Freundliche Konjunkturperspektiven

Bern, 17.03.2011 – Unterstützt durch positive Impulse der Weltkonjunktur hat die Schweizer Wirtschaft ihr lebhaftes Wachstum trotz des starken Frankens bislang ungebremst fortsetzen können. Die Expertengruppe geht nach wie vor davon aus, dass die Exporte vor allem wegen der Frankenstärke zusehends gebremst werden. Für 2011 prognostiziert die Expertengruppe eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz um 2,1% und für 2012 1,9%.

Internationale Konjunktur
Die weltwirtschaftliche Entwicklung verlief im Winter 2010/2011 relativ lebhaft. Vor allem in den USA nahm der vorübergehend ins Stottern geratene Konjunkturmotor wieder merklich Fahrt auf, und die kurzfristigen Wachstumsaussichten haben sich deutlich aufgehellt. Im Euroraum blieb die moderate wirtschaftliche Erholung trotz weiter schwelender Staatsschuldenkrise bislang auf Kurs, dies bei anhaltend grossen Länderdivergenzen. In den Schwellenländern blieb die wirtschaftliche Wachstumsdynamik vielerorts hoch.

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Positive Konjunkturprognose Schweiz

In der Schweiz präsentiert sich das aktuelle Konjunkturbild im Frühjahr 2011 freundlich. Im 4. Quartal 2010 wuchs die Wirtschaft weiterhin kräftig, breit abgestützt und im europäischen Quervergleich überdurchschnittlich. Auch die jüngsten Konjunkturindikatoren seit Anfang Jahr (Januar-Februar) sind gut ausgefallen. Sowohl die Unternehmensumfragen als auch die Konsumentenstimmung zeigen noch kaum Schwächesignale.

Trotz des schwierigen Währungsumfelds (sehr starke Bewertung des Frankens gegenüber dem Euro und vielen anderen Währungen) konnten die Exporte bislang solide Zunahmen verzeichnen. Stützend wirkte sich dabei der jüngste Rückenwind durch die internationale Konjunktur (insbesondere aus den Schwellenländern, aus den USA und aus Deutschland) aus. Daneben wurde die Exportentwicklung stark durch die relativ wechselkursunempfindlichen Chemie- und Pharmaexporte getragen, welche die grösste Schweizer Exportkategorie (knapp 40% des Totals) darstellen.

Das Risiko eines ausgeprägteren Abschwungs wird durch die solide Inlandkonjunktur begrenzt. Die Bauwirtschaft dürfte nach dem starken Wachstum der letzten Jahre den Zenit zwar überschritten haben, dank anhaltend tiefer Zinsen und positiver Impulse durch die Zuwanderung aber nochmals leicht zulegen können. Beim privaten Konsum ist eine Fortsetzung der soliden Expansion wahrscheinlich. Die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen dürften vor dem Hintergrund einer gestiegenen Kapazitätsauslastung weiter zunehmen. Die Frankenstärke könnte allerdings dazu führen, dass die Inlandnachfrage zu einem erheblichen Teil durch Importe gedeckt wird (steigende Importdurchdringung).

Im Zuge der lebhaften Konjunktur hat sich die Arbeitsmarktsituation weiter verbessert. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sank weiter auf 3,4% Ende Februar 2011. Die Frühindikatoren für den Arbeitsmarkt deuten vorerst auf ein Anhalten der positiven Tendenzen.

Die gestiegenen Erdölpreise werden in den kommenden Monaten die Teuerungsraten vorübergehend ansteigen lassen, auch wenn der starke Franken die importierten Teuerungsimpulse etwas abmildern kann. Hiervon abgesehen sind für die Schweiz aber noch kaum Anzeichen für einen sich aufbauenden Inflationsdruck auszumachen. Die Inflation dürfte 2011 im Jahresdurchschnitt 1% erreichen, aber bereits 2012 wieder sinken.

Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft

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