Pfarrer Siebers Sunestube verwöhnte am Weltfrauentag von Armut betroffene Frauen mit Coiffure und Pédicure

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Stiftung Pfarrer Sieber hilft der Schönheit auch von Armut betroffenen Frauen
wieder zum Vorschein zu kommen.

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Am Weltfrauentag vom 8. März 2013 stand die Anlaufstelle Sunestube der Sozialwerke Pfarrer Sieber exklusiv für Frauen in Not offen. Armutsbetroffene konnten sich die Haare schneiden und die Fingernägel behandeln lassen. Zudem wurden mittellosen Frauen gratis Frühlingskleider und Hygieneartikel abgegeben. Mit der Aktion sollte in erster Linie das Selbstwertgefühl Armuts- und Gewaltbetroffener gestärkt werden.

Am Nachmittag des 8. März 2013 stand die Anlaufstelle Sunestube an der Kreuzung Militär-/Langstrasse ganz im Zeichen des Frauentags. Frauen, die auf der Strasse leben, sich prostituieren müssen und regelmässig Gewalt erleiden, waren eingeladen und wurden ausschliesslich von weiblichem Personal betreut. Wer wollte, konnte sich in der Sunestube die Haare schneiden und sich frisieren lassen. Die Sunestube-Mitarbeiterinnen und einige freiwillige Helferinnen boten zudem einen Maniküre-Service sowie Handmassagen an und gaben den armutsbetroffenen Frauen gratis Frühlingskleider aus dem Fundus der den SWS gespendeten Kleider ab. Schliesslich händigten sie den Gästen von Grossverteilern gespendete Shampoos und Körperpflegeprodukte aus.

Das Angebot wurde rege genutzt. Mehrere Dutzend Frauen liessen sich die Haare frisieren, eine Handmassage machen oder probierten Kleider an. Immer wieder bekamen die SWS-Mitarbeiterinnen Dankesworte zu hören. „Ich fühle mich hier geschützt und wohl. Danke, dass ihr das macht“, sagte etwa eine jüngere Frau. Eine andere meinte ganz pragmatisch: „Dank euch kann ich mir meine Haare mal zwischendurch schneiden lassen. Das liegt sonst nur alle paar Monate drin.“ Insgesamt kam das Sunestube-Team organisierte Angebot bei den Gästen sehr gut an.

Der Tag war ein Erfolg. Roy Gerber, Betriebsleiter der Sunestube und für einmal nur als Pförtner vor dem Lokal tätig, freut sich über den grossen Zuspruch. „Die vielen Besucherinnen aber vor allem die guten Gespräche zeigen, dass die Aktion sinnvoll war. Unsere Ziele haben wir damit erreicht.“ Primär ging es darum, armutsbetroffenen Frauen und solchen, die auf der Gasse leben, sich prostituieren müssen und Gewalt erleben, durch Wohltaten ein Selbstwertgefühl zu geben bzw. es zu stärken. „Viele Frauen auf der Gasse empfinden sich als schmutzig und wertlos“, erklärt Gerber. Entsprechend niedrig sie ihre Selbstachtung. „Nur wenn sie ein Selbstwertgefühl entwickeln, sind sie auch fähig, ihr Leben verändern zu wollen.“

Die stressfreie Atmosphäre in der Sunestube an diesem Nachmittag tat vielen Besucherinnen offensichtlich gut. Sie konnten sich entspannen und stressfrei mit den Sunestube-Mitarbeiterinnen austauschen. Hierin sieht Gerber denn auch einen zweiten wichtigen Aspekt der Aktion. „Der Nachmittag war wichtig für die Beziehungspflege. Unsere Mitarbeiterinnen konnten viele Kontakte knüpfen und Vertrauen aufbauen.“ Vertrauen sei die Basis, auf der Beratungsgespräche erst sinnvoll und zielführend seien.

 

Weitere Informationen zu den Sozialwerken von Pfarrer Sieber und die Möglichkeit online zu spenden: www.swsieber.ch

 

Quelle: SWS
Bild: SWS
 

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