Studie der Zürcher Hochschule zu Auswirkungen der Personenfreizügigkeit – Glückliche Vermieter: Grosse ausländische Nachfrage treibt Mietpreise markant hinauf

Grenchen, 08.07.2011 – Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt hat sich im vergangenen Jahr leicht entspannt. Dazu beigetragen haben eine starke Neubautätigkeit und das im Vorjahr abgeflachte Bevölkerungswachstum. Die knappsten Märkte befinden sich weiterhin in der Grossregion Zürich und Teilen der Westschweiz. Dies zeigt eine aktualisierte Untersuchung der Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf den Wohnungsmarkt.

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Im 2010 hat sich die Marktsituation infolge einer starken Bautätigkeit insgesamt leicht verbessert allerdings nur im oberen Preissegment. In der Westschweiz war gar kein Nachfragerückgang zu verzeichnen.

Bereits 7,5 % der Wohneigentümer sind Ausländer

Im Markt für Wohneigentum, übersteigt in der grössten Region Zürich die Nachfrage die Angebotsentwicklung weiterhin. Schweizweit machen ausländische Haushalte volle 7,5 Prozent der Eigentümerhaushalte aus. In der Westschweiz und im Tessin haben sie bereits einen signifikanten Einfluss auf die Marktentwicklung beim Wohneigentum.

Markanter Preisanstieg durch grosse Nachfrage ausländischer Haushalte

Die vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) publizierte Untersuchung stellt derweil für den Zeitraum 2005 bis 2010 bei den auf dem Markt angebotenen Mietwohnungen und Eigentumsobjekten einen regional zum Teil markanten Preisanstieg fest. Verantwortlich dafür war ein Nachfrageüberhang, der sich aus einem positiven wirtschaftlichen Umfeld und einem beträchtlichen Haushaltswachstum ergab.

Ausländische Haushalte haben namentlich in den wirtschaftlichen Boomregionen zur hohen Nachfrage und damit einhergehenden Preissteigerungen beigetragen.

Ausländische Haushalte sorgten auch in wirtschaftlich weniger attraktiven Regionen für eine Zusatznachfrage, welche den Wohnungsbestand besser auslastete und die Preise auch dort somit nicht gesenkt werden mussten.

Die von der Arbeitsgemeinschaft Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw)/Meta-Sys AG durchgeführte Untersuchung soll im Rahmen der Beobachtung der Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf die Schweiz jährlich aktualisiert werden. 

Quelle: Bundesamt für Wohnungswesen

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