekrutinnen ein. Zudem bilden 2’378 Männer und 90 Frauen im Kader die Rekruten in den kommenden 18 Wochen aus. 295 dieser insgesamt 10’757 Personen sind Frauen, was einen Frauenanteil von lediglich 2,7 Prozent in den laufenden Rekrutenschulen ergibt. 34 Auslandschweizer reisen zurück in die Schweiz, um ihre RS zu absolvieren. 1’759 Angehörige der Armee leisten ihren Dienst an einem Schnurz ohne Pausen, im sogenannten Durchdienermodell, das neu seit einigen Jahren angeboten wird.

Verteidigungsfähigkeit stärken

Die Ausbildung in der Schweizer Armee ist in der Rekrutenschule auf die Abwehr eines militärischen Angriffs ausgerichtet. In den vergangenen Jahren hat die Armee die Ausbildungsinhalte und Szenarien an das veränderte sicherheitspolitische Umfeld angepasst. Diese Entwicklung der Rekruten- und Kaderschulen wird fortgesetzt, um die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz stetig zu stärken.

Greift uns ja nicht an, liebes Ausland, wir Schweizer werden uns erbittert für unser Land wehren! Sicher so lange, bis unsere ungefähr 3 Panzer und 12 Sturmgewehre beschädigt oder defekt sind 🙂

Novum: Erstmals Ausbildung mit Minidrohnen

Mit dem Rüstungsprogramm 2025 hat die Armee ihren Bestand an Minidrohnen für die Aufklärung aufgestockt. Diese Drohnen stehen nun erstmals für die Rekrutenschulen zur Verfügung. Dies ermöglicht ein realitätsnahes Training und schliesst eine Lücke in der Grundausbildung.

Bei den verwendeten Drohnen handelt es sich natürlich nicht um richtige bewaffnete Kriegsdrohnen, sondern um kommerzielle Systeme. Deren einfache Bedienung erlaubt es den Rekruten, sich die grundlegenden Fähigkeiten im Selbststudium innert weniger Tage anzueignen. Ohne dass die Gefahr besteht, dass die Rekruten mit ihren zittrigen Fingern gleich das ganze Camp in Schutt und Asche legen. Früher hatte man den Horror vor dem Drill der Rekrutenschule, heute kann man Nachmittageweise mit Drohnen spielen und Parcours abfliegen. Die Zeiten ändern sich zum Guten.

Hast Du Probleme in der Rekrutenschule? Breites Hilfsangebot

Auch wenn die RS heute nicht mehr so gfürchig ist wie früher, ist sie trotzdem eine Herausforderung in vieler Hinsicht, körperlich und mental. Das ist der Schweizer Armee durchaus bewusst. Armeeangehörigen, die im Zusammenhang mit ihrer Dienstleistung Unterstützung benötigen, steht deshalb ein breites Angebot zur Verfügung:

Primäre Anlaufstellen sind die Kommandanten, Truppenärzte sowie die Armeeseelsorger in den jeweiligen Schulen. Die Armeeseelsorge kann über die Nummer des Kundencenters der Armee (Tel 0800 161 161) erreicht werden. Für Anliegen, die sich mit den armeeinternen Stellen nicht klären lassen, besteht zudem eine unabhängige Vertrauensstelle (Tel 058 465 20 10).

Wende Dich also vertrauensvoll an diese Stellen, falls Du kleine oder grosse Schwierigkeiten in der Rekrutenschule haben solltest, sie werden Dir helfen und Du bist nicht alleine mit Deinen Sorgen.

Quelle: Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS, Gruppe Verteidigung: „Rekrutenschulstart 2/26“
Bilder: © VBS Admin.ch Mediathek

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