Die Parahotellerie Schweiz – das umfasst unter andere Campingplätze, Mietwohnungen, Bed and Breaktfast, sowie Jugendherbergen – schliesst den Winter 2025/26 mit stabilen Logiernächten und leicht wachsenden Umsätzen ab. In einem herausfordernden Umfeld (Wechselkurse, Geo-Politik) profitieren die sechs Partner – Reka, Schweizer Jugendherbergen, TCS Camping, Swisscamps, BnB Switzerland und Interhome – von einer soliden Inlandsnachfrage. Für den Sommer 2026 deuten die Buchungslagen auf deutliches Wachstum hin – TCS Camping liegt bereits 14 Prozent über dem Vorjahr, Reka 9 Prozent. Rückenwind liefert eine veränderte Nachfragedynamik: Schweizer Reisende machen Ferien vermehrt in unserem eigenen wunderschönen Land.
Parahotellerie blickt sehr positiv auf den Sommer 2026
Die Parahotellerie Schweiz erweist sich als widerstandsfähig. Die sechs Mitglieder melden einen soliden Winterabschluss und blicken sehr positiv auf den kommenden Sommer. Laut dem TCS-Reisebarometer 2026 stufen 33 Prozent der Schweizer Bevölkerung Auslandreisen als eher unsicher ein und 35 Prozent haben ihr Reiseziel angepasst – ein Rekordwert seit Einführung der Umfrage. Die Parahotellerie profitiert davon.
Stabiler Winterabschluss, unterschiedliche Dynamiken
Trotz starkem Franken, verhaltener Auslandsnachfrage und einigen Unsicherheiten schlossen die Mitglieder den Winter 2025/26 mit stabilen bis leicht wachsenden Zahlen ab: Umsätze legten leicht zu, die Logiernächte hielten sich auf Vorjahresniveau.
Reka verzeichnet ein Umsatzplus von vier Prozent, bei Logiernächten, Belegungstagen und Reservationen liegt das Wachstum zwischen einem und zwei Prozent. Ein starker Januar prägte die Saison, während der März unter den Erwartungen blieb. Bemerkenswert: Ein ÖV-Pilotprojekt mit dem Kanton Luzern ermöglichte Reka-Gästen in Sörenberg eine kostenlose Anreise mit dem öffentlichen Verkehr – und stiess auf grossen Anklang. «Ein starker Jahresauftakt hat die schwächeren Monate im Frühjahr gut aufgefangen. Der Trend zu kürzeren, aber qualitativ hochwertigeren Aufenthalten setzt sich fort – das spiegelt sich auch in unserem Umsatzwachstum wider», sagt Roland Ludwig, Direktor Reka.
TCS Camping steigerte die Logiernächte über die sechs geöffneten Winterplätze – Flims, Lugano-Muzzano, Olivone, Samedan, Sion und Solothurn – um fünf Prozent. «Camping ist längst keine reine Sommersache mehr. Das wachsende Interesse an naturnahen Erlebnissen macht auch vor der kalten Jahreszeit nicht halt», sagt Oliver Grützner, CEO TCS Camping. Auch Swisscamps, der Verband mit 216 Mitgliedercampingplätzen in der ganzen Schweiz, verzeichnete eine solide Wintersaison.
BnB Switzerland blickt auf eine solide Saison zurück. Rund 70 Prozent der Gäste stammen aus der Schweiz, 30 Prozent aus dem nahen Ausland sowie aus den USA und Grossbritannien – eine stabile Basis, die BnB weitgehend unabhängig von geopolitischen Schwankungen macht.
Die Schweizer Jugendherbergen verzeichneten beständige Logiernächtezahlen und einen Umsatzzuwachs von 0,4 Prozent. Ein aussergewöhnlich starker Dezember sicherte die Gesamtbilanz, während die Monate Februar bis April hinter dem Vorjahr zurückblieben.
Sommer 2026: Vorzeichen signalisieren Wachstum
Für den Sommer 2026 sind die Buchungslagen überwiegend erfreulich. Gezielte Investitionen in neue Angebote und Infrastruktur ergänzen den strukturellen Rückenwind durch die Inlandsnachfrage. Die Schweizer Jugendherbergen melden ein Buchungsplus von 3,9 Prozent. «Mit der neuen Jugendherberge Genf und der renovierten Burg Rotberg stärken wir unser Angebot gezielt», sagt Janine Bunte, CEO Schweizer Jugendherbergen und Präsidentin Parahotellerie Schweiz.
Auch bei Swisscamps ist die Lage erfreulich: Camping in der Schweiz bleibt mit durchschnittlich 55 Franken pro Familiennacht in der Hochsaison gegenüber dem europäischen Mittel von 45 Franken wettbewerbsfähig – zumal die Preise hierzulande mit plus drei Prozent deutlich moderater stiegen als im europäischen Durchschnitt von plus sieben Prozent.
TCS Camping meldet mit plus 14 Prozent beim Buchungsstand das grösste Wachstum unter den Partnern. BnB Switzerland erwartet in seinem Netzwerk mit rund 700 Gastgeberbetrieben eine stabile bis leicht wachsende Nachfrage, getragen von Bikern, Wanderern und Familien. «Die Nachfrage nach Kurzferien in der Schweiz bleibt hoch», sagt Dorette Provoost, Geschäftsführerin von BnB Switzerland.
Interhome beobachtet für den Sommer 2026 einen wachsenden Bedarf an Unterkunftsformen, die gemeinsame Zeit ohne Hotelrhythmus ermöglichen: Ferienhäuser und Ferienwohnungen gewinnen als Destination für Familien und Freundesgruppen weiter an Bedeutung – mit Freiheit, Privatsphäre und Komfort als Kernversprechen. Der Ferienhausvermittler rechnet mit starker Inlandsnachfrage nach grosszügigen Aufenthalten in den Bergen und in der Natur, ergänzt durch anhaltendes Interesse an Badeferien in den Nachbarländern Italien und Frankreich.
«Die Parahotellerie Schweiz bewährt sich auch in einem herausfordernden Umfeld als stabile Säule des Schweizer Tourismus. Die Inlandsnachfrage und innovative Angebote bilden unser Fundament», fasst Janine Bunte, Präsidentin der Parahotellerie Schweiz, zusammen.
Quelle: Primcom Schweiz
Bild: © TCS – hübsches Ferien-POD des Campingplatzes Flims
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