Flinker Peter Spuhler: Stadler Rail baute Intercity für Schweden in Rekordzeit von weniger als einem Jahr!

Werbung

Stadler Rail hat gestern Samstag, den 18. Oktober 2014, den ersten von insgesamt sechs Intercityzügen des Typs FLIRT für den Betrieb in Schweden übergeben. Das Unternehmen baut die Züge im Auftrag der Privatbahn MTR Express, mit Sitz in Hongkong. Gestern erfolgte die Werkabnahme des neuen Zugs durch den Kunden im Schweizerischen Bussnang.

Stadler FLIRT für Strecke Göteborg-Stockholm

Stadler ist es erneut gelungen, den ersten FLIRT der beauftragten Serie in der Rekordzeit von nur einem Jahr zu fertigen – ein aussergewöhnlich guter Wert in der Eisenbahnindustrie. Der erste fünfteilige FLIRT der Flotte wird seinen kommerziellen Betrieb erwartungsgemäss im März 2015 auf der Strecke Göteborg–Stockholm aufnehmen.

Flinker Peter Spuhler: Im November bestellt, im Oktober übergeben

Erst im November des letzten Jahres erhielt Stadler den Auftrag von MTR Express über insgesamt sechs Intercity-FLIRTs; heute nun hat das Unternehmen erfolgreich die Werkabnahme des ersten Fahrzeugs bestanden.

85 Millionen Auftrag für Fertigung in der Schweiz

Der Auftrag hat ein Volumen von ca. 85 Millionen Schweizer Franken. Fertigung und Inbetriebnahme der Züge erfolgen in der Schweiz. Mit den neuen Zügen wird MTR Express auf der Strecke zwischen Stockholm und Göteborg ein Fernverkehrsangebot mit rund 16 Verbindungen pro Tag realisieren. MTR Express ist nicht die einzige Bahnbetreiberin auf dieser Strecke, sondern steht im Wettbewerb mit der Schwedischen Staatsbahn. Dies wurde durch die Deregulierung des öffentlichen Personennahverkehrs in Schweden möglich. Nach erfolgter Werkabnahme wird der erste Zug nach Schweden geliefert. Sobald die Betriebserlaubnis erteilt ist, wird er seinen kommerziellen Betrieb wie erwartet etwa im März 2015 aufnehmen. Das sechste und letzte Fahrzeug wird ab August 2015 Fahrgäste befördern.

Bodenheizung im Zug: Speziell für schwedische Winter gerüstet

Die fünfteiligen Züge sind mit 15 kV Wechselstrom elektrifiziert und mit dem schwedischen Zugsicherungssystem ATP L 10’000 ausgerüstet. Die Kompositionen werden eine Höchst-geschwindigkeit von 200 km/h erreichen. Sie sind speziell auf die hohen Anforderungen bei extremen klimatischen Bedingungen, wie etwa strenge Winter mit –40 Grad Celsius, ausgelegt. Zur Ausrüstung zählen beispielsweise eine bessere Isolation, eine Bodenheizung, doppelwandige Wagenübergänge, Schneeschaber zwischen Drehgestellen und Wagenkasten sowie eine Wärmerückgewinnungsanlage. Diese Technologie hat sich bereits in Zügen von Stadler für andere nordische Länder wie Finnland, Norwegen oder Weissrussland bestens bewährt. Dank der Wagenkästen in Aluminium-Leichtbauweise können die Züge schneller beschleunigen, wodurch der Energieverbrauch und die Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen beträchtlich sinken.

 

Quelle: Stadler Rail
Bild: © Stadler Rail

Werbung