EnergieSchweiz startet mit Bertrand Piccard in die Energiezukunft

Bern, 18.10.2010 – EnergieSchweiz nimmt Anlauf zur zweiten Etappe 2011–2020. Die Bilanz- und Strategiekonferenz vom 26. Oktober 2010 im Kursaal Bern zeigt, wie das Programm für Energieeffizienz und erneuerbare Energien künftig ausgestaltet sein wird und blickt auf die Leistungen des vergangenen Jahres zurück. Eröffnet wird die Tagung durch den Solarflugpionier Bertrand Piccard.

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Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Cleantech stehen auch für Bertrand Piccard und sein Team im Zentrum ihrer Arbeiten. Das Solarflugzeug «Solar Impulse», mit dem Piccard und sein Partner André Borschberg 2013 rund um die Erde fliegen wollen, dient dabei als Symbol für das riesige Potenzial der erneuerbaren Energien und der neuen, energie- und ressourcensparenden Technologien.

Der zweite Teil des Vormittags ist der 200. Energiestadt gewidmet. In einer feierlichen Zeremonie überreichen der Stadtpräsident von Bern, Alexander Tschäppät, der Gemeindepräsident der Energie-Gold-Award Gemeinde Münsingen, Erich Feller, sowie Michael Kaufmann, Programmleiter EnergieSchweiz das Label «Energiestadt» offiziell an die Gemeinde Marly (FR). Mit dem Label werden Städte für eine vorbildliche Energiepolitik ausgezeichnet.

Ein Programm mit Wirkung

Der Nachmittag liegt dann im Zeichen des Rück- und Ausblicks: Nach neun Jahren kann das Programm EnergieSchweiz einen überzeugenden Wirkungsausweis vorlegen, der im heute publizierte Jahresbericht dokumentiert ist.

Die zusätzlichen Energiewirkungen der freiwilligen Massnahmen im Jahr 2009 – also die Einsparung von Energie oder der Ersatz von fossilen Energien mit erneuerbaren Energien – liegen bei rund 3,9 Petajoule (PJ). Das entspricht rund 0,5 Prozent des Endenergieverbrauchs der Schweiz. Trotz Konjunktureinbruchs wurde damit wieder der Spitzenwirkungswert des Vorjahres erreicht.

Die energetische Wirkung der anhaltenden freiwilligen Massnahmen von EnergieSchweiz und seinem Vorgängerprogramm Energie2000 stieg um sieben Prozent auf 35,9 PJ. Die CO2-Einsparungen dieser Massnahmen summierten sich auf 2,8 Millionen Tonnen oder gut vier Prozent der gesamtschweizerischen CO2-Emissionen.

Auch die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt profitierten vom Programm: Mit einem Budget von 26 Millionen Franken löste EnergieSchweiz 2009 Bruttoinvestitionen von rund 1,4 Milliarden Franken aus. Die damit verbundene Beschäftigungswirkung liegt bei rund 6800 Personenjahren.

Fit für nächste Etappe

Mit diesem Leistungsausweis präsentiert sich EnergieSchweiz fit und bestens aufgestellt für die nächste Etappe 2011-2020. Das Programm stützt sich dabei auf die energiepolitische Vier-Säulen-Strategie sowie die Strategie „Nachhaltige Entwicklung“ des Bundesrats, die langfristig das Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft anstrebt. Auch in der zweiten Etappe will EnergieSchweiz dazu beitragen, die Potenziale der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien möglichst gut auszuschöpfen.

Wie das konkret erreicht werden soll, erläutern im Schlussteil der Bilanz- und Strategiekonferenz verschiedene Referentinnen und Referenten: Sie präsentieren die Schwerpunkte und Massnahmen des vom Bundesrat Mitte Juni beschlossenen Konzepts EnergieSchweiz 2011-2020. Bei der anschliessenden Diskussion soll der gemeinsame Weg der Programmpartner bis 2020 skizziert werden.

 

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