Der Aralsee kehrt zurück

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Der Aralsee im Osten des Kaspischen Meeres war einmal der viertgrösste See der Erde. Zu Zeiten der Stalin-Ära wurde begonnen alle Zuflüsse abzuleiten um gigantische Baumwollplantagen zu bewässern mit dem Resultat, dass der See um 90 Prozent seiner Wassermenge verlor

und in mehrere einzelne Teile zerfiel. Eine in unserer Zeit beispiellose Umweltkatastrophe. Die einstige Hafenstadt Aralsk lag zum Schluss 100 Kilometer weit vom See entfernt im Landesinneren.

Seit 2001 wurden mit Hilfe der Weltbank für 88 Millionen Dollar ein Damm errichtet und kostbares Wasser aus dem Syr-Darja abgeleite. Langsam füllt sich der kasachische Teil des Sees wieder mit Wasser und ist der Stadt Aralsk schon wieder bis auf 25 Kilometer nahe gerückt. Bereits umspült der See Schiffwracks, die einst wie Mahnen einer vergangenen Zeit inmitten der staubigen Ödnis standen und vor sich hinrosteten. Für die Region ist das eine grosse Hoffnung, denn es gibt nun wieder Arbeit für jeden und jede. Die Salzkonzentration hat sich im See soweit verdünnt, dass Süsswasserfische gedeihen. Von 52 Tonnen Fisch im Jahre 2004 sind nun bereits 2000 Tonnen gefangen worden.

In gut sechs Jahren soll der Hafen der Stadt Aralks wieder von Wellen umspült sein. Die Bevölkerung kann es kaum erwarten und hat bereits am Ortseingang eine Tafel aufgestellt auf der steht: "Gute Nachrichten: Der See kehrt zurück!".

 

Bild: Wikipedia.de

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