Schaurig schöne Aufnahmen der NASA: Eine Sonne stirbt theatralisch im All

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Schaurig schön: Ein sterbender Stern - so sieht es aus,
wenn unsere Sonne einst sterben wird © NASA

Unglaublich schöne Bilder der Nasa: Ein sterbender Stern wirft einen kosmischen Nebel (Helix Nebula) ins All, in diesem kombinierten Bild vom NASA Spitzer Space Telescope und dem Galaxy Evolution Explorer (GALEX) des California Institute of Technology in Pasadena. Im Tod wirft diese Sonne ihre äußeren Staubschichten ins Weltall, glühend von der intensiven ultravioletten Strahlung, hinausgeschleudert durch den heißen stellaren Kern. Ein unglaubliches Himmelsspektakel!

Dieses Objekt, genannt der Helix-Nebel liegt 650 Lichtjahre entfernt im Sternbild des Wassermanns. Auch unter der Katalognummer NGC 7293 bekannt, ist es ein typisches Beispiel für eine "planetary nebulae". Diese kosmischen Kunstwerke wurden schon im 18. Jahrhundert entdeckt, aber leider durch ihre Ähnlichkeit mit Gas-Riesen-Planeten lateinisch falsch benannt. Denn "planetarische" Nebel sind in Wirklichkeit die sterblichen Überreste von Sternen, wie unsere Sonne, und nicht von Planeten, wie unsere Erde.

Wie funktioniert unsere Sonne - und wie wird sie einst sterben? HappyTimes macht Dich schlau! 

Diese Sterne, wie unsere Sonne, verbringen die meiste Zeit ihres Lebens damit, Wasserstoff in Helium zu verschmelzen durch eine ständige Kernfusion in ihrem Inneren. Ein gigantisches explodierendes Atomkraftwerk in etwa. Oder besser, eine dauernd explodierende Wasserstoffbombe, es ist ja eine Kernfusion, keine Kernspaltung. Da kann man sich die Kräfte etwa vorstellen, die eine Sonne innehat.

Dieser gewaltigen dauernden Kernfusion und der Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium verdanken wir all das Licht und die Wärme, die wir von unserer Sonne erhalten.

Unsere Sonne wird irgendwann ebenso wie NGC 7293 in einem gigantischen planetarischen Nebel aufgehen und dann langsam sterben. Aber nur keine Angst: Das wird erst in etwa fünf Milliarden Jahren geschehen, und nicht am 23. Dezember 2012, wie Sie nun vielleicht befürchtet haben.

Der weisse Zwerg ensteht -  der wohl schwerste Teelöffel der Welt

Wenn der Wasserstoff-Brennstoff für die Fusionsreaktion zu Ende ist, schaltet der Stern auf Helium um als seine Brennstoffquelle. Doch Schließlich wird das Helium auch aufgebraucht sein, und der Stern stirbt langsam und theatralisch, pufft seinen äußeren gasförmigen Schichten aus und lässt nur noch einen winzigen, heißen, dichten Kern zurück, genannt ein weißer Zwerg. Der weiße Zwerg hat ungefähr die Größe der Erde, aber immer noch knapp seine ursprüngliche Masse. Er ist so unglaublich dicht, dass ein Teelöffel eines Weißen Zwerges so viel wiegt wie mehrere Elefanten! Können Sie sich das vorstellen? Ein mehrere Tonnen schwerer Teelöffel! Sie müssten ihn mit einem grossen Kran aufheben um in der Tasse zu rühren.

Apokalyptisches Geschehen am Himmel: Der Tag an dem die Sonne starb

Bevor der wie unsere Sonne leuchtende Stern NGC 7293, starb, umkreisten ihn Kometen und möglicherweise sogar Planeten, wie unsere Erde, in ihren Umlaufbahnen. Als diese Sonne kein Wasserstoff und auch kein Helium mehr zu verbrennen hatte, explodierten seine äußeren Schichten und er expandierte stark. Dadurch krachten die äusseren Planeten gegen die expandierende Masse und auch ineinander und wirbelten dabei eine Menge Materiestaub auf, ein kosmischer Staubsturm entstand. Alle inneren Planeten des Systems verbrannten oder sind von der expandierenden Masse der sterbenden Sonne einfach verschluckt worden.

Glühen von planetarischen Nebeln zeigt ganzes Lichtpektrum

Das Glühen von planetarischen Nebeln ist besonders faszinierend, da es eine unglaublich breite Palette des Lichtspektrums zeigt, von Ultraviolett bis Infrarot. Das ganze Spektrum können wir von blossem Auge nicht erkennen, da wir Menschen Ultraviollet-, Infrarot- und Mikrowellen nicht sehen, die Technik hilft uns da aber aus. Seien Sie froh, sonst würden Sie jedesmal von einem grellen (Infrarot-)Blitz geblendet, wenn Sie mit Ihrer Fernseh-Fernbedienung den Sender wechseln und nach einem kurzen Blick in den gleisend hellen Garraum Ihrer Mikrowelle sähen Sie tagelang rote Punkte vor Augen...

Die intensive ultraviolette Strahlung aus dem Weißen Zwerg heizt die vertrieben Schichten von Gas auf, die hell im Infraroten aufleuchten. GALEX hat das ultraviolette Licht aufgenommen, dargestellt im Nebel in blau, während SPITZER die detaillierte Infrarot-Signatur von Staub und Gas in Gelb zeigt. Der Weiße Zwerg Stern selbst, das was von der sterbenden Sonne übrigblieb, ist nur der winzige weiße Nadelstich mitten im Zentrum des Nebels, wie gesagt, mit einer unglaublichen hohen Masse.

Der helle violette Kreis in der Mitte ist das kombinierte ultraviolette und infrarote Glühen einer Staubscheibe, die den Weißen Zwerg umkreist (die Staubscheibe selbst ist zu klein, um gesehen zu werden, wir sehen nur das Glühen). Dieser Staub wurde höchstwahrscheinlich von Kometen oder sogar Planeten, die den Tod ihres Sterns überlebten, freigesetzt.

Von blossem Auge sehen wir den sterbenden Stern nicht so farbig, denn viele Wellenlägen bleiben unserem Auge verborgen. Die Technik hilft hier nach, so dass wir das ganze Spektrum sehen können: Infrarot-Daten aus SPITZER für den zentrale Nebels werden grün gerendert (Wellenlänge von 3,6 bis 4,5 Mikron) und rot (8 bis 24 Micron), mit WISE erscheinen die Daten über die äußeren Bereiche in grün (3,4 bis 4,5 Mikron) und Rot (12 bis 22 Mikron). Ultraviolet Daten aus GALEX erscheint als blau (0,15 bis 2,3 Mikron).

 

Quelle: NASA "Helix Nebula - Unraveling at the Seams"
Image Credit: NASA/JPL-Caltech

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