Schweizer Holz ist gefragt - CO2-neutrales Schnitzelholz boomt

2011 wurden im Schweizer Wald 5.1 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen, fast gleich viel wie im Vorjahr. Holz ist sehr gefragt, vor allem Schnitzelholz und Pellets für die CO2-neutralen Holzfeuerungen boomen stark.
Im Schweizer Wald wurde 2011 mit 5.1 Millionen Kubikmeter (m3) insgesamt fast gleich viel Holz geschlagen wie im Vorjahr. Die Holznutzung lag etwas unter dem Mittelwert der letzten zwanzig Jahre. Dies geht aus der Forststatistik 2011 der Bundesämter für Umwelt BAFU und für Statistik BFS hervor. In 13 Kantonen nahm die Holzernte zu.
Gefragtes Holz
2011 hielt sich die Schweizer Konjunktur im europäischen Vergleich gut. Die starke Bauwirtschaft und die zunehmende Beliebtheit von Holz als ökologischer Baustoff sorgten für eine stabile Holz-Nachfrage und regional teils gute Auslastungen von Holz verarbeitenden Betrieben.
Laubholz wird immer gefragter - Tannenholz macht aber noch 51% aus
Die Holzbereitstellung verlagerte sich weiter weg von Rundholz-Sortimenten hin zu Sortimenten für die industrielle Verarbeitung und vor allem für die Energieproduktion. Die Nadelstammholz-Ernte betrug unglaubliche 2.57 Mio. m3 und trug mit 51% zur Gesamtnutzung bei. Nadel-Stammholz wird vor allem durch die Baubranche benötigt, dieses bringt den Holzverkäufern deshalb pro Kubikmeter im Schnitt die höchsten Erlöse ein.
Die Laubholznutzung hat um 3% auf 1.67 Mio. Kubikmeter zugenommen. Der Nadelholzanteil ist seit 2000 von 80% auf 67% gesunken, der Laubholzanteil hat von 20% auf 33% zugenommen. Dies entspricht der natürlichen Waldentwicklung weg vom reinen Tannenwald hin zu gesünderen und schöneren Mischwäldern.
Im Mittelland lag der Gewinn der Holzernte bei knapp 19 CHF/m3.
Mehr CO2-neutrales Energieholz - Schnitzelholz boomt um 14%
Die Nutzung von Energieholz nahm um knapp 4% auf 1.7 Mio. m3 zu, diejenige von Holz für die Holzwerkstoff- und Papierindustrie („Industrieholz") stieg leicht auf 0.53 Mio. m3. In der Energieholzproduktion führt die Entwicklung weg von der Stückholzaufbereitung (2011: -4%) hin zur Hackschnitzelproduktion (2011: +14%). Deren Bedeutung für die Waldwirtschaft wird noch weiter wachsen, denn Anlagebetreiber wünschen zunehmend Hackschnitzel.
Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU
Bild: cc_Nik-Frey-Fotolia


















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