25 neue Elektroauto-Ladestationen an Schweizer Autobahnen - Bund gibt Zuschlag an 5 Anbieter

Mehr Elektroauto Ladestationen in der Schweiz - Hyundai Kona Elektro

Der Schweizer Bund unterstützt den Ausbau von Schnellladestationen für Elektroautos entlang der Nationalstrassen. Interessierte Betreibergesellschaften konnten sich bis im Dezember 2018 für die Realisierung von E-Tankstellen auf 100 Rastplätzen bewerben. Nun hat das Bundesamt für Strassen (ASTRA) den 5 Anbietern Alpiq, Gottardo Fastcharge, Primeo Energie, SOCAR und Fastned einen Zuschlag erteilt. Alle Anbieter verfügen über eine Niederlassung in der Schweiz, ausser der niederländischen FastNed. Innerhalb eines Jahres muss nun jeder Anbieter mindestens fünf Rastplätze ausrüsten.

Um rasch ein flächendeckendes Netz zu gewährleisten, werden die Bewilligungen für den Bau und Betrieb der E-Tankstellen nicht einzeln pro Rastplatz, sondern in fünf Paketen mit jeweils 20 Rastplätzen vergeben. Das ASTRA hat die im Bewerbungsverfahren eingegangen Eingaben inzwischen geprüft und die fünf Pakete an folgende Betreibergesellschaften vergeben: Gottardo Fastcharge SA, Groupe e SA, Fastned B.V., Primeo Energie / Alpiq E-Mobility AG sowie SOCAR Energy Switzerland GmbH. Die Bewilligungen sind 30 Jahre gültig. Die Zuteilung erfolgt vorbehaltlich allfälliger Einsprachen bzw. Beschwerden der unterlegenen Bewerber.

25 neue Elektroauto-Ladestationen in der Schweiz

In den kommenden Wochen führt das ASTRA mit den Anbietern Gespräche, um gemeinsam die Reihenfolge der Realisierung festzulegen. Anschliessend werden die Stromanschlüsse bestellt. Die Betreiber müssen innerhalb eines Jahres ab Erstellung der Strominfrastruktur je fünf Rastplätze mit E-Tankstellen ausrüsten. Bei 5 Anbietern und je 5 Rastplätzen ergeben das 25 neue E-Ladestationen. Spätestens in zehn Jahren müssen sämtliche Rastplätze damit ausgestattet sein.

Die Kosten für die Bereitstellung einer ausreichenden Stromleistung vor Ort werden vom ASTRA bloss vorfinanziert. Pro Rastplatz ist mit einem durchschnittlichen Aufwand von rund einer halben Million Franken zu rechnen. Diese Investitionskosten werden den Betreibern später über ein Entgelt verrechnet, wenn die Strom-Tanken in Betrieb sind.

Leise und umweltfreundliche Elektroautos fördern

Der Bund erwartet, dass der Marktanteil von Elektroautos in den kommenden Jahren steigen wird. Um dies zu fördern, hat das Parlament die Rahmenbedingungen zur Erstellung eines leistungsstarken Netzes von Ladestationen entlang der Nationalstrassen geschaffen: Seit Anfang 2018 ist es rechtlich möglich, auf Autobahnrastplätzen elektrische Energie als Antriebsmittel anzubieten. Zudem hat der Bund Ende 2018 zusammen mit Vertretern von Kantonen und Städten sowie der Elektrizitäts- und Mobilitätsbranche eine Roadmap zur Förderung der Elektromobilität unterzeichnet. Vor diesem Hintergrund hatte das ASTRA am 11. September 2018 das Bewerbungsverfahren zur Vergabe der 100 Rastplätze entlang der Nationalstrassen gestartet. Bis Fristende am 11. Dezember 2018 waren acht Gesuche eingegangen, wovon fünf jetzt den Zuschlag erhielten.

Unterschied Rastplätze und Raststätten

Im Unterschied zu den vielen Rastplätzen, die in der Regel nur mit Toiletten, Bänken und teilweise mit kleinen Imbissbuden ausgerüstet sind, gibt es auf den 59 Raststätten Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, auf 24 von ihnen sind bereits heute Schnellladestationen für Elektroflitzer vorhanden. Die Raststätten sind in kantonalem Eigentum, während die Rastplätze im Eigentum des Bundes sind.

Quelle: ASTRA

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