ProWal will Delfinen im ConnyLand helfen - "Anlage für eine Aufzucht von Delfinen völlig ungeeignet"

Die gemeinnützige Organisation "Projekt Walschutzaktionen (ProWal)" mit Sitz in Deutschland, die sich weltweit für den Schutz der Delfine und Wale einsetzt, will den Delfinen im Schweizer "ConnyLand" helfen. Die Anlage des ConnyLands sei für eine Aufzucht von Delfinen "völlig ungeeignet". Eine geplante Demonstration vor dem Delfinarium wurde nun aber vom angefragten Gemeinderat Hefenhausen in einer schriftlichen Begründung als "unerwünscht" bezeichnet und nicht bewilligt.

Beabsichtigt von ProWal war, an einem Sonntag in den nächsten Wochen, eine offiziell angemeldete Demonstration vor dem ConnyLand in Lipperswil durchzuführen. Der Grund dafür, wie Andreas Morlok, Geschäftsführer von ProWal, gegenüber HappyTimes ausführt: "Wir haben uns zu dieser Kundgebung entschlossen, weil wir am letzten Sonntag zu einer erneuten Recherche im einzigen Delfinarium in der Schweiz waren und skandalöse Verhältnisse aufgedeckt haben."

Für Gemeinderat ist die Demonstration zum Schutz der Tiere "unerwünscht"

Das Antwort-Mail an ProWal von der angefragten Gemeinde war aber kurz und knapp:

"Wir beziehen uns auf das untenstehende E-Mail vom 05.07.2011. Im Namen des Gemeinderates der Politischen Gemeinde Wäldi teilen wir Ihnen mit, dass solche Demonstrationen in unserer Gemeinde unerwünscht sind. Wir bitten um Kenntnisnahme. Besten Dank. Freundliche Grüsse, Gemeindeammann Adrian König"

Morlok findet die Ablehnung einer Demonstration vor dem ConnyLand in Lipperswil/TG einen Skandal. Das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit werde hiermit mit Füssen getreten: "Wir lassen im Moment durch einen Schweizer Juristen prüfen, ob man uns wirklich eine friedliche Demonstration zum Schutz der Meeressäuger verwehren kann."

"Anlage für Delfin-Nachzucht völlig ungeeignet"

Andreas Morlok: "Trotz großer und direkter Sonneneinstrahlung hatten die drei Grossen Tümmler von dem Außenbecken nicht die Möglichkeit in die schattige und überdachte Halle zu gelangen, weil sich in dieser eine Delfinmutter mit ihrem sechswöchigen Nachwuchs aufhielt. Die Delfine können im Becken nicht tief tauchen und sich nicht der direkten Sonneneinstrahlung entziehen. Die Delfinanlage hat keine weiteren Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere und ist deshalb für eine Nachzucht völlig ungeeignet.

Dieser Vergnügungspark ist für Menschen sicherlich ein Spass, für die Tiere ist es ein lauter Rummelplatz, in dem sie weder tier- noch artgerecht gehalten werden können. Eine Wasserrutschbahn von der aus laute Musik und Geschrei der Gäste schallt, liegt direkt neben der Halle, in dem sich die Delfinmutter mit ihrem Baby aufhält. Durch z.T. offene Fenster dröhnt es noch in dieser Halle. Uns wundert es nicht, dass in den letzten drei Jahren drei erwachsene Delfine und drei Babies in diesem Delfinarium gestorben sind."

Schutz der Tiere darf nicht hintenanstehen

"Uns geht es nicht um die Forderung Schliessung des Vergnügungsparkes "ConnyLand", sondern um die Schließung des Delfinariums in dieser Freizeitanlage", sagt Morok und fügt an: "Das ConnyLand mag sicherlich der grösste Steuerzahler in dieser Region sein, aber den Schutz der Tiere darf dennoch nicht hintenanstehen."

Weitere Informationen:

Projekt Walschutzaktionen (ProWal)
Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft
Haydnstrasse 1
D-78315 Radolfzell

Internet: www.walschutzaktionen.de

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  • Angie Neuhaus

    Ich war am Muttertag dort. Habe mich auf den Boden gesetzt und nur noch geweint. Diese überaus sensiblen und intelligenten Meeressäuger als Clowns hinzustellen, zeugt von grosser Respektlosigkeit. Delfinarien müssen geschlossen werden. Delfine schwimmen in Freiheit grosse Distanzen und tauchen sehr tief, das alles erleben sie nicht in Delfinarien.

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Neuste Kommentare

Annekäti
Ja das ist ja nun wirklich mal ä gueti Nachricht ! Das freut mich .
Jean
"Die grössten Menschen sind jene,
die anderen Hoffnung geben können."
Jean Jaurès
chipstüte
liese HT zum zmittag ufem iphone. finds no guet und s entspannt nöd immer de politscheiss chöntnme...