Jaguar bringt die XF-Limousine als edlen Kombi: Jaguar Sportbrake


Ein schöner Rücken kann entzücken: Jaguar XF Sportbrake

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Mit dem Jaguar XF Sportbake brachte Jaguar einen ausgesprochen hübschen Sportkombi an den Start, eine edle Erscheinung, hinter der die Zweckmäßigkeit üppigen Transportraums auf den ersten Blick verborgen bleibt. Exterieur und Interieur des fast fünf Meter langen Oberklasse-Gefährts imponieren. Die seitlichen Konturen samt der effektvollen, von einer Chromleiste eingefassten Fensterfläche und der hohen Gürtellinie unterstreichen die sportlich-dynamische Note dieses Kombis. Als schmückender i-Punkt des Antlitzes fungieren der ovale Lufteinlass mit dem stilisierten Jaguarkopf und das J-förmige LED-Tagfahrlicht in den Xenon-Scheinwerfern. Einen vergleichbaren Part übernehmen am wohlgeformten Heck harmonisch gestaltete LED-Rückleuchten.

Ausstattung
Den Einsteigenden erwartet anspruchsvolle Oberklasse-Atmosphäre mit typischen Jaguar-Attributen. Es gibt aber auch Details, die eher als spielerische Belanglosigkeiten wahrgenommen werden. Für den Neuankömmling im Auto aber ist es durchaus eine amüsante Überraschung, wenn die Abdeckungen der vier Luftdüsen im aufgeräumt wirkenden Armaturenbrett beim Motorstart lautlos verschwinden und sich der intuitiv erfassbare Drehregler fürs achtgängige ZF-Automatikgetriebe, Jaguar Drive Selector genannt, aus der Versenkung erhebt. Schmunzeln lässt, dass der Startknopf mit rötlich pulsierendem Licht dafür wirbt, gedrückt zu werden. Einer schmucken Katze mag man ein paar Eigenheiten gern zugestehen. Hier und da fallen aber auch flüchtige Passungen bei Materialübergängen auf, die der Fertigungsendkontrolle offenbar entgangen sind.

 

Das Cockpit macht einen geschlossenen, gediegen-edlen Eindruck, bestimmt vom Kontrast silbern glänzender Partien und schwarzen Klavierlacks. Blickfang sind Lederbespannungen mit Ziernähten. Die Verlagerung zahlreicher Bedienungsfunktionen ins Menü des Touchscreens lässt den Ehrgeiz erkennen, unübersichtliche Tastenfelder abzuernten oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Auch wenn der Menüzugang zu gewünschten Einstellungen per Touchscreen irgendwann kapiert wird, bleibt er aber doch ein wenig umständlich und für den Fahrer nicht besonders bequem. Eine Sitzheizung ließ sich übers Menü „Klima“ nicht programmieren.

Ein Jaguar Sportbrake vermittelt reichlich Wohlfühlatmosphäre, die einer Limousine im Oberklassstil nicht nachsteht. Daran beteiligt sind neben dem großzügigen Raumangebot körpergerecht ausgeformte Ledersitze und rundum ein anspruchvoll-komfortables Ambiente, das eine sanfte blaue Cockpitbeleuchtung krönt. Wahren Hörgenuss vermittelt die Audioanlage des britischen Audio-Spezialisten Meridian.

Selbstverständlich lässt sich ein Mobiltelefon zum Freisprechen und zur Sprachsteuerung per Bluetooth koppeln. Der Umgang mit dem Navigationssystem ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Tempolimits werden auf dem 7-Zoll-Touchscreen-Farbdisplay nicht angezeigt. Das Lichtsignal in den Außenspiegeln, das auf vorbeifahrende Fahrzeuge im toten Winkel aufmerksam macht, könnte auffälliger sein. Es gibt eine nützliche Rückfahrkamera. Warum aber beim Testwagen die vorderen (!) Parksensoren immer erst ihren warnenden Piepton auslösten, wenn vorher vom Rückwärtsgang Gebrauch gemacht wurde, ließ sich nicht ergründen.

Platz- und Sichtverhältnisse
Fast fünf Meter Länge und nahezu drei Meter Radstand bieten von vornherein gute Voraussetzungen für viel raum, der Insassen und Gepäck zugutekommt. Das Gepäckabteil ist – wie es sich für einen überzeugenden Kombi gehört – großräumig ausgefallen. Dafür sprechen die 1,97 Meter lange Ladezone und die 1,06 Meter breite Ladefläche. Das Gepäckraumvolumen lässt sich – bei umgeklappten Rücksitzen – von 550 Liter bis auf 1.675 Liter erweitern. Die Heckklappe mit Zuziehautomatik ließ sich beim Testwagen auch elektrisch öffnen und schließen (Option). Angesichts seiner höchst unterschiedlich gewichtigen Beladung profitiert jeder XF Sportbrake von der Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung an der Hinterachse. Das Heck sackt bei größerer Last oder schwerem Anhänger also nicht ab. (Die Limousine hat Schraubenfedern.)

