Hilfe für Connyland-Delfine: ProWal will Tourismus-Boykot des Kantons Thurgau - Connyland soll 1974 schon 3 Delfine selber vergiftet haben

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Delfin in Freiheit

Trotz der acht Delfin-Todesfälle im Schweizer Connyland-Vergnügungspark lehnte der Schweizer Bundesrat gestern eine Forderung nach einem generellen Delfinimportverbot ab. Die beiden deutschen Tierschutz-Organisationen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und ProWal rufen nun zum Tourismus-Boykott des Kantons Thurgau auf.

Bereits im August dieses Jahres hatten die Delfinschützer aus Deutschland Politiker aus allen Schweizer Parteien zum Thema Delfinschutz angeschrieben. Mehrere Parteien unterstützten daraufhin die Schließung des Connyland-Delfinariums in Antwortbriefen an ProWal. Brigitte Gadient (BDP/GR) brachte gar Ende September mit Unterstützung von 50 weiteren Politikern verschiedener Parteien eine Eingabe in den Bundesrat, den Import von Delfinen völlig zu verbieten. Diese jedoch lehnte der Bundesrat gestern ab.

Tourismusboykott des Kantons Thurgau

WDSF und ProWal hatten bereits im September einen Tourismusboykott-Aufruf des Kantons Thurgau angekündigt, sollte der Bundesrat den Delfinschutz nicht forcieren. Ortmüller und Morlok wollen ihre Aktionen solange fortsetzen bis das Delfinarium des Connylands als letztes seiner Art in der Schweiz geschlossen ist. Wohlgemerkt, es geht den Tierschützern nur um die Schliessung des Delfinariums, nicht um den Vergnügungspark des Connylands.

Heute äußerte sich WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Lediglich eine Prüfung der Haltungsbedingungen, die der Bundesrat nach Ablehnung eines Importverbots angekündigt hat, ist lächerlich. Bis das durch ist, sind die verbleibenden drei Delfine wahrscheinlich auch tot. Vor dem Ableben der beiden Delfine im Connyland im November hatten wir erst wenige Tage zuvor auf die katastrophalen Zustände hingewiesen. Nichts ist passiert.

Der Veterinärtierarzt Paul Witzig wiederholt stereotyp, es sei alles in Ordnung. Regierungsrat Kaspar Schläpfer drohte uns mit rechtlichen Schritten wegen Nötigung. Das Connyland hetzte seine Rechtsanwälte mit einer Klage auf uns. Staatsanwalt Patrick Müller wurde wegen Befangenheit abgesetzt. Im letzten Jahr starb ein Taucher im Delfinarium.Acht tote Delfine innerhalb von drei Jahren. Was muss eigentlich noch alles passieren, bis die Verantwortlichen in der Schweiz aufwachen?"

Delfinschützer rufen wegen Connyland zum Tourismus-Boykott des Kantons Thurgau auf

WDSF-Geschäftsführer Andreas Morlok: „Wir werden jetzt zum Tourismus-Boykott des Kantons Thurgau aufrufen. 600 Betriebe, die auf den Tourismus angewiesen sind, haben wir in unserer Boykott-Liste bisher erfasst. Erst wenn wir den Connyland-Betreibern den finanziellen Wurstzipfel vor der Nase abschneiden, kommen sie vielleicht zur Vernunft und konzentrieren sich auf ihren Vergnügungspark ohne Delfinhaltung.

ProWal enthüllt: Connyland soll schon 1974 drei Delfine selber durch Fehler getötet haben

Die Vermutung der Connyland-Betreiber, Tierschützer oder Verrückte könnten die Delfine vergiftet haben, sei ein Trick um von eigenen Problemen abzulenken, sagt Jürgen Ortmüller: "Wie ProWal recherchierte, hatte Conny Gasser dies 1974 schon einmal praktiziert. Nachdem drei von vier Delfinen damals innerhalb weniger Tage starben, stand Gasser plötzlich im Licht der Öffentlichkeit und machte einen verzweifelten Versuch, sein Gesicht zu wahren.

Er stellte gleich die Vermutung auf, dass Saboteure die Delfine vergiftet hätten und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass eigene Fehler die Ursache für das Delfinsterben waren. Chlor reagierte seinerzeit mit der aufgetragenen Beckenfarbe und einer künstlichen Gummilösung, wodurch ein tödliches Gift entstand."

Delfine immer noch bei Lloyds versichert?

"Früher wurden die Delfine vom Connyland für sehr hohe Prämien bei Lloyds versichert. Ob das heute noch so ist, wissen wir nicht, darüber schweigt sich die Zirkusfamilie Gasser aus", schliesst Ortmüller.

Weitere Informationen zu ProWal und WDSF unter: www.wdsf.de und www.walschutzaktionen.de

Quelle: ProWal Jürgen Orthmüller

Bild: Peter-Schinck Fotolia.com

 

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Kommentare (1)

  • Antonietta

    Artgerecht für Delfine ist nur die Freiheit in den Weiten der Meere !!!

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Osterhase
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