Die Tiefgarage wird zur Tankstelle: TCS untersucht wie zukünftig Elektrofahrzeuge in Mehrfamilienhäusern aufgeladen werden können

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© news2do – Opel Ampera tankt Strom

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Bern (ots) – Mit der zukünftig zu erwartenden schnellen Verbreitung von Plug-In Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird in Mehrfamilienhäusern auch der Strombezug in Garagen und auf Parkplätzen zunehmen. Die Tiefgarage wird zur nächtlichen Tankstelle. Der TCS hat untersucht, wie die Verteilung ermöglicht und abgerechnet werden kann. Während dies bei bestehenden Mehrfamilienhäusern neue Installationen erfordert, können künftige Bauten bereits in der Planungsphase auf die Bedürfnisse der Elektromobilität angelegt werden.

In Tiefgaragen von Stockwerkeigentums- oder Mietwohnungen sind Parkplätze momentan oftmals noch nicht oder nur ungenügend für das Laden von Plug-In Hybrid- und Elektrofahrzeugen ausgerüstet. Der TCS empfiehlt deshalb die Installation einer Ladestation, die zum Auto und zur Gebäudeinfrastruktur passt.

Vor der Installation von Ladestationen sind Abklärungen notwendig

Vor dem Kauf eines Elektroautos ist eine Überprüfung der Gebäudeinfrastruktur angeraten. Einerseits ergibt das ein Gesamtbild allfälliger Anpassungen an der Hausinstallation, andererseits können so auch Personenschutz gewährleistet werden. Eine fest installierte Ladestation bringt Komfortvorteile und erlaubt die höhere Ladeströme, kürzere Ladezeiten sowie ein gezielteres Aufladen während der jeweiligen Niedertarifzeiten.

Stockwerkeigentümer und Mieter müssen für solche Installationen zudem das Einverständnis der Eigentümerversammlung respektive des Vermieters einholen. Schliesslich stellt sich beim Strombezug in gemeinschaftlich genutzten Räumen auch die Frage nach der gerechten Verrechnung unter den verschiedenen Parteien.

Durchschnittlicher Strompreis von 15 Rp/kWh

Beim Test von Elektrofahrzeugen verschiedener Kategorien hat der TCS systematisch auch den Stromverbrauch gemessen. Als Anhaltspunkte werden auf der Basis dieser Ergebnisse die Kosten für eine Batterieladung ermittelt. Bei den Tests von Elektrofahrzeugen rechnet der TCS mit einem Strompreis von 15 Rp/kWh. Dies entspricht einem Mischwert aus zwei Drittel Nachtstrom zu 10 Rp/kWh und einem Drittel Tagesstrom zum Hochtarif 25 Rp/kWh. Hoch- und Niedertarife variieren je nach Anbieter. Wird eher tagsüber geladen, nähert sich der Mischwert dem Hochtarif.

TCS: Elektroautos verbrauchen jährlich lediglich für 300 bis 500 Franken „Treibstoff“!

  1. Die beste Lösung sind wohl Ladestationen, wie sie die meisten Elektroauto-Anbieter mit dem Fahrzeug mitliefern (Toyota Prius Plug-In, Opel Ampere, etc.), die mit einem nicht geeichten Zähler/Messgerät ausgerüstet sind. Ein solches Messgerät bedarf zwar der Zustimmung des Stromversorgers, wird aber nicht mit einem monatlichen Grundpreis verrechnet, sondern man bezahlt nur den über die Station bezogenen Strom.
  2. Eine ganz genaue Messung erlaubt ein separater und vom Elektrizitätswerk gelieferter Zähler. Solche Zähler liefern exakte Zahlen, doch verrechnet der Stromversorger dafür jährlich vergleichsweise hohe Kosten: Wenn man von Energiekosten pro Jahr und pro Elektroauto von lediglich CHF 300 bis 500 ausgeht, ist der von den Werken verrechnete Grundpreis von zwischen CHF 60 und 120 pro Jahr und pro Zähler relativ teuer.
  3. Schliesslich kann auch ein Elektroinstallateur die Stromzufuhr mit einer entsprechenden Zuleitung ab dem bereits bestehenden Zähler für die Wohnung des Fahrzeugbesitzers legen, die Stromzähler befinden sich ja ohnehin auch meist im Keller der Gebäude, wie die Tiefgarage.

Zukünftig werden Tiefgaragenplätze über Stromanschlüsse oder -Vorbereitungen verfügen 

Zukunftsorientierte Planer und Bauherren können die Erschliessung von Parkplätzen für die Elektromobilität bereits vorausschauend organisieren. Entsprechende Aussparungen im Rohbau, eine erweiterbare Hauptverteilung, Leerrohre, Einbauräume für Kabeltrassen und ähnliche Baumassnahmen können für kommende Generationen einen erheblichen Mehrwert bedeuten.

 

Quelle: OTS – Originaltext: Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero – TCS
Bild: © Opel – Opel Ampere
 

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