Deutscher Aussenminister verspricht Japan Hilfe nach starkem Erdbeben

Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle hat an einer Fernsehansprache Japan Hilfe angeboten. Japan wurde heute Morgen Opfer eines Erdbebens der Stärke 8,8 auf der nach oben offenen Richterskala. Das Epizentrum lag etwa 100 Kilometer von der Ostküste Japans entfernt im Pazifik. 15 Minuten nach dem Erdbeben raste eine bis 10 Meter hohe Flutwelle, ein Tsunami, über Japans Küste und riss viele Autos, Gebäude und Schiffe mit sich auf ihrem Weg hunderte Meter ins Landesinnere hinein und schob einen grossen Schuttberg vor sich her.

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Bundesaussenminister Westerwelle äusserte die Hoffnung, dass die Schäden nicht so schlimm sein könnten, wie die ersten Bilder aus Helikoptern befürchten lassen und bot Japan die Hilfe Deutschlands an beim Beseitigen der Tsunami-Schäden.

Die Tsunami-Welle breitet sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 800 Km/h kreisförmig weiter im Meer aus und wird um 03.20 Uhr US-Lokalzeit in Hawaii USA erwartet. Auch Bewohner der kalifornischen Küste wurden vorsorglich evakuiert.

Pietätsvolle Japanische Medien

Das Japanische Fernsehen zeigte sich sehr pietätsvoll und zeigte keine einzelnen betroffenen Menschen in effektheischerischer Art, wie das Medien aus anderen Ländern gerne tun, sondern nur entfernte Flugaufnahmen der Flutwellen und Detailaufnahmen ihrer materiellen Zerstörungskraft, mit der sie Autos und Schiffe wie Spielzeug mit sich trug.

Japan liegt auf dem Schnittpunkt zweier stark aktiver Tektonischer Platten, 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen sich in dieser Region. Die Bauten sind auf die häufigen Erdbeben ausgelegt, und auch die Menschen in Japan sind zwar häufige Erdbeben gewöhnt, aber nicht von dieser Stärke.

Erddrehung durch Erdbeben beschleunigt

Beim letzten schweren Erdbeben letztes Jahr in Chile war die Kraft des Erdbebens so stark, dass sich die Erdachse um einige Zentimeter verschob, wie Experten des Senders N24 erklärten, worauf sich die Erde nun um eine Mikrosekunde schneller dreht. Die Experten vermuten nun, dass dieser Effekt nach dem sehr starken Erdbeben in Japan nochmals eintreffen könnte und die Erde weiter im Mikrosekunden-Bereich beschleunigt wird.

 

Diverse Quellen, u.a.: N24, euronews

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