Mehr Lohn: Schweizer Effektivlöhne wurden 2014 um 0,8 Prozent erhöht!

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Nach den neusten Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) haben die unterzeichnenden Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) für das Jahr 2014 eine nominale Effektivlohnerhöhung um 0,8 Prozent beschlossen. Davon wurden 0,3 Prozent generell und 0,5 Prozent individuell zugesichert. Die Mindestlöhne wurden um 0,7 Prozent erhöht. Von den Lohnverhandlungen waren rund 1’178’800 Personen betroffen, eine halbe Million von ihnen im Rahmen eines allgemeinverbindlichen GAV.

Effektivlöhne um 0,8 Prozent angestiegen

Die Sozialpartner der wichtigsten GAV, d.h. der GAV mit mindestens 1500 unterstellten Personen, haben für das Jahr 2014 eine Effektivlohnerhöhung um durchschnittlich 0,8 Prozent beschlossen. Unter Einbezug der Teuerungsprognosen für das Jahr 2014 (+0,1%) müssten die Reallöhne im GAV-Bereich um 0,7 Prozent zunehmen. Von diesen Effektivlohnerhöhungen waren rund 537’100 Personen betroffen.

Das Effektivlohnwachstum betrug 0,6 Prozent im sekundären Sektor und 0,9 Prozent im tertiären Sektor. Die stärksten Erhöhungen finden sich in den Branchen «Verkehr und Lagerei» (+1,4%) und «Information und Kommunikation» (+1,3%). Demgegenüber war in den Branchen «Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren» und «Gesundheit und Sozialwesen» ein geringeres Wachstum (je +0,4%) zu verzeichnen, während die Branche «Öffentliche Verwaltung» ein Nullwachstum registrierte.

2014 gliederte sich die Erhöhung der GAV-Löhne von 0,8 Prozent in 0,3 Prozent generelle und 0,5 Prozent individuelle Erhöhungen. Somit wurden lediglich 38 Prozent der für Lohnerhöhungen bestimmten Lohnsumme gleichmässig an die betroffenen Personen verteilt. Im Vergleich zum Vorjahr fiel dieser Anteil nur minim tiefer aus (2013: 39%). Der Anteil der generellen Anpassungen ging insbesondere im tertiären Sektor weiter zurück (2013: 33%; 2014: 26%).

Mindestlöhne um 0,7 Prozent erhöht

Die in den wichtigsten GAV festgelegten Mindestlöhne wurden 2014 um 0,7 Prozent angehoben (2013: +0,6%).
Rund 1’073’800 Personen waren von den Abschlüssen zu den Mindestlöhnen betroffen. Für 124’800 von ihnen kam eine neue Lohnskala zur Anwendung. Im grösseren Kontext betrachtet unterstehen insgesamt 1’432’100 Personen einem GAV mit Mindestlohnbestimmungen.

Quelle: Bundesamt für Statistik

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