29’000 weniger arbeitslose Personen – Arbeitslosenquote in der Schweiz sinkt auf 4,2%

Gemäss den Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) stieg die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz im 4. Quartal 2010 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 1,4 Prozent. In der Europäischen Union (EU) betrug der Zuwachs 0,3 Prozent. Die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) sank in der Schweiz im gleichen Zeitraum von 4,8 auf 4,2 Prozent. In der EU erhöhte sich die Erwerbslosenquote gemäss ILO von 9,3 auf 9,5 Prozent.

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Erwerbstätige
Die Schweiz zählte im 4. Quartal 2010 4,621 Millionen Erwerbstätige, d.h. 1,4 Prozent mehr als im 4. Quartal 2009. Die Zahl der erwerbstätigen Männer stieg innert Jahresfrist um 2,2 Prozent, während bei den Frauen ein Anstieg um 0,4 Prozent zu verzeichnen war. In der Europäischen Union (EU27) und in der Eurozone nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr leicht zu (+0,3% in beiden Zonen).

Mehr Schweizerische und ausländische Arbeitskräfte
Vom 4. Quartal 2009 bis zum 4. Quartal 2010 stieg sowohl die Zahl der schweizerischen Erwerbstätigen (+0,4% auf 3,351 Millionen), als auch jene der ausländischen Erwerbstätigen (+4% auf 1,270 Millionen) an. Die Zunahme bei den Ausländerinnen und Ausländern war in allen wichtigen Aufenthaltskategorien zu beobachten (C-Bewilligung: +3,9%; B-Bewilligung oder mindestens 12 Monate aufgrund einer L-Bewilligung in der Schweiz: +4,4%; Grenzgängerinnen und Grenzgänger: +5,2%; weniger als 12 Monate aufgrund einer L-Bewilligung in der Schweiz: +2,7%).

29’000 weniger Erwerbslose
Im 4. Quartal 2010 waren in der Schweiz gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) 187’000 Personen erwerbslos. Dies sind 29’000 weniger als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Erwerbslosen gemäss ILO lag bei 4,2 Prozent der Erwerbsbevölkerung, verglichen mit 4,8 Prozent im 4. Quartal 2009. Im Unterschied zur Schweiz erhöhte sich die Erwerbslosenquote gemäss ILO zwischen dem 4. Quartal 2009 und dem 4. Quartal 2010 sowohl in der Europäischen Union als auch in der Eurozone leicht (EU27: von 9,3 auf 9,5%; Eurozone: von 9,8 auf 10%). Im EU/EFTA-weiten Vergleich hat die Schweiz eine der niedrigsten Erwerbslosenquoten (Norwegen: 3,2%, Österreich: 4,1%, Niederlande: 4,2%).

Erwerbslosenquote sinkt auf 4,2 Prozent
Zwischen dem 3. und dem 4. Quartal 2010 sank die ILO-Erwerbslosenquote in der Schweiz von 4,6 auf 4,2 Prozent. Der Rückgang ist sowohl bei den Männern (von 4,1 auf 3,8%) als auch bei den Frauen (von 5,3 auf 4,6%) zu beobachten.

Im 3. Quartal 2010 hatte der Arbeitsmarkteintritt von Personen, die kurz zuvor ihre Ausbildung abgeschlossen hatten, die Zahl der ILO-Erwerbslosen anschwellen lassen. Drei Monate später weisen der deutliche Rückgang der Erwerbslosigkeit bei den 15- bis 24-Jährigen (von 8,7 auf 6,3%) und die Abnahme der Anzahl Erwerbsloser gemäss ILO, die nicht bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum registriert waren (-17’000), darauf hin, dass diese Personen mehrheitlich rasch eine Stelle gefunden haben.

Zwischen dem 3. und dem 4. Quartal 2010 sank die ILO-Erwerbslosenquote bei den 25- bis 49-Jährigen von 4,4 auf 4,2 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen von 3,4 auf 3,3 Prozent. Im 4. Quartal 2010 betrug die Quote der Schweizerinnen und Schweizer 3,1 Prozent und jene der ständig in der Schweiz wohnhaften Ausländerinnen und Ausländer 7,6 Prozent (gegenüber 3,7% bzw. 7,8% im Vorquartal).

Weniger Langzeitarbeitslose Personen
Zwischen dem 3. und dem 4. Quartal 2010 verringerte sich der Anteil der Langzeiterwerbslosen gemäss ILO von 35,7 Prozent auf 34,2 Prozent (von den insgesamt 187’000 Erwerbslosen im 4. Quartal waren 64’000 seit mindestens einem Jahr erwerbslos). Die Mediandauer der Erwerbslosigkeit erhöhte sich von 227 auf 266 Tage.

Bundesamt für Statistik

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