Keine Jahresteuerung in der Schweiz im Jahr 2014 – Preise bleiben stabil

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Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise sank im Dezember 2014 um 0,5 Prozent und erreichte den Stand von 98,6 Punkten (Dezember 2010=100). Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die Teuerung -0,3 Prozent, verglichen mit Jahresraten von -0,1 Prozent im November 2014 und +0,1 Prozent im Dezember 2013. Die durchschnittliche Jahresteuerung betrug im Jahr 2014 0,0 Prozent.

Die durchschnittliche Jahresteuerung 2014 entspricht der Veränderungsrate zwischen dem Jahresmittel 2014 und dem Jahresmittel 2013. Das Jahresmittel berechnet sich als arithmetischer Durchschnittswert der 12 Monatsindizes des Kalenderjahres. Im Jahr 2014 betrug die durchschnittliche Jahresteuerung 0,0 Prozent. Die Preise der Inlandgüter stiegen im Durchschnitt um 0,4 Prozent, während diejenigen der Importgüter um -1,2 Prozent zurückgingen. 2013 hatte die durchschnittliche Jahresteuerung -0,2 Prozent betragen, 2012 -0,7 Prozent, 2011 +0,2 Prozent und 2010 +0,7 Prozent.

Dezember 2014: Rückläufige Preise für Erdölprodukte und Pauschalreisen, höhere Preise für den öffentlichen Verkehr

Der Rückgang des Landesindexes im Dezember 2014 um 0,5 Prozent ist vorwiegend auf tiefere Preise für Erdölprodukte, Pauschalreisen, Medikamente sowie Bekleidung und Schuhe zurückzuführen. Teurer wurde hingegen der öffentliche Verkehr.

Rückläufig waren im Dezember die Indizes der Hauptgruppen Bekleidung und Schuhe (-1,8%), Freizeit und Kultur (-1,0%), Alkoholische Getränke und Tabak (-0,8%), Verkehr (-0,6%), Wohnen und Energie (-0,6%), Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,5%), Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,3%), Gesundheitspflege (-0,3%) sowie Nachrichtenübermittlung (-0,1%).
Gestiegen sind hingegen die Indizes der Hauptgruppen Erziehung und Unterricht (+0,5%), Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,2%) sowie Restaurants und Hotels (+0,1%).

Preisentwicklung für Inland- und Importgüter

Die Preise der Inlandgüter blieben im Vergleich zum Vormonat unverändert und jene der Importgüter sanken um 1,9 Prozent. Innert Jahresfrist legten die Preise der Inlandgüter um 0,5 Prozent zu, während diejenigen der Importgüter einen Rückgang um 2,6 Prozent verzeichneten.

Details zur Preisentwicklung im Dezember 2014 gegenüber dem Vormonat

Der Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe (-1,8%) ist hauptsächlich auf den teilweisen Beginn des Ausverkaufs zurückzuführen. Sonderangebote wurden insbesondere für Damen- und Herrenschuhe, Damenjacken sowie Strickwaren für Damen und Herren registriert.

Der Index der Hauptgruppe Freizeit und Kultur (-1,0%) ist aufgrund tieferer Preise für Pauschalreisen, Fernsehgeräte und PC Hardware ebenfalls gesunken.Aktionen für Schaumweine und ausländischen Rotwein im Detailhandel bewirkten einen rückläufigen Index der Hauptgruppe Alkoholische Getränke und Tabak (-0,8%).

Günstigere Preise für Benzin (-5,4%) und Diesel (-3,6%; Stichtage Treibstoffe: 1. und 15. Dezember) liessen den Index der Hauptgruppe Verkehr (-0,6%) sinken. Teurer wurde hingegen der öffentliche Verkehr (direkter Verkehr und Verkehrsverbunde).

Der Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Wohnen und Energie (-0,6%) ist auf tiefere Preise für Heizöl (-11,8%; Stichtage: 1. und 15. Dezember) zurückzuführen. Saisonale Preisschwankungen und Aktionen führten zu gegensätzlichen Preisbewegungen innerhalb der Hauptgruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,5%). Günstiger wurden Fruchtgemüse, Teigwaren, Zitrusfrüchte, natürliche Mineralwasser, Schweinefleisch, anderes Fleisch, Kohlgemüse und Wurstwaren. Mehr bezahlt wurde hingegen für Konfitüren und Bienenhonig sowie konservierte Früchte.

Der Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,3%) ist ebenfalls das Resultat gegensätzlicher Preisentwicklungen. Während insbesondere für Küchen- und Gartenmöbel, kleine elektrische Haushaltsgeräte sowie Wohnzimmermöbel diverse Aktionen registriert wurden, stiegen die Preise für Schlafzimmermöbel sowie Geschirr und Besteck nach Aktionen in der Vorperiode wieder an.

Tiefere Preise für Medikamente hatten im Dezember einen Rückgang des Indexes der Hauptgruppe Gesundheitspflege (-0,3%) zur Folge. Der Index der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung (-0,1%) sank aufgrund günstigerer Preise für Telekomgeräte. Gestiegen ist im Dezember der Index der Hauptgruppe Erziehung und Unterricht (+0,5%). Ursache waren vor allem Preiserhöhungen für höhere Berufsbildung und Hochschulen. Nach Aktionen in der Vorperiode kehrten diverse Preise für Papierwaren für die Körperpflege wieder auf ihr reguläres Preisniveau zurück und liessen den Index der Hauptgruppe Sonstige Waren und Dienstleistungen (+0,2%) ansteigen. Leicht höhere Preise für Hotelübernachtungen bewirkten einen geringfügigen Anstieg des Indexes der Hauptgruppe Restaurants und Hotels (+0,1%).

 

Quelle: Bundesamt für Statistik

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