Wissensplattform in Genf eingeweiht: „Plattform wird zur Wissensgrundlage für eine Grüne Wirtschaft beitragen.“

weltkugel-erde-cc_lassedesignen_Fotolia_com-34024317_XS


Wie setzt man als Land eine Grünere Wirtschaft um? Die neue Plattform in Genf hilft allen Ländern Wissen zu erlangen und auszutauschen.

Werbung

Die Wissensplattform zu Grünem Wachstum (Green Growth Knowledge Platform GGKP) wurde geschaffen, um auf internationaler Ebene Wissenslücken im Bereich der Umsetzung von grünen Wachstumsstrategien und Politikmassnahmen zu schliessen. Gesern am 22. Januar 2014 wurde das Sekretariat der Plattform in Genf offiziell eingeweiht.

Grüne Wirtschaft steht auf der globalen Agenda

Spätestens seit der Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 im Juni 2012 steht die Grüne Wirtschaft auf der globalen Agenda. Viele Regierungen ergreifen politische Massnahmen, um den Übergang ihrer Wirtschaft hin zu einer Grünen Wirtschaft zu unterstützen. Nur Volkswirtschaften, die schonend mit den endlichen natürlichen Ressourcen unseres Planeten umgehen und grün wachsen, sind langfristig stabil, funktions- und konkurrenzfähig.

Theoretisches Wissen und praktische Erfahrung teilen

Um das notwendige Wissen über grünes Wachstum und die entsprechenden Politikmassnahmen bereit zu stellen und für unterschiedliche Länder anwendbar zu machen, haben das UNO-Umweltprogramm UNEP, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Weltbank und das Global Green Growth Institute 2012 die Wissensplattform Green Growth Knowledge Platform (GGKP) gegründet. Theoretisches Wissen und Praktische Erfahrungen können mit der Plattform gesammelt, erarbeitet und interessierten Ländern zugänglich gemacht werden. Regierungen werden durch das Angebot der Plattform bei ihrer Umsetzung von Politikmassnahmen im Bereich Grüne Wirtschaft unterstützt.

An der offiziellen Einweihung des Sekretariats der GGKP am 22. Januar 2014 in Genf betonte Bruno Oberle, Direktor des Bundesamts für Umwelt BAFU, wie wichtig die Entwicklung hin zu einer Grünen Wirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene sei. «Wir sind überzeugt, dass die neue Plattform zur soliden Wissensgrundlage für eine Grüne Wirtschaftbeitragen wird.» Verschiedene Akteure würden die Plattform brauchen, um sich zu koordinieren, sich abzusprechen, brachliegende Synergien zu orten und zu nutzen.

«Wir sind überzeugt, dass die neue Plattform zur soliden Wissensgrundlage für eine Grüne Wirtschaft beitragen wird.» 

Die Schweiz engagiert sich national und international für eine ressourceneffiziente Wirtschaft. Sie will die natürlichen Ressourcen schonen und die Wirtschaft entsprechend ausgestalten. Die Wissensplattform anerkennt dieses Engagement und hat Genf als Standort ihres Sekretariats ausgewählt. Der Austausch der Schweiz mit anderen Ländern zu wirtschafts- und ressourcenpolitischen Entwicklungen, welche eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen ermöglichen, wird dadurch gefördert. Zudem ermöglicht der Standort eine enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle des UNO-Umweltprogramms, welche u.a. für die Grüne Wirtschaft zuständig ist. Schliesslich können Synergien mit anderen relevanten Institutionen in Genf (WTO, WEF, WMO, WWF, WBCSD) sowie mit den zahlreichen Bildungsinstitutionen der Schweiz genutzt werden.

Durch UNEP unterstützt die Schweiz die Aktivitäten des Sekretariats der Wissensplattform mit rund 1,4 Mio. CHF (BAFU). Zusätzlich finanziert die Schweiz die Einrichtung des Sekretariats mit 284‘000.- CHF mit (EDA/PD).

 

Quelle: BAFU
Bild: cc_lassedesignen_Fotolia_com

Werbung
InternetGrafik.com Neue Website? Neues Logo? Bedruckte T-Shirts?