Giganten-Solaranlage im Steinbruch Walensee einen Schritt weiter: EKZ erhält Baubewilligung für die Testanlage

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Das „Monster im Berg“ wird dereinst so viel Strom wie 5’000 Solardächer erzeugen

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Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) können ihre Testanlage für das Solarprojekt am Walensee realisieren. Die Gemeinde Amden hat dazu die Bewilligung erteilt. Die temporäre Testanlage soll dazu dienen, die erwarteten Erträge der geplanten Solaranlage genauer zu berechnen. 

Die EKZ und die SAK planen am Walensee den Bau der grössten Solaranlage der Schweiz. Die südliche Ausrichtung des Steinbruchs verspricht vor allem im Frühjahr, Herbst und Winter – begünstigt durch die direkte Sonneneinstrahlung, den Jahresverlauf der Sonneneinstrahlung und die Reflexion des Wassers – überdurchschnittliche Erträge. Während diesen Jahreszeiten produzieren Solaranlagen auf Dächern nur wenig Energie. Dies ist ein bedeutender Vorteil für die Anlage am Walensee. Mit einer temporären Testanlage sollen die erwarteten Erträge genauer berechnet werden. Die Gemeinde Amden hat heute den Bau der Testanlage bewilligt.

Sonneneinstrahlung und Lichtreflexion sollen gemessen werden
Für Peter Franken, Leiter Energieverteilung bei den EKZ, ist die Bewilligung der Testanlage ein unerlässlicher Schritt für das geplante Projekt: „Wir freuen uns sehr, dass die Testanlage nun von Kanton und Gemeinde bewilligt wurde. Damit können wir wichtige Erkenntnisse sammeln, was nur vor Ort möglich ist.“ Um die Erträge und die Machbarkeit der Solaranlage genauer zu berechnen, werden die beiden Energieversorger zuerst eine Testanlage bauen, bei der verschiedene Aspekte näher untersucht werden sollen: Einerseits die Lichteinstrahlung, andererseits die Lichtreflexion, die wegen der Lage am See eine wichtige Rolle spielen wird.

Beim eingereichten Baugesuch handelt es sich um eine temporäre Testanlage, die während maximal fünf Jahren in Betrieb sein wird. Die Testanlage wird etwa 80 Quadratmeter gross und bringt eine Leistung von 6 Kilowattpeak. Für die Studien arbeiten die EKZ und die SAK mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Berner Fachhochschule für Technik und Informatik Burgdorf (BFH-TI) zusammen. Dazu werden in einem Container die Messresultate und Wetterverhältnisse vor Ort aufgezeichnet und danach analysiert. Die Ergebnisse dienen auch als Grundlage, um die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage zu berechnen. Nachdem die Resultate vorliegen, entscheiden die beiden Energieversorger über die weiteren Pläne zum Bau der Solaranlage am Walensee. Die Testanlage wird voraussichtlich im Sommer 2014 im Steinbruch Schnür aufgestellt

Die Solaranlage am Walensee ist ein Gemeinschaftsprojekt der EKZ und der SAK. Die beiden Energieversorger prüfen gemeinsam den Bau der grössten Photovoltaik-Anlage der Schweiz. Im Vorprojekt wird nun abgeklärt, ob im Steinbruch Schnür in der Nähe von Quinten am Walensee eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 15 Megawatt realisiert werden könnte. Dies entspricht in etwa der gleichen Leistung, die mit Photovoltaikanlagen auf rund 5000 Dächern von Einfamilienhäusern produziert werden kann.
 

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