Biodiversität ist besser bekannt

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Bern, 18.01.2011 – Nach Ende des Internationalen Jahrs der Biodiversität geben 65 % der Schweizerinnen und Schweizer an, den Begriff «Biodiversität» zu kennen und 98 % finden, dass die Biodiversität für künftige Generationen bewahrt werden muss. Gleichzeitig sind 59 % der Befragten der Ansicht, die Politik reagiere zu langsam auf die Probleme rund um die Biodiversität. Dies zeigt eine Befragung des Forschungsinstituts gfs.bern, die am 18. Januar 2011 veröffentlicht wurde.

Das Internationale Jahr der Biodiversität hat sein Hauptziel erreicht: Die Biodiversität ist sichtbar bekannter als noch vor einem Jahr. 65 % der Personen, die im Auftrag von SVS/BirdLife Schweiz, des Forum Biodiversität Schweiz, der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) vom Forschungsinstitut gfs.bern befragt wurden, war dieser Begriff bekannt. Bei der Vorgängerbefragung vom September 2009 waren es noch 48 % gewesen.

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Die 2010 publizierten wissenschaftlichen Untersuchungen haben deutlich gezeigt, dass die Biodiversität in der Schweiz seit 1900 ärmer geworden ist, dass die Verluste auch 2010 nicht gestoppt werden konnten und dass diese Entwicklung in Zukunft ökologische und wirtschaftliche Konsequenzen haben könnte. Dennoch nahm die Bevölkerung Ende 2010 den Zustand der Biodiversität ganz anders wahr als die Wissenschaft: 70 % der Befragten gehen davon aus, dass die Biodiversität in der Schweiz in einem eher guten bis sehr guten Zustand ist. Dieser Anteil hat sich seit Ende 2009 nicht verändert.

39 % der befragten Personen fühlen sich persönlich von der Verarmung der Biodiversität «stark betroffen» oder «eher betroffen». Konfrontiert mit den konkreten Folgen, die der Rückgang der Biodiversität für sie selbst haben könnte (Verlust an Lebensqualität, negative gesundheitliche Folgen, Risiko von Naturkatastrophen und Einkommenseinbussen), fühlen sich 69 % der Befragten von mindestens einer dieser Konsequenzen persönlich betroffen. 59 % der Bevölkerung sind der Ansicht, dass die Politik in der Schweiz «deutlich zu langsam» oder «eher zu langsam» auf die Probleme rund um die Biodiversität reagiert.

Notwendigkeit die Biodiversität zu erhalten ist unbestritten

98 % der Befragten sind der Meinung, dass die Biodiversität für zukünftige Generationen bewahrt werden muss. Aber auch die moralische Pflicht gegenüber der Natur und deren Schönheit werden von über 90 Prozent der Bevölkerung als Gründe für die Erhaltung der Biodiversität genannt.

Ein bedeutender Anteil hält das Engagement für den Schutz der Biodiversität für wichtig. Auf einer Skala von 0 (überhaupt nicht wichtig) bis 10 (ausgesprochen wichtig) erreicht die Bedeutung des persönlichen Engagements zugunsten der Biodiversität einen Wert von 7,8.

Bild: www.coop.ch

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