Einer der höchstdotierten Schweizer Kunstpreise, der „Swiss Exhibition Award 2010“, geht an „Circuit“

Bern, 31.03.2011 – Die Julius Bär Stiftung und das Bundesamt für Kultur haben heute Abend in einer öffentlichen Feier im Schiffbau Zürich den SWISS EXHIBITION AWARD an Circuit, Centre d’art contemporain, verliehen. Circuit erhält die

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Ehrung für ihre Ausstellung „… avant il n’y avait rien, après on va pouvoir faire mieux.“ Der SWISS EXHIBITION AWARD zeichnet jedes Jahr eine Institution für eine herausragende Ausstellung mit Schweizer Gegenwartskunst aus; er ist mit 40‘000 Franken einer der höchstdotierten Kunstpreise in der Schweiz und geht nun bereits zum zweiten Mal in die Romandie.

An der Sitzung vom 8. Januar 2011 in Zürich hat die aus unabhängigen Expertinnen und Experten der zeitgenössischen Schweizer Kunstszene zusammengesetzte Jury den Preisträger 2010 erkoren. Die beste Schweizer Ausstellung des Jahres 2010 fand vom 19. Juni bis 4. September im Circuit, Centre d’art contemporain, in Lausanne statt und trug, in Anlehnung an die Einleitung des Films „Images du monde visionnaire“ von Henri Michaux, den Titel: …avant il n’y avait rien, après on va pouvoir faire mieux.

Ausgangspunkt der Ausstellung des Künstlerkollektivs war die Beschäftigung mit dem New Yorker Avantgarde-Künstler, Zeichner und Punkmusiker Alan Vega. Der freischaffende Kurator Mathieu Copeland (*1977, London) und das Team von Circuit haben um Vegas grafisches Werk herum, ohne jede Chronologie, Hierarchie oder stilistische Einordnung, ein Universum von Zeichnungen aus dem 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart versammelt.

Circuit erhalten den SWISS EXHIBITION AWARD für …avant il n’y avait rien, après on va pouvoir faire mieux, weil die Ausstellung eine eindrückliche Präsentation der Kunst der Zeichnung einschliesslich ihrer vielfältigen Variationen und Erscheinungsformen war, weil sie auf spannende Art und Weise eine kollektive Reflexion über den experimentellen und diskursiven Charakter der Zeichnung, über ihren Status zwischen Original und Kopie umsetzte und dabei historische Bezugspunkte ebenso wie die eigene Position als Kunstraum mitdachte.

An der öffentlichen Feier im Zürcher Schiffbau überreichten die Julius Bär Stiftung und das Bundesamt für Kultur das Preisgeld in der Höhe von CHF 40’000 sowie eine handgefertigte Sitzbank als praktische und sichtbare Trophäe an Circuit, centre d’art contemporain.

Die Julius Bär Stiftung und das BAK verleihen den SWISS EXHIBITION AWARD zum dritten Mal. Nach attitudes (Genf) und dem Kunsthaus Glarus geht der Preis zum zweiten Mal in die Romandie. Der Award will einerseits zur Diskussion über Gegenwartskunst und über zeitgemässe Formen der Kunstvermittlung anregen. Vor allem aber will er die besondere Tätigkeit des Ausstellungsmachens würdigen. Das Augenmerk der Jury liegt dabei auf dem vielfältigen und komplexen Wechselspiel zwischen Institution, kuratorischer und künstlerischer Leistung, Ausstellungsobjekt, Raum, Ort und Publikum.

Weitere Nominationen SWISS EXHIBITION AWARD 2010
– Kunstmuseum Bern – Yves Netzhammer. Das Reservat der Nachteile
– Kunsthaus Langenthal – Mittelland: Isa Melsheimer, Daniel Robert Hunziker
– Circuit, Centre d’art contemporain, Lausanne – „… avant il n’y avait rien, après on va pouvoir faire mieux.“
– Museo Cantonale d’Arte, Lugano – Isabelle Krieg. Wandering Through Soul Provinces
– Kunst Halle Sankt Gallen – For Real!
– Fotomuseum Winterthur – Stefan Burger. Unter den Umständen
– Les Complices*, Zürich – Tim Zulauf / KMUProduktionen. Der Bau der Wörter

Jury SWISS EXHIBITION AWARD 2010
Die Jury für den SWISS EXHIBITION AWARD 2010 bestand aus den Mitgliedern:
Véronique Bacchetta, Centre d’édition contemporaine, Genève; Koni Bitterli, Kunstmuseum St. Gallen; Mariapia Borgnini, Künstlerin, Lugano; Andreas Fiedler, Freier Kurator und Kunstkritiker, Bern; Françoise Jaunin, journaliste, Lausanne; Claudia Jolles, Chefredaktorin Kunstbulletin, Zürich; Hans Rudolf Reust, Präsident Eidg. Kunstkommission, Bern; Claude-Janine Ritschard, historienne d’art, Genève; Annette Schindler, Plug-in, Basel; Noah Stolz, La Rada edizione & spazio culturale, Locarno; Max Wechsler, Kunstpublizist & Übersetzer, Luzern sowie Christian Zingg, Geschäftsführer Julius Bär Stiftung, Zürich.

Publikation als Beilage im Kunstbulletin Nr. 5, Juni 2011
Zur Preisverleihung erscheint eine Publikation, herausgegeben vom Bundesamt für Kultur und der Julius Bär Stiftung. Sie umfasst ein Essay von Carin Kuoni, den Jurybericht sowie Interviews und Porträts der nominierten Institutionen. Redaktion: Barnaby Drabble und Andreas Münch. Gestaltung: Gavillet & Rust, Genf. Die Publikation wird dem Kunst-Bulletin Nr. 5, Mai 2011, beigelegt.

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