Schweiz lanciert „Erwachsenensport Schweiz esa“ als Qualitätsstandard für Ausbildung von Trainer

Magglingen, 18.02.2011 – Erwachsenensport Schweiz esa ist ein auf den Breiten- und Freizeitsport ausgerichtetes Sportförderprogramm des Bundes. In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen visiert esa einen einheitlichen Qualitätsstandard in der Aus- und Weiterbildung von Leitenden an. Auf diese Weise sollen optimale Rahmenbedingungen für die sportliche Aktivität im Erwachsenenalter geschaffen werden. Mit Kantonen, Verbänden und privaten Anbietern konnten erste Partnerschaftsvereinbarungen abgeschlossen werden.

Zentral bei esa ist die Unterstützung der Partner bei der Aus- und Weiterbildung von Leiterpersonen, die effizient und von hoher Qualität sein soll. «Mit diesem Programm können wir bei den Erwachsenen den unterschiedlichen Erwartungen im Breiten- und Freizeitsport gerecht werden», sagt dazu der Koordinator Erwachsenensport, Oliver Studer. esa bildet nach J+S-Kids (5-10-Jährige), Jugend+Sport (10-20-Jährige) ab 20 Jahren das dritte Angebot des BASPO in der Leiterbildung, womit das ganze Spektrum vom Kind bis zum Erwachsenen bis ins hohe Alter abgedeckt ist. Dabei ergeben sich zwischen den einzelnen Programmen Synergien.

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«Das Angebot ist von der Leiterausbildung her qualitativ auf einem hohen Niveau, und wir können von den Lehrmitteln profitieren», nennt Olivier Bur, Ausbildungschef des Schweizerischen Turnverbands STV den Hauptgrund für die Partnerschaftsvereinbarung mit esa. «Wir haben nun im Leiter-Ausbildungsangebot eine lückenlose Vereinheitlichung vom MuKi-Turnen bis zum Erwachsenensport, das heisst von den 3-Jährigen bis zum 100-Jährigen.»

«Wir sind seit Jahren in der Ausbildung tätig. Mit der esa-Partnerschaft sind wir nun gesamtschweizerisch unter einem Dach. Es gibt so eine Angleichung der Ausbildung, und wir wissen von den Leitenden, was sie schon gemacht haben», nennt Mathias Thierstein vom privaten Anbieter Ryffel Running event GmbH den Hauptgrund für das Mitmachen.

 

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Kanton Tessin als Vorreiter
«Das neue Konzept des BASPO zur Erwachsenensportförderung stellt ohne Zweifel eine Herausforderung dar, die das Tessin mit Begeisterung annimmt», sagt Marco Bignasca, Chef des Jugend+Sport-Amts im Kanton Tessin. Das kantonale Bildungs- Kultur- und Sportdepartement hatte im Rahmen von «Sport Schweiz 2008» das kompetente Institut bereits damit beauftragt, Angaben zur Sportaktivität der sesshaften Bevölkerung zu erfassen.

Bemerkenswert ist die Antwort von 50 Prozent der Personen im Alter von 30 bis 50 Jahren, die keine Sportaktivität betreiben. Sie wären bereit zu beginnen oder wieder anzufangen, falls angemessene Angebote von genau definierten Sportarten vorhanden wären, die sich von einfachen Fitness- oder Bewegungsaktivitäten unterscheiden.

Deshalb hat das kantonale Departement ein Förderungsprogramm erarbeitet, dessen Pilotphase im zweiten Semester 2011 beginnt und für eine Periode von zwei Jahren vorgesehen ist. Direkt involviert werden die kantonalen Sportverbände und –vereine, mit der Absicht, Sportaktivitäten bestimmt nach Altersklassen gezielt anzubieten.

Das kantonale Jugend+Sport-Büro koordiniert das Projekt für die Ausbildung des Lehrpersonals und ist für die das Management des vom BASPO erarbeiteten Know-hows zuständig. Die Ausbildungsofferten gehen in einer ersten Pilotphase an die über 10‘000 J+S-Leiter, die bereits mit engagierten Jugendlichen und sogar Erwachsenen tätig sind. Neben der Ausbildung engagiert sich der Kanton nach dem Umfang der angebotenen Aktivitäten ähnlich dem Modell Jugend+Sport auch finanziell.

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