Bern, 21.12.2012 – Die Weinernte 2012 zeichnet sich durch eine gute Qualität aus, liegt jedoch aufgrund der variablen Wetterbedingungen mit 1’004’040 Hektolitern rund 7 Prozent unter dem fünfjährigen Mittel. Damit dürfte der Jahrgang 2012 zu einem kostbaren und dementsprechend teuren Tropfen für Weingeniesser werden.
Frost, Regen, Trockenheit: Das Wetter hat im Weinjahr 2012 teilweise verrückt gespielt und es den Weinbäuerinnen und -bauern nicht leicht gemacht. Der aussergewöhnlich harte Winter hat in den meisten Regionen jedoch weniger Schäden hinterlassen als befürchtet. Während es anfangs Sommer stellenweise sehr warm und trocken war, fielen im Frühherbst um die Traubenernte zahlreiche Niederschläge, und es kam zu einem damit verbundenen Anstieg des Fäulnisdruckes.
In Handarbeit mussten viele Weinbäuerinnen und -bauern befallene Beeren aussortieren. Dank dieser zusätzlichen Anstrengung konnten qualitativ hochstehende Trauben verarbeitet werden, sodass sich die Konsumentinnen und Konsumenten auf einen guten Jahrgang 2012 freuen dürfen.
Die Ernte 2012 beläuft sich auf 1’004’040 hl und liegt um 116’018 hl tiefer als die letztjährige Rekordernte (rund -10 %). Über die letzten fünf Jahre betrachtet hingegen belief sich der Minderertrag auf rund 7 %. Die Rebfläche ist im 2012 im Vergleich zum Vorjahr fast konstant geblieben und beträgt neu 14’915 ha (- 5 ha).
Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft
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