Jugendliche trinken heute viel weniger Alkohol - "Verzicht auf Alkohol wird bei Jungen zum Mainstream"

Jugendliche können es heute auch ohne Alkohol lustig haben
Haben es auch ohne Alkohol lustig - Junge trinken viel weniger Alkohol als früher. 

Junge Menschen trinken heute nicht nur weniger Alkohol, laut einer Studie des University College London beginnen viele erst gar nicht damit. Dieser Trend breitet sich laut Forschungsleiterin Linda Ng Fat sogar immer weiter aus. Die Forschenden haben Daten der Health Survey for England analysiert. Ergebnis: Der Anteil der Personen zwischen 16 und 24 Jahren, die keinen Alkohol trinken, ist von 18 Prozent im Jahr 2005 auf 29 Prozent im Jahr 2015 angestiegen.

Immer mehr Menschen verzichten wochenweise auf Alkohol

Der aktuelle Trend ist vor allem darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen nie in ihrem Leben Alkohol getrunken haben. Dieser Wert stieg im Untersuchungszeitraum von 9 auf 17 Prozent an. Zusätzlich kam es zu einem deutlichen Rückgang bei der Anzahl der jungen Menschen, die mehr tranken als die empfohlenen Mengen. Hier verringerte sich der Wert von 43 auf 28 Prozent. Beim sogannten "Komatrinken" konnte ein Rückgang von 27 auf 18 Prozent nachgewiesen werden. Immer mehr Menschen dieser Altersgruppe verzichten wochenweise auf Alkohol. Dabei kam es zu einem Anstieg von 35 auf 50 Prozent.

Verzicht auf Alkohol wird bei Jungen zum Mainstream

Laut Ng Fat liess sich dieser Trend bei einer grossen Bandbreite an Gruppierungen in Grossbritanien feststellen, betroffen waren alle sozialen Klassen. "Damit liegt nahe, dass der Verzicht auf Alkohol bei jungen Menschen immer mehr zum Mainstream wird." Verantwortlich dafür könnten laut der Expertin verschiedene kulturelle Gegebenheiten sein. Dieses Verhalten werde heute eher akzeptiert. Ein risikoreiches Verhalten wie Komatrinken wird immer seltener als normal angesehen.

Risikoreiches Verhaltensmuster Rauchen und Alkohol

Dieser Trend fehlte jedoch bei einigen Gruppen, sowie erstaunlicherweise auch bei RaucherInnen. Damit liegt laut den Forschenden nahe, dass risikoreiche Verhaltensmuster wie Rauchen und Alkohol noch immer einhergehen. Die Fachleute werteten die Daten von 9.699 Personen aus. Sie weisen in "BMC Public Health" darauf hin, dass eine Beobachtungsstudie dieser Art keine Aufschlüsse über Ursache und Wirkung ermöglicht.

Quelle: University College London https://www.ucl.ac.uk/ / Pressetext.Redaktion

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