Angesichts seiner Länge von fast fünf Metern erfordert das Rangieren mit dem Kombi auf engem Terrain besondere Aufmerksamkeit. Zum Glück gibt es die Rückfahrkamera. Rundumsicht gewährt der Sportbrake in einem Maße wie andere Kombis auch. Langstreckentauglich macht einen Jaguar nicht zuletzt verwöhnender Sitzkomfort. Von außen kaum schlussfolgern lässt sich, dass auch zwei Großgewachsene auf den Fondplätzen gut aufgehoben sind, ja sogar noch etwas mehr Kopffreiheit genießen als Fahrer und Beifahrer, die mit 99 Zentimetern schon fürstlich bedient werden.

Motor, Kraftstoffverbrauch, Fahrverhalten
Ungewöhnlich für einen Jaguar ist ein auf vier Zylinder beschränktes Antriebsaggregat, nämlich in Gestalt eines 2,2-Liter-Common-Rail-Turbodiesels. Der so motorisierte Testwagen wurden zum überzeugenden Beweis, dass sich ein Selbstzünder nicht erst mit der Katze arrangieren kann, wenn ihr ein 3,0-Liter-V6 die Krallen schärft. Die mobilisierbaren 147 kW/200 PS des Vierzylinders, erst recht aber dessen maximales Drehmoment – 450 Newtonmeter ab 2.000 U/min – wecken allemal genügend Temperament, um auch den sportlich ambitionierten Fahrer zufrieden zu stimmen. In 8,8 Sekunden sprintet der Sportbrake auf Tempo 100. Die amtliche Höchstgeschwindigkeit von 214 km/h ignorierte der Testwagen. Die Tachonadel schafft es jedenfalls auch schon mal bis zur 235.

Die Diesel-Kombi-Katze zeigte sich ausgesprochen genügsam. Im urbanen Einsatzbereich registrierte der Bordcomputer (Info-Display zwischen Tachometer und Drehzahlmesser) einen pendelnden Kraftstoffverbrauch zwischen 6,5 und 7,5 Litern; außerorts lässt sich bei betont verhaltender Fahrweise bis 80 km/h die Sechs noch unterbieten. Besonders beeindrucken kann das Ergebnis anhaltend schneller Autobahnfahrt zwischen 150 und 170 km/h: 8,1 Liter! Kein Wunder: Bei Tempo 150 liegen gerade mal 2.500 U/min an. Im S(Sport)-Modus reagiert die Achtgang-Automatik spontan spürbar spurtfreudiger, indem die Motordrehzahl augenblicklich um 1.000 U/min angehoben und so ein Mehr an Leistung abgefordert wird. Der sportliche Sound des Sportbrake lässt auf einen Jaguar, nicht aber auf einen Diesel schließen.

Der Heckantrieb war sozusagen ein Jaguar-Muss. Vorzüge und Nachteile des Antriebskonzepts gehen gewissermaßen in den durchweg gesitteten Manieren eines Sportbrake 2.2 D unter. Sein Fahrwerk, das es auch mit schikanösen Holpereinlagen aufnimmt, profitiert von der Luftfederung an der Hinterachse, die unabhängig von der Last im Heck für Niveauausgleich sorgt. Bei den Insassen kommt, wenn überhaupt, lediglich gedämpft an, was Räder und Federung wegstecken müssen – Fahrkomfort, der für katzengleiche Fortbewegung steht.

Fazit
Mit dem Jaguar Sportbrake 2.2 D ist ein Kombi mit anerkannt hübscher Figur vorgefahren, bei dem Kraft und Komfort miteinander wetteifern. Dass er auch mit beeindruckender Effizienz kokettieren kann, ist ein zeitgemäßer Pluspunkt. Und noch eine Überraschung: Wie ein Diesel hört sich das Auto überhaupt nicht an. Es ist eine Katze. Wird sie herausgefordert, faucht sie eher gereizt. (news2do.com/Wolfram Riedel)

Visitenkarte
Jaguar XF Sportbrake 2.2 D, Sportkombi auf Basis der XF-Limousine

Abmessungen/Gewicht

Länge/Breite/Höhe (Meter): 4,96/2,07 (m.Sp.)/1,48
Leergewicht/zul. Gesamtgewicht (kg): 1.824/2.390
Gepäckraumvolumen (Liter): 550 bis 1.675 
Tankinhalt: 70 Liter

Preis
ab 48.550 Euro

Motorisierung/Getriebe
Motor: 2,2-Liter-Vierzylinder, Common-Rail-Diesel mit Turboaufladung 
Max. Leistung: 147 kW/200 PS bei 3.500 U/min 
Max. Drehmoment: 450 Nm ab 2.000 U/min
Kraftstoffverbrauch nach NEFZ (kombiniert): 5,1/100 km
CO2-Emission: 135 g/km
Beschleunigung von null auf 100 km/h: 8,8 s
Höchstgeschwindigkeit: 214 km/h 
ZF-Achtstufen-Automatik, Heckantrieb

 

Weitere Bilder des Jaguar XF Sportbrake:

 

Quelle: news2do.com/Wolfram Riedel
Bilder: © news2do.com

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