"Ogis Eier" knapp von Eierkocher geschlagen - Tipps fürs Ostereier-Kochen

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Über 900 Millionen Eier verspeisen Schweizerinnen und Schweizer jährlich, was gäbe das zusammen für ein Riesen-Omelett! Der WWF hat getestet, wie sich Eier am energiesparendsten hartkochen lassen. Das funktioniert natürlich nicht nur an Ostern.

Alt Bundesrat Adolf Ogi demonstrierte vor über 20 Jahren am Schweizer Fernsehen vor einem Millionenpublikum seine legendäre Eierkochmethode. Er warb mit "Ogis Eier" für ein energieeffizientes Kochen. Der WWF und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich wollten wissen, ob die Ogi-Methode auch im Zeitalter von Induktionsherden noch funktioniert. Sie liessen deshalb vom Testzentrum SALT (Swiss Alpine Laboratories for Testing Energy Efficiency) sieben Eierkoch-Methoden untersuchen. Fazit: Die effizienteste Methode braucht gegenüber der ineffizientesten rund viermal weniger Energie.

Der Eierkocher ist am Sparsamsten, "Ogis Eier" auf Platz zwei

An die Spitze schaffte es der Eierkocher. Er muss nur eine winzige Menge Wasser erhitzen und stellt sofort ab, sobald diese verdampft ist.

Hart auf den Fersen folgt die Ogi-Methode: zwei Fingerbreit Wasser, Deckel auf die Pfanne. Wenn das Wasser ordentlich sprudelt, Herd ausschalten und Restwärme nutzen. Sowohl mit dem Induktionsherd als auch auf Glaskeramik schafften es diese zwei Varianten aufs Siegertreppchen. Wobei die Ogi-Methode auf dem Induktionsherd mangels Restwärme angepasst werden muss: Der Herd muss auf der niedrigsten Stufe eingeschaltet bleiben.

Die ineffizienteste, aber vermutlich am häufigsten angewendete Methode ist jene, bei der die Eier mit Wasser bedeckt sind und ohne Pfannendeckel gekocht werden: Der Energieverbrauch ist hier um das Dreieinhalb- bis Vierfache höher als beim Eierkocher, unabhängig von Glaskeramik, Induktion oder Gussplatte. „Leider empfehlen die meisten Kochbücher immer noch die ineffizienteste Methode mit viel Wasser und offenem Deckel", sagt Jennifer Zimmermann vom WWF Schweiz. Über 900 Millionen Schaleneier verspeisen Schweizer jährlich. Mit den effizientesten Methoden könnten sie den Stromverbrauch fürs Ostereierkochen um etwa 75 Prozent senken.

So einfach kann Energiesparen sein – wir wünschen frohes Eiertütschen!

 

Tipps fürs Ostereierkochen:

• Immer Deckel auf die Pfanne

• Die Herdplatte sollte nicht grösser als das Kochgeschirr sein

• Zwei Finger breit Wasser reichen, Eier müssen nicht gedeckt sein

• Bei konventionellen Herden Restwärme ausnutzen, bei Induktion auf kleinster Stufe fertig kochen.

Quelle: WWF Schweiz

 

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Kommentare (1)

  • U.S

    Schön, dass man mit dem Eierkochen die Welt retten kann... Wer einmal zur Arbeit mit den ÖV gehen würde, anstatt mit dem Auto 15 Minuten zu fahren, würde soviel Energie sparen, dass es für SEHR viele Ostereier reichen würde, gekocht zu werden - mit oder ohne Deckel. Ok, man muss im Kleinen anfangen (Blöder Spruch, natürlich muss man beim Grossen anfangen!) Übrigens habe ich die Gasherde vermisst, aber ich vermute, die gehen mit den Induktionsherden eins...

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