Wissenschaftler Benny Peiser: "Dass das Wetter in Zukunft extremer werden soll, ist reine Spekulation"


Die Menschheit ist nicht Schuld, sollte sich die Erde wirklich erwärmen, ist Wissenschaftler Benny Peiser überzeugt

Die Pendlerzeitung 20 Minuten befragte heute in einem interessanten Artikel die zwei Wissenschaftler Benny Peiser und Alexander Hauri zu verschiedenen Fragen über die Klimaerwärmung. Endlich kam auch einmal ein Wissenschaftler zu Wort, der die von Medien und Umweltverbänden ständig wiederholte Aussage, der Mensch verursache die Klimaerwärmung, ernsthaft und wissenschaftlich untersucht und bekämpft.

Kein Anstieg von extremen Wetterereignissen

Alexander Hauri bejahte die Frage, ob der Klimawandel für Naturkatastrophen wie den Taifun auf den Philippinen verantwortlich sei, doch Benny Peiser erwiderte: "Wenn es diesen Zusammenhang gäbe, dann hätte die Häufigkeit von extremen Wetterereignissen in den letzten hundert Jahren zunehmen müssen, da die globale Durchschnittstemperatur ja angestiegen ist. Im kürzlich veröffentlichten Bericht des Weltklimarats wurde aber kein Anstieg von extremen Wetterereignissen in den letzten hundert Jahren festgestellt." Es wird wohl einfach heute viel medienwirksamer und eindrücklicher mit Bild und Video auch über weit entfernte Natureregnisse berichtet, als früher.

Auch den Kostenanstieg durch Naturkatastrophen, der die Weltbank letzte Woche veröffentlichte, liess Peiser nicht als Argument Hauris gelten, im Bericht des Klimarates stehe klipp und klar, dass der Anstieg auf das Bevölkerungswachstum und den gestiegenen materiellen Wohlstand zurückzuführen sei.

Modelle sind "Reine Spekulation"

"Die meisten Modelle gehen davon aus, dass sich extreme Wetterereignisse häufen können, wenn die globale Erwärmung weiter voranschreitet. Das ist aber Spekulation", entkräftete Peiser eine von vielen WissenschaftlerInnen vertretene Position, "bisherige Daten lassen aber den Schluss nicht zu, dass aufgrund einer Erwärmung – wenn sie denn stattfindet – automatisch häufiger extreme Wetterereignisse auftreten. Das Klimasystem ist unglaublich komplex und entwickelt sich chaotisch, was Voraussagen notwendigerweise ungenau macht."

Falsche Prognosen für übermorgen aber richtige Prognosen für die nächsten 80 Jahre?

Wir erleben es täglich in falschen Wettervoraussagen: Wenn WissenschaftlerInnen das Wetter der nächsten 5 Tage schon nicht mit Sicherheit voraussagen können, wie glaubwürdig sind dann Berechnungen über die nächsten 80 Jahre? Zu viele Parameter können sich verändern und gegenseitig chaotisch, das heisst nicht regelmässig berechenbar, Einfluss aufeinander nehmen.

Benny Peiser zur Verlässlichkeit von Klimaprognosen: "Vor zehn Jahren wurden in Grossbritannien trockenere Sommer und niederschlagsreichere Winter prognostiziert. Bisher ist jedoch das Gegenteil eingetroffen."

Falls die Erde sich erwärmt, hat das wohl gar nichts mit uns zu tun

Man muss sich auch vor Augen halten, dass wir auf unserem Planeten Erde auf einer dünnen festen Schicht stehen und unter uns die ganze riesige Kugel aus unvorstellbar heisser, flüssiger Materie besteht. Die Oberfläche der Erde ist zudem zu 70% mit Wasser bedeckt, das teils Kilometer tief ist. Wir leben nur auf 30% der Oberfläche und haben da nur wenige Teile besiedelt und auch das erst seit ein paar Jahrzehnten vermehrt: Wir sind schlichtweg zu klein und zu unbedeutend für die schiere Masse des Planeten, um seine Wärme zu verändern. Wenn sich die Temperatur unseres Planeten jetzt wieder ändern sollte, was sie schon viele Male in der Geschichte der Erde gemacht hat, dann hat das wohl gar nichts mit uns zu tun. Doch wir sollten lernen damit umzugehen und uns anzupassen.

Mehr Geld für Warnung vor Naturkatastrophen in armen Ländern

Einig waren sich die beiden Wissenschaftler einzig im Punkt, dass für das Warnen vor Unwettern in armen Ländern mehr Geld zur Verfügung gestellt werden soll um dort mehr Menschen helfen zu können.

 

Thomas Hauri studierte an der ETH Zürich und ist bei Greenpeace Schweiz Klima-Kampagnenleiter.

Benny Peiser (56) studierte an der Uni Frankfurt und ist seit 2009 Direktor der Global Warming Policy Foundation, einer Denkfabrik von Skeptikern einer menschengemachten globalen Erwärmung: http://www.thegwpf.org/

 

 

Quelle: 20 Minuten
Bild: cc_lassedesignen_Fotolia_com

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