Schon mehr als 8 Millionen Einwohner: Bevölkerungswachstum in der Schweiz setzt sich fort


Die Schweiz zählt neu über 8 Millionen Einwohner – der Ausländeranteil
stieg dabei auf 23,3 Prozent

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Neuchâtel, 25.04.2013 (BFS) – Ende 2012 betrug die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz erstmals über 8 Millionen, sie stieg auf 8’036’900 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr 2011 ist das ein Anstieg von 82’300 Personen, was einer Stadt wie St. Gallen entspricht. Dies sind die ersten provisorischen Ergebnisse der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Im Sommer 2012 hat die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz die 8-Millionen-Grenze überschritten und zählte Ende Jahr 8’036’900 Personen. Diese Zahl umfasst die Schweizer Staatsangehörigen sowie alle Personen ausländischer Nationalität mit Ausnahme der Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen oder im Asylprozess, die sich seit weniger als einem Jahr in der Schweiz aufhalten.

Die ständige Wohnbevölkerung nahm um 1,0 Prozent zu (+82’300 Personen). Dieser Anstieg entspricht praktisch der Grösse der Gemeinde Luzern. 

Die Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung ist auf einen Anstieg um 64’800 Personen aufgrund der hohen Zuwanderung in die Schweiz zurückzuführen. Die Schweiz erlebte 2012 auch einen Geburtenüberschuss, d.h. auf die Differenz zwischen den Geburten und den Todesfällen, von 17’500 Personen. 

Im Gegensatz zur Schweiz hat sich in einigen europäischen Staaten, namentlich Griechenland (-0,2%), Portugal und Kroatien (je -0,3%), sowie in zahlreichen Ländern Osteuropas hat sich die Bevölkerungszahl hingegen verkleinert. Ziehen all diese Personen in die Schweiz? Einen Anstieg wie die Schweiz erlebten nur noch Norwegen und die Türkei.

100’000 mehr Frauen als Männer in der Schweiz

Ende 2012 zählte die Schweiz 4,1 Millionen Frauen und 4,0 Millionen Männer. In den jüngsten Altersgruppen zwischen 0 und 29 Jahren sind die Männer in der Überzahl. Danach verringert sich diese Differenz und das Geschlechterverhältnis in der Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen ist dann praktisch ausgewogen. Ab 60 Jahren sind die Frauen zunehmend übervertreten. Bei den 85- bis 89-Jährigen ist ihre Zahl praktisch doppelt so hoch wie jene der Männer (82’800 bzw. 42’300) und bei den Personen ab 95 Jahren sogar 3,5-mal so hoch. Unter den 1400 Hundertjährigen und Älteren, die Ende 2012 in der Schweiz lebten, waren 1200 Frauen und 200 Männer.

Zunahme des Ausländeranteils auf 23,3 Prozent!

Die Zahl der ständig in der Schweiz wohnhaften ausländischen Staatsangehörigen belief sich Ende 2012 auf 1’869’000 Personen (53’000 mehr als Ende 2011). Dies entspricht 23,3 Prozent der gesamten ständigen Wohnbevölkerung, verglichen mit 22,8 Prozent im Jahr 2011. Diese Zunahme ist weiterhin ungebrochen gleich wie schon jene in den Jahren 2010 und 2011.

Die umliegenden Länder Italien und Frankreich hingegen zum Vergleich haben einen Ausländeranteil von 5,6 bzw. 5,8 Prozent (2011).

Freiburg und Thurgau am beliebtesten

Die ständige Wohnbevölkerung nahm zwischen 2011 und 2012 in den meisten Kantonen zu. Im Jahr 2012 verzeichneten 11 von 26 Kantonen ein Bevölkerungswachstum, das im schweizerischen Durchschnitt (+1,0%) oder darüber lag. Die stärksten Zunahmen wiesen die Kantone Freiburg (+2,3%), Thurgau (+1,7%), Aargau (+1,5%), Wallis und Tessin (je +1,4%) auf. Ein Rückgang der Bevölkerung ergab sich nur im Kanton Appenzell Innerrhoden (-0,1%).

Voll krass Mann: Appenzell und Jura haben am meisten Jugendliche

Altersmasszahlen zeigen einerseits, dass die Alterung in den Kantonen Tessin, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen und Jura am weitesten fortgeschritten ist. In diesen Regionen kommen über 32 Personen ab 65 Jahren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20–64 Jahre), während es in der Schweiz gesamthaft lediglich 28 Personen sind. Die höchsten Jugendquotienten andererseits weisen mit über 36 Personen unter 20 Jahren auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter die Kantone Appenzell Innerrhoden, Jura, Freiburg, Neuenburg und Waadt auf. Zum Vergleich: Die Schweiz zählte 2012 durchschnittlich 33 Kinder und Jugendliche auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter.

Zürich bleibt grösste Gemeinde

Die grösste Gemeinde ist Zürich mit 380’600 Personen, die kleinste Corippo (TI) mit 12 Personen. Die Gemeinde Corippo (TI) weist eine weitere Besonderheit auf: Sie umfasst doppelt so viele Männer wie Frauen. Im Gegensatz dazu machen in den Gemeinden Castenada (GR), Lohn (GR) und Mauraz (VD) die Frauen die grosse Mehrheit aus mit über 133 Frauen auf 100 Männer.

Leysin hat 60,7% Ausländeranteil, Mulegns 0,0%

Leysin (VD) ist die Gemeinde mit dem höchsten Ausländeranteil (60,7%), während zum Beispiel in der Gemeinde Mulegns (GR) im Jahr 2012 gar keine Ausländerinnen und Ausländer registriert waren (0,0%).

 

Quelle: Bundesamt für Statistik
Bild: cc_Andreas_Wolf-Fotolia.com

